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06.11.2012, 10:25

Alternative Antriebstechnologien

Die neuen Plug-in-Hybride: Das Beste aus zwei Welten

Elektromobilität pur ist noch lange keine echte Option. Aber es gibt eine Alternative: Plug-in-Hybride, die Strom genauso wie Sprit tanken, gelten als alltagstaugliche Brückentechnologie.

Toyota Prius Plug-in
Toyota Prius Plug-in: Der Japaner fährt ca. 25 km rein elektrisch, danach springt unmerklich der Verbrennungsmotor ein.
© HerstellerZoomansicht

Die euphorische Zielsetzung ist sattsam bekannt. Die betrübliche Ernüchterung indes ebenso. Bis 2020 sollte eine Million Elektroautos über deutsche Straßen stromern. Lautlos, emissionsfrei, unabhängig von den teuren und zunehmen raren Erdölderivaten. Aber acht Jahre vor der siebenstellig zu manifestierenden elektrischen Revolution sind noch keine 5000 E-Mobile zwischen Flensburg und Friedrichshafen unterwegs gewesen. Mangels Nachfrage ist den ersten Elektroautos bereits der Stecker gezogen worden. So hat Peugeot-Citroen (PSA) im August die Produktion der auf dem Mitsubishi i-MiEV basierenden E-Minis iOn bzw. C-Zero "vorübergehend gestoppt". Im ersten Halbjahr 2012 sollen nur rund 1800 Exemplare des stromernden Duos verkauft worden sein. Europaweit, wohlgemerkt. Das ist auch deshalb wichtig festzustellen, weil es dokumentiert, dass offensichtlich nicht einmal staatliche Förderprogramme der Elektromobilität einen entscheidenden Kick verleihen können. Frankreich etwa - wo auch Renault stark auf Strom setzt - schiebt Käufern von E-Autos immerhin Prämien in Höhe von mehreren tausend Euro zu.

Auch staatliche Förderprgramme bringen die E-Mobilität nicht voran

Mitsubishi Outlander Plug-in
Mitsubishi Outlander Plug-in: Das SUV kommt nächstes Jahr auf den Markt. Pro 100 km soll es nur 1,7 l verbrauchen.
© HerstellerZoomansicht

Geholfen hat's indes wenig. Die Elektromobile bieten den Autofahrern einfach zu wenig für zu viel Geld. 18910 Euro kostet etwa ein Smart Electric Drive, hinzu kommen 65 Euro monatlicher Batteriemiete. Den sparsamen Diesel-Smart gibt's hingegen schon ab 12095 Euro. Dafür stellt er eine alltagstaugliche Reichweite bereit und ist ruckzuck wieder aufgetankt.

Im Augenblick sind Vollzeit-Stromer also noch keine echte Option. Es gibt indes eine Zwischenlösung: Die so genannten "Plug-in"-Hybride. Auf deutsch bedeutet "plug in" schlicht "einstöpseln", und genau darum geht es: Ein Hybridauto - also eines, das neben einem Verbrennungs- auch einen E-Motor an Bord hat - bekommt einen Anschluss fürs Stromkabel. Auf diese Weise lässt sich die Batterie ganz simpel an der Haushaltssteckdose aufladen. Das so zugeführte E-Potenzial reicht aus, um eine kurzstreckenrelevante Anzahl von Kilometern rein elektrisch zurückzulegen. Sobald der Akku leer ist, schaltet sich automatisch und unmerklich der Verbrennungsmotor zu, und die Fahrt kann weitergehen. Reichweitenangst? Kein Thema.

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VW-Chef Winterkorn schätzt die Plug-in-Technologie

Als ausgesprochener Fan der Plug-in-Technologie hat sich Volkswagen-Chef Dr. Martin Winterkorn geoutet. Als "das Beste aus zwei Welten" lobt er die Neuen zum Einstöpseln, sie stellten "eine besonders intelligente Antriebsform" dar. Bereits im nächsten Jahr will der VW-Konzern einsteigen. Den Anfang sollen zwei Porsche-Modelle machen, der Panamera (unter Umständen in Gestalt der auf dem Pariser Salon gezeigten Kombi-Studie "Sports Tourer", E-Reichweite 30 km) und der Mega-Sportler 918 Spyder mit einer unfassbaren Systemleistung von 770 PS. Auch der nachladbare Audi e-tron soll 2013 kommen, während A3 und Q7 wohl erst 2014 dran sind. Dann schlägt auch die Stunde für den Golf Plug-in, Arbeitstitel "Twin Drive". Versuchsfahrzeuge (allerdings noch auf Golf-VI-Basis) stromern schon jetzt knapp 60 km weit und sollen nur gut zwei Liter Kraftstoff pro 100 km schlucken. Angeblich wird der Golf Twin Drive rund 8000 Euro teurer als sein konventionelles Pendant sein.

Opel Ampera
Opel Ampera: Er kommt mit einer Batterieladung maximal 80 km weit. Das reicht den meisten Pendlern.
© Hersteller

Ebenfalls nächstes Jahr liefert Mitsubishi mit dem Outlander das erste SUV und gleichzeitig den ersten Allradler als Plug-in-Hybriden an, die kombinierte Reichweite beträgt 880 km, der Verbrauch 1,7 l/100 km. Verschoben hat indes Ford den Start des C-Max zum Anstöpseln, man muss sparen, der teilektrifizierte Minivan startet daher vermutlich erst 2014.

Was gibt's schon in Sachen Plug-in?

Volvo V40 Plug-in
Volvo V60 Plug-in: Der schwedische Teilzeit-Stromer kombiniert einen 215-PS-Turbodiesel und einen 70-PS-E-Motor.
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Zukunftsmusik also. Was aber gibt's jetzt schon in Sachen Plug-in? Noch nicht allzu viel. Den Toyota Prius beispielsweise: Seine E-Reichweite beträgt rund 25 km, die eingerechnet, verbraucht er 2,1 l pro 100 km, danach 3,7 l. Die Systemleistung liegt bei 136 PS, der Preis bei 36200 Euro. Mindestens 45900 Euro kostet wiederum der Opel Ampera. Batteriebetrieben kommt er bis zu 80 km weit, der Ladevorgang dauert vier Stunden, und auf den ersten (!) 100 km gibt sich die komfortabel und gut ausgestattete Mittelklasse-Limousine mit 1,2 l Sprit zufrieden. Der Volvo V60 Plug-in wiederum spannt einen 215 PS starken Fünfzylinder-Turbodiesel und einen 70-PS-E-Motor zusammen. An einem 10-Ampere-Anschluss ist der im übrigen recht sportliche Schwede in 4,5 Stunden wieder aufgeladen. Die "nordische Kombination" lässt sich Volvo allerdings teuer bezahlen - 56900 Euro.

Billig sind also auch die Plug-ins keineswegs. Aber: Mehr Geld für weniger Leistung - diese Rechnung machen sie nicht auf. Und könnten somit tatsächlich ein wichtiger Brückenschlag in Richtung elektrischer Zukunft werden - auch wenn die vermutlich erst nach 2020 Realität wird.

Ulla Ellmer

06.11.12
 
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