Trotz des Dumpingpreises verbessert Dacia den Sandero in der zweiten Auflage sogar noch. Beispiel Sicherheit: Der Neue hat jetzt serienmäßig Seiten-Airbags und den Schleuderschutz ESP, den es vorher nicht mal als Option gab. Auch die Isofix-Befestigungen für Kindersitze gehören zum Lieferumfang. "Es geht darum, unseren Kunden nützliche Details zu bieten", sagt Dacia-Vorstand Reinhard Zirpel und erinnert an die 3-Jahres-Garantie. Allerdings erreicht bisher kein Dacia-Modell mehr als drei Sterne (von fünf möglichen) beim Euro NCAP-Crashtest.
Außen wächst der ziemlich unauffällig gestylte Sandero um knapp vier Zentimeter auf rund 4,06 Meter. Bei gleichem Radstand bleibt den Insassen genügend Platz, auch in Höhe und Breite. In das etwas eingeschränkt zugängliche Gepäckabteil passen 320 bis 1200 Liter, in den beiden höheren (von drei) Ausstattungsstufen "Ambiance" und "Laureate" lässt sich künftig die Rücksitzlehne ein Drittel zu zwei Drittel umlegen. (Zum Vergleich: Der VW Polo bietet nur 280 bis 952 Liter.) Auf einen Griff zum Zuziehen der Heckklappe muss der Kunde verzichten. Wer bereits Radio und Touchscreen geordert hat, kann für günstige 180 Euro Aufpreis das Media-Navigationssystem draufsatteln. Für die (manuelle) Klimaanlage wird immer ein Mehrpreis von 590 Euro verlangt.
Verbessert hat Dacia die Fahrstabilität und die Lenkung, aber es bleibt freilich noch ein Abstand zu anderen Marken. Das Fahrwerk ist ziemlich straff ausgelegt. Bei den Fahrgeräuschen und der Abstimmung des guten Dieselmotors auf das Fahrzeug wäre noch Feinschliff möglich. Das gilt auch für den Komfort an Bord: Die Sitze bieten nur wenig Seitenhalt. Einen besseren Eindruck als zuvor machen die verwendeten Plastik-materialien; Hochwertiges kann zu diesen Preisen aber niemand erwarten. In jeder Hinsicht übersichtlich ist die Bedienung.
Dacia kann sich weitgehend aus dem Baukasten von Renault bedienen. Dazu zählt die Verwendung von Motoren, wobei selbst das neueste Aggregat, der 0,9-Liter-Dreizylinder zum Einsatz kommt. Allerdings muss die Low-Cost-Marke auf aktuelle technische Lösungen wie Sechsganggetriebe oder ein Start-Stopp-System verzichten.
Zwei Benziner und ein Diesel stehen zur Auswahl. Als Einstiegsbenziner dient der 1.2 75 (75 PS) zum Supersparpreis von 6990 Euro, in der besseren Ausstattung "Ambiance" sind 1000 Euro mehr fällig. Der 1.2 wird im genormten Mix mit 6,0 l/100 km angegeben. Neu im Sandero ist der erst kürzlich im Renault Clio eingeführte Dreizylinder TCe 90 eco. Er verbraucht laut Norm nur 5,2 Liter auf 100 Kilometer, entsprechend 120 g/km CO2-Ausstoß; das sind 22 Prozent weniger als beim Vorgänger mit vier Zylindern. Der turbogeladene 0,9-Liter-Dreizylinder muss bei zügiger Fahrweise auf Touren gehalten werden, das bedeutet auch häufigeres Schalten und steigende Verbrauchswerte. Angeboten wird der Sandero TCe 90 ab 10090 Euro.
Noch sparsamer macht es nur der 1,5-Liter-Diesel: der dCi 90 eco begnügt sich mit 3,8 Liter und 99 Gramm CO2 auf der jeweiligen Distanz. Der Selbstzünder wird ab 11890 Euro angeboten. Zudem ist auch eine Flüssiggas-Variante (für den 1.2 Basisbenziner mit 75 PS) ab 8790 Euro erhältlich.
Zeitgleich liefert Dacia auch den neuen Sandero Stepway aus. Das robuster wirkende Schwestermodell im Offroad-Look teilt sich mit dem Basis-Kleinwagen die künftige Plattform und ist bis zur B-Säule identisch. Der bei den Kunden beliebte Crossover mit Dachreling und höherer Bodenfreiheit kostet in der Basis unverändert 9990 Euro, in der gehobenen "Prestige"-Ausstattung (unter anderem mit Klimaanlage) ab 11990 Euro. Demnächst soll die Sandero-Modellfamilie weiteren Zuwachs bekommen, erstmals ist auch eine Kombiversion geplant.
Ingo Reuss
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Re (7): Der Herr Zorc ist also enttäuscht ....
von:
Schnulli0815
- 20.06.13, 15:30 - 0 mal gelesen
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Re: Arme Linienrichter
von:
Doc_Schneider
- 20.06.13, 15:28 - 1 mal gelesen
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Re (2): doch, einmal hatte er recht!
von:
powerfussel
- 20.06.13, 15:26 - 4 mal gelesen
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