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06.10.2012, 11:40

Audi e-gas

Audi gibt Gas - und produziert es gleich selbst

Nächstes Jahr schickt Audi sein erstes gasbetriebenes Modell in den Verkauf. Der A3 Sportback TCNG ist bivalent unterwegs, er kann also Benzin und Erdgas tanken. Das Besondere dabei: Dieses Erdgas wird sich Audi teilweise aus eigener Produktion holen und dann seinen Kunden anbieten.

Audi A3 Sportback TCNG
Audi A3 Sportback TCNG: Er ist bivalent, also mit Erdgas und Benzin zu betreiben.
© WerkZoomansicht

Bei der Fahndung nach alternativen Antriebskonzepten müssen die Automobilhersteller auf vielen Hochzeiten tanzen. Während der Start in die Elektromobilität noch arg stotternd vonstatten geht, wird das Angebot an Hybriden zunehmend ausgebaut. Darüber hinaus macht Audi jetzt erstmals in Sachen Erdgas mobil: Der neue A3 Sportback kommt 2013 auch als sogenannte TCNG-Version, die sowohl mit Erdgas als auch mit Benzin betrieben werden kann - bivalent also.

Gesamtreichweite: Fast 1200 Kilometer

Kernstück ist der neu entwickelte 1.4-l-TFSI-Motor, der speziell auf den Gasbetrieb ausgelegt wurde. 110 PS leistet er, und bringt es auf ein maximales Drehmoment von 200 Nm. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h. Für den Gasbetrieb stellt Audi eine Reichweite von über 400 km in Aussicht; schaltet der Sportback auf Benzin um, addieren sich weitere 780 km hinzu. Wie es um die jeweiligen Füllstände bestellt ist, kann der Fahrer über zwei Anzeigen verfolgen. Gespeichert wird das Erdgas in zwei unter dem Gepäckraumboden installierten Druckflaschen mit einem Fassungsvermögen von je acht Kilo. Die in drei Schichten - die erste aus gasdichtem, die zweite aus kohlenstofffaserverstärktem, die dritte aus glasfaserverstärktem Kunststoff - aufgebauten Behälter wiegen rund 70 Prozent weniger als herkömmliche Stahl-Pendants.

Audi A3 Sportback TCNG
Platzsparend: Die beiden Druckflaschen sind unter dem Gepäckraumboden installiert. So bleibt genügend Stauvolumen übrig.
© Werk

Besonders interessant aber: Das Gas für den Antrieb lässt Audi teils selbst herstellen. Dazu errichtet man gemeinsam mit einem Partner (SolarFuel) im niedersächsischen Werlte eine Anlage, die voraussichtlich im Mai 2013 in Betrieb gehen wird. Dort wird die Überschusskapazität von in Windparks produziertem Strom dazu genutzt, um per Elektrolyse Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufzuspalten. Dem Wasserstoff führt man CO2 zu, das als Abfallprodukt in einer unmittelbar benachbarten Biogasanlage entsteht und sonst die Atmosphäre belasten würde. Diese Methanisierung generiert synthetisches Erdgas; chemisch ist es mit dem natürlichen Stoff identisch, Audi nennt es e-gas.

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"Charmanter Nebeneffekt", wie Audi-Sprecher Tim Fronzek sagt: Als Abfallprodukt fällt Sauerstoff an, der in die Umwelt abgeblasen wird, was in etwa dem Effekt "eines kleinen Waldes" entspreche. In Zahlen: Pro Jahr produziere die Anlage ca. 4000 Tonnen Sauerstoff, das sei so viel wie rund zwei Hektar Forst. Zudem lässt sich durch das Audi-Verfahren theoretisch das Speicherproblem für die bei viel Wind anfallende Strom-Überkapazität lösen: Sie könnte in e-gas umgewandelt, dann im Gasnetz gespeichert und gegebenenfalls ins Stromnetz zurücktransferiert werden. Auch mag der per Elektrolyse gewonnene Wasserstoff künftig direkt als Speisung von Brennstoffzellenautos Verwendung finden. Ein Gedanke, den auch andere Hersteller - Hyundai beispielsweise - bereits im Hinterkopf haben.

Audi TCNG Schriftzug
Abkürzung: TCNG steht für Turbo Compressed Natural Gas.
© WerkZoomansicht

Spezielle Tankkarte für die Kunden

In der sogenannten "Well-to-wheel"-Bilanz, die den gesamten Weg von der Energieherstellung bis zu deren Umwandlung in Bewegungsenergie erfasst, sollen sich die CO2-Emissionen beim e-gas-Betrieb auf einen Wert unter 30 g/km belaufen. Der Plan für die Kunden: Sie buchen beim TCNG-Kauf die Option "Audi e-gas" und bezahlen das an einer öffentlichen Zapfstelle bezogene Gas über eine spezielle Tankkarte. Die abgebuchte Menge wird zentral registriert und genau mit der Gesamtmenge verrechnet, welche von der e-gas-Anlage ins Netz eingespeist worden ist.

Ulla Ellmer

06.10.12
 
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