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10.11.2012, 16:02

Neuer Stadtmini

Opel Adam: Der verrückte Deutsche

Der verrückte Deutsche? So, sagt Opel Deutschlands Marketingdirektor Andreas Marx, werde der neue Kleinwagen Adam intern genannt. Erstens, weil er mit gefühlt tausenderlei Farben, Dekors und Paketen eine geradezu schwindelerregende Vielfalt an Personalisierungsmöglichkeiten bietet. Und zweitens, weil er im thüringischen Eisenach produziert wird. Das ist aber nicht das einzige, was man an Opels schickem Junior richtig gut finden darf. Im Januar kommt er in den Handel, zu Preisen ab 11500 Euro.

Opel Adam
Bonbonbunt: Opel färbt den Adam peppig und auch zweifarbig ein. Es gibt aber auch klassisch-gediegene Colorisierungen.
© Werk

Na bitte, sie können's doch, die Opelaner! Eben erst hat man das chancenreichen Kurz-SUV Mokka auf die Straße geschickt, da folgt schon der nächste Streich der Produktoffensive. Der Adam ist ein taufrischer 3,70-m-Kleinwagen, der in der gleichen Charme-Liga wie der Fiat 500 oder der Mini Sympathiepunkte sammeln soll. Im Unterschied zu den Konkurrenten sucht er sein verkaufstechnisches Heil aber in einem dezidiert anderen Auftritt. "Nicht einfach Retro", sagt Marx, habe man sich den Adam gewünscht, sondern lifestylig auf die pur modische Art.

Nur als Dreitürer im Angebot

Opel Adam "Sternenhimmel"
LED-Gefunkel: "Sternenhimmel", hier kombiniert mit weiß-blauem Wolkendekor.
© WerkZoomansicht

Dass es ihn nur als Dreitürer gibt, mag man als unpraktisch bekritteln - andererseits aber ist es nur konsequent, verwässert es doch nicht die betont sportive Linienführung. Die dürften vor allem junge und jung gebliebene Kunden mögen. Und auch was bei ihnen sonst noch auf dem Wunschzettel steht, wird vom Adam zuverlässig angeliefert. Zunächst einmal ein Grad der Individualisierung, der beinah schwummrig im Kopf macht. Drei "Lebenswelten" (Jam, Glam, Slam), zwölf teils bonbonbunte Karosseriefarben (es folgen noch mehr), drei verschiedene Dachcolorierungen, dazu unter anderem 19 Innenraum-Dekore (zwei davon LED-hinterleuchtet), 15 Sitzdesigns, 31 Rad-/Felgen-Designvarianten. Außerdem sechs Dachhimmel-Versionen, zu denen ein weiß-blau wolkiger und einer mit 64 sternleingleich funkelnden, dimmbaren LEDs gehört. Das, betont Opel-Sprecher Christof Birringer, gebe es sonst bloß bei Rolls Royce.

Opel Adam IntelliLink
IntelliLink: So heißt das Smartphone-basierte Infotainmentsystem.
© WerkZoomansicht

Ein fest installiertes Navigationssystem gibt es nicht, dafür aber als pfiffigere und obendrein günstigere (300 Euro) Variante ein modernes, leicht verständliches Infotainmentsystem auf Smartphone-Basis. "Das Smartphone bringt die Intelligenz mit, wir bieten den Bildschirm dazu", erklärt Adam-Chefingenieur Dieter Metz. Will heißen: Ob Fotos, Videos, Musik, Telefonkontakte oder Navi, alles lässt sich auf dem Touchscreen darstellen und entweder über direkte Berührung oder aber Tasten am Lenkrad bedienen.

Sehr gute Verarbeitungsqualität

Eine erste Sitzprobe führt zur Erkenntnis, dass es dem Fahrgastraum weder an Schick noch an Verarbeitungsqualität und sehr guter Materialanmutung mangelt. Hier hat Opel ganze Arbeit geleistet. Dass es im Fond ziemlich eng zugeht und auch der Kofferraum (170 l) mit seiner recht hoch angesetzten Ladekante eher knapp geschnitten ist, soll dem Adam nicht angekreidet werden. Als Familienkutsche ist er schließlich nie angepriesen worden. "Für diejenigen, die einen kleinen Kompakten mit Platz brauchen, haben wir ja schon den Agila", sagt Andreas Marx.

Aber auch fahrtechnisch enttäuscht der Adam nicht. Er fährt sich genauso knackig-spaßig, wie er aussieht. Flink und wendig schlängelt er sich durch den Stadtverkehr; ein Revier, für das es einen (allerdings allzu leichtgängigen) City-Lenkmodus gibt. Wer Einparken als Kümmernis empfindet, kann sich optional von einer Parkautomatik in die Quer- oder Lenkslücke helfen lassen. Als weiterer elektronischer Helfer wirkt auf Wunsch ein Toter-Winkel-Warner.

Opel Adam FlexFix
FlexFix: Auch für den Adam gibt es einen ausziehbaren Fahrradträger. Er nimmt bis zu zwei Bikes mit.
© WerkZoomansicht

Es macht sogar Laune, den Adam über Land zu pilotieren. Dort erweist er sich als handlingstarker Partner, der sich gemeinsam mit seinem Fahrer auf jede einzelne Kurve zu freuen scheint.

Drei Benziner, kein Diesel

Schade nur, dass die Motoren da nicht ganz mithalten können. Die sind nämlich nicht eben die Neuesten - egal, ob es sich um das 1,2-l-Triebwerk mit 70 PS oder die 1,4-l-Maschine mit 87 bzw. 100 PS handelt. Auf ersten Probefahrten konnten wir die mittlere Variante ausprobieren. Ja, ausreichend motorisiert ist dieser 87-PS-Adam schon. Gerade an Steigungen aber geht ihm schon mal die Puste aus, dort ist zwecks Wachrüttel-Effekt Zurückschalten gefragt. Diesel sind zumindest vorerst nicht vorgesehen, zu wenig nachgefragt in diesem preissensiblen Segment.

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Zu Sparzwecken offeriert Opel für seinen Kleinsten ein ecoflex-Technologiepaket, zu dem dann auch eine Start-Stopp-Automatik gehört. Das macht die 1,2-l-Variante immerhin 5,0 l/100 km genügsam, die beiden 1,4-l-Maschinen sollen jeweils 5,1 l konsumieren. Erst in mehreren Monaten werden die modernen Turbo-Direkteinspritzer einer neuen Motorengeneration kommen, für sie steht dann auch ein komplett neues Sechsgang- statt des im Augenblick installierte Fünfganggetriebe in Aussicht.

Mit dem Adam hat Opel einen echten Qualitätsmini auf die Räder gestellt, der Spaß macht und obendrein das derzeit so gefragte Quantum Coolness mitbringt. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen, um als einer jener Hoffnungsträger tätig zu werden, welche die Marke so dringend braucht.

Ulla Ellmer

10.11.12
 
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