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16.11.2012, 11:46

Dritte Modellgeneration am Start

Seat Leon: Ist das der schönere Golf?

Die dritte Generation des Leon ist eng mit dem Golf VII verwandt. Das spricht schon mal für Qualität. Im Unterschied zu dem streng klassisch gezeichneten Wolfsburger Bestseller verrät das dynamische Styling des Seat aber obendrein eine gute Portion spanischen Feuers. Vor allen anderen Märkten geht er in Deutschland an den Start. Am 24. November ist es soweit, die Preise beginnen bei 15390 Euro.

Seat Leon
Seat Leon: Die dritte Generation beginnt ihre Karriere als Fünftürer. Nächstes Jahr folgen ein sportlicher Dreitürer und ein Kombi.
© Werk

Wenn man der Argumentation von Pablo Martin folgt, dann ist der Seat Leon binationaler Herkunft. Auf der einen Seite, sagt der Leiter des Produktmarketings, sei der Neue deutsch, auf der anderen Seite spanisch. Volkswagen habe den rationalen, technischen Part des Charakters beigesteuert, Seat selbst die Leidenschaft, die Emotion. Herausgekommen ist ein Mix, der in der Tat viel Anziehendes hat. Allerdings wird der jüngste Sohn der spanischen VW-Tochter in keineswegs einfache Zeiten hineingeboren. Nicht überall kann man wie in Deutschland auf einen respektablen Zuwachs (plus 25,6 Prozent im Oktober 2012 gegenüber dem Vergleichsmonat 2011) verweisen. Anderswo im wirtschaftlich gebeutelten Europa sieht's schlicht zappenduster aus. Vom spanischen Heimatmarkt, heißt es bei Seat, wolle man erst gar nicht reden.

Vom Leon hängt viel ab

Viel hängt also davon ab, dass der Leon seine Sache beim Kunden gut macht. Neben dem Topseller Ibiza, erklärt Pablo Martin, soll er zur zweiten tragenden Säule im Seat-Programm werden. Vor allem auf dem wichtigen deutschen Markt verspricht man sich einiges an Zuspruch - Grund, weshalb der Leon bei uns vor allen anderen europäischen Ländern, einschließlich Spaniens, auf den Markt kommt.

Seat Leon
Fahrtechnisch eine Freude: Auch auf der Straße wird die enge Verwandtschaft zum Golf spürbar.
© WerkZoomansicht

Immerhin besitzt Seat im Unterschied zu anderen kriselnden Marken den ermutigenden Vorteil, auf einen ebenso anspruchsvollen wie reputierlichen Technik-Baukasten zurückgreifen zu können - den von Konzernmutter VW. So zeichnet den Leon ein enges Verwandtschaftsverhältnis zum brandneuen Golf VII und zum Audi A3 aus. Wie die deutschen Geschwister nutzt er zur unaufwendigen Realisierung von Synergieeffekten den modularen Querbaukasten (MQB) des Hauses. Verpackt indes in eine Karosserie, die sich zwar klar und sachlich zeigt, gleichzeitig aber auch mit einem Schuss mehr sportlicher Coolness als der Wolfsburger Bestseller. Breitschultrig steht der Fünftürer da, und sieht vor allem dann besonders gut aus, wenn er aus den optionalen Voll-LED-Scheinwerfern der Konkurrenz heimleuchtet.

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Kürzer und leichter

Dem bei Modellwechseln obligatorischerweise beherzten "Immer größer, immer länger"-Credo früherer Jahre schwören Automobilhersteller zunehmend ab; verstopfte Innenstädte, rare Parkplätze, vor allem aber das Diktat zur Sparsamkeit führt zur löblichen Erkenntnis, dass kleiner manchmal größer ist. So hat der neue Leon im Vergleich zum Vorgänger fünf seiner Längenzentimeter drangegeben, er misst 4,26 m. Dank einer Gewichtsdiät sind außerdem so einige Kilos dahingeschmolzen, je nach Modell bis zu neunzig, der Basis-Leon bringt nurmehr 1113 kg auf die Waage. Konträr gibt's aber mehr Radstand, davon profitieren vor allem die Fondpassagiere, denen jetzt ein entspannteres Maß an Sitzkomfort vergönnt ist. Der Kofferraum bietet mit 380 l ein mit dem Golf VII identisches Maß.

Der Innenraum präsentiert sich nicht ganz so ehrgeizig "Premium" wie der des Bruders aus dem Niedersächsischen. Irgendwo muss die Hierarchie ja gewahrt bleiben. Trotzdem: Funktionalität und Verarbeitungsqualität sind über jeden Zweifel erhaben.

Seat Leon Cockpit
Funktionell: Der Arbeitsplatz des Fahrers.
© WerkZoomansicht

Wie sehr dem Leon die Blutsbrüderschaft mit dem Golf zum Wohle gereicht, zeigt sich auf der Straße. Das Fahrwerk ist tadellos sportlich-komfortabel abgestimmt. Die Motorisierungsvarianten bis 150 PS verfügen über eine Verbundlenker-Hinterachse, die stärkeren Versionen bekommen eine Vierlenker-Konstruktion implantiert und dazu eine elektronische Quersperre zur Optimierung des Handlings im Kurven-Grenzbereich. Präzise arbeitet die Lenkung, knackig zu schalten ist das manuelle Fünf- oder Sechsganggetriebe, das alternativ durch ein Doppelkupplungsgetriebe (DSG) mit sechs bzw. sieben Gängen zu ersetzen ist.

Die Top-Triebwerke kommen nächstes Jahr

Vier TSI-Benziner (86, 105, 122 und 140 PS) sowie drei TDI-Diesel (90, 105 und 150 PS) machen dem Leon zum Marktstart Beine. Den Spar-Rekord innerhalb dieser Palette stellt der 1.6 TDI mit 105 PS und Start-Stopp-System auf, der es auf einen Verbrauchsschnitt von 3,8 l/100 km bringt, mit einem CO2-Ausstoß von 99 g/km bleibt er unter der magischen Hunderter-Grenze. Nächstes Jahr addiert Seat die Top-Antriebsquellen hinzu, einen 180 PS starken TSI und einen 184 PS leistungsfähigen TDI.

In der Basisversion 1.2 TSI mit 86 PS kostet der Leon 15390 Euro, recht viel mehr als die sicherheitstechnischen Standards (sieben Airbags, ESP, ABS), elektrische Fensterheber vorn und funkfernbedienbare Zentralverriegelung bringt er dafür allerdings nicht mit. Klimaanlage gibt's erst ab Reference-Level (17150 Euro). Wer da noch was drauflegt und 19590 Euro bezahlt, bekommt den schon sehr vernünftig (Aluräder, Media-System mit Bluetooth-Schnittstelle, Tempomat) bestückten "Style", ihm sitzt dann auch schon mindestens der 1.2 TSI mit 105 PS unter der Haube. Und der sportliche FR hat ab 21870 Euro zusätzlich Klimaautomatik, Sportfahrwerk, Sportsitze, ein Doppelauspuffendrohr und eine dreistufige Fahrprofilregelung an Bord, motorisiert ist er wenigstens mit dem 1,4-l-TSI und 122 PS. Darüber hinaus kann sich der Leon-Liebhaber mit den klassenüblichen Assistenzsystemen das Leben leichter machen, alsda wären beispielsweise Müdigkeitswarner oder Spurhalteassistent.

Klar ist auch schon, dass es nicht bei einem Leon allein bleiben wird. 2013 wird man den sportlichen Dreitürer SC erleben und den Kombi ST - spanisches Feuer auch für Familien.

Ulla Ellmer

16.11.12
 
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