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30.11.2012, 12:04

Los Angeles Auto Show

California Dreaming

Die Autoshow im sonnigen Kalifornien ist gerade für die deutschen Hersteller mit ihrem Premium-Angebot ein wichtiges Pflaster. Von Mendocino im Norden bis nach San Diego im Süden ist an der amerikanischen Westcoast schließlich reichlich zahlungskräftiges Publikum beheimatet. Dem zeigt man gerne, was man hat.

Neuer Porsche Cayman: Kommt mit 275 oder 325 PS, die Preise beginnen bei 51385 Euro.
© ula

Noch gar nicht lange ist es her, da versprach Los Angeles der Konkurrenz im fernen Detroit den Rang abzulaufen. Nicht, was die Sonnenscheindauer betrifft oder gar das Lebensgefühl, sondern was die Bedeutung der lokalen Automesse anbelangt. Die "Big Three" der amerikanischen Automobilindustrie - GM, Ford, Chrysler - lagen siech und scheinbar hoffnungslos am Boden, mit ihnen Detroit, die legendäre "Motor-City" am Lake Michigan, und mit Detroit wiederum die alljährlich im Januar stattfindende Motor Show.

smart forjeremy
Der Smart bekommt Flügel: US-Modedesigner Jeremy Scott war an diesem eigentümlichen Entwurf beteiligt, der 2013 als Kleinserie auf den Markt kommen könnte.
© uleZoomansicht

Es ist anders gekommen. Ganz im Gegensatz zu Europa hat sich der amerikanische Automarkt erstaunlich gut erholt. Damit konnten sich auch die "Big Three" berappeln, ihre Leistungsschau in Detroit ist gleich Phönix aus der Asche wieder auferstanden. Los Angeles bleibt Kategorie B unter den Autoausstellungen, ist aber als Publikumsmesse gerade für die deutschen Hersteller von großer Bedeutung. Ob VW, Audi, Mercedes oder Porsche - bei allen konzentrieren sich die US-Verkäufe auf die Ost- und Westküste. "Hier sitzt unsere Kundschaft", heißt es bei Mercedes über Los Angeles. Stolz vermeldet US-Chef Steve Cannon, dass seine Marke in Nordamerika als Nummer Eins unter den Premiumherstellern firmiert. VW rechnet für 2013 mit einer stattlichen US-Zuwachsrate von rund 36 Prozent, "Leuchtturm", so Sprecher Peter Thul, sei hierbei der Jetta, dicht gefolgt von einer speziellen US-Version des Passat.

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Nische für Elektroautos

Darüber hinaus findet die Autoshow von Los Angeles in ihren spezielle Nischen Beachtung. Kalifornien hat sich bekanntermaßen zum "Zero-Emission-State" ausgerufen, also sehen Elektroautomobile im Convention Center von L.A. ihr Forum, der Chevrolet Spark EV beispielsweise oder der elektrifizierte Kleinstwagen Fiat 500. Obschon von manchem Amerikaner noch immer mit einer Mischung aus Unglauben, Mitleid und Faszination betrachtet, ist schon der konventionell angetriebene Cinquecento erstaunlich oft zu sehen im Straßenbild von Kalifornien oder Florida, hier trägt die Allianz mit Chrysler Früchte. BMW wiederum stellt in L.A. noch vor der offiziellen Markteinführung seiner Elektro-Modellpalette "i" einen sportlichen, dreitürigen Ableger des kommenden kompakten Stromers i3 vor.

Mercedes Ener-G-Force
Martialisches Trumm: Die Geländewagen-Studie Ener-G-Force mit Allradantrieb und Brennstoffzellen-Technologie.
© uleZoomansicht

Auch durch die Lust an designtechnischen Spielereien unterscheidet sich Los Angeles vom eher pragmatischen Detroit. Traditionell findet am Rande der Show ein Wettbewerb statt (Los Angeles Design Challenge), fünf Autombilhersteller - Mercedes, BMW, Subaru, GM und Honda - zeigen mit visionären Entwürfen, wie sie sich das Polizeiauto der Zukunft vorstellen. Am Mercedes-Stand ist als Nebenprodukt des Wettbewerbs die Studie Ener-G-Force zu besichtigen, ein ziemlich wildes Geländewagen-Trumm im martialischen Allradlook, aber umweltpolitisch korrekt mit Brennstoffzellenantrieb ausgestattet. Subaru nutzt L.A. als Plattform für den überarbeiteten Forester, Toyota präsentiert das Ergebnis einer Frischzellenkur für den RAV-4, man befindet sich ja schließlich im Mutterland der SUVs und gleichzeitig auf deren größtem Markt.

Schicke Cabrios, heiße Sportwagen

Vor allem aber wird das ebenso sonnenverwöhnte wie dollargesegnete Publikum mit schicken Cabriolets und heißen Sportwagen becirct. Bei VW feiert beispielsweise das sympathische Beetle Cabrio seine Weltpremiere, Porsche bringt den neuen Cayman mit, Mercedes zeigt mit dem "AMG Black Series" die Brecher-Variante des flügeltürigen SLS, Jaguar stellt die High-Performance-Limousine XFR-S vor. Tatsächlich dürfte freilich auch in L.A. nur ein kleines Sahnehäubchen der "residents" solche Kracher jemals über den Rodeo Drive oder die Ocean Avenue wummern lassen. Für alle anderen bleibt's beim California Dreaming.

Ulla Ellmer

Los Angeles Auto Show 2012
California Dreaming
Porsche Cayman
Porsche Cayman

Die Neuauflage des knackigen Zweisitzers kommt im Februar zu den Händlern. Befeuert wird der Sportler von Sechszylinder-Boxermotoren, das 2,7-l-Triebwerk im Cayman leistet 2,7 l/275 PS, die 3,4-l-Maschine im Cayman S 325 PS. Die Preise beginnen bei 51385 Euro, der "S" kostet ab 64118 Euro.
© ule

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