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19.09.2012, 10:50

Dritte Generation Mitsubishi Outlander

Weichspüler statt Scharfmacher

Der martialischen Jetfighter-Front wegen hat der Mitsubishi Outlander immer was von Krieg der Sterne gehabt. Damit ist jetzt Schluss. Zum eigenen Vorteil weichgespült, sieht der ehedem optische Scharfmacher gleich viel freundlicher aus. Es gibt ihn mit Front- und Allradantrieb, als Handschalter und mit Automatik, als Fünf- oder Siebensitzer. Damit wird er auch zur Alternative für alle, die einen Van schlicht zum Gähnen finden.

Mitsubishi Outlander
Moderate Preisgestaltung: Der Einstieg erfolgt bei 24490 Euro. 2014 kommt ein Hybridmodell.
© Hersteller

Nach diesen Zeiten dürfte Mitsubishi sich zurücksehnen: Schon lange bevor die SUV-Welle über den Globus gerollt ist, haben die Japaner mit dem Pajero eine der raren Anlaufstellen für diejenigen geboten, die fahrzeugtechnisch was Robusteres anstrebten. Die Konkurrenz für den Outlander ist heute ungleich größer. Zumal er nicht dezidiert in der Disziplin "Offroader" antritt, sondern konzeptionell durchaus auch unter Vans, ja, sogar Kombis seine Mitbewerber sucht.

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Der Outlander wildert auch unter den Vans

In den Mitsubishi-Geschichtsbüchern taucht der Outlander bereits 2003 auf, seither ist er allein in Deutschland rund 35000 mal zugelassen worden. Der Neue, der jetzt auf den Markt kommt, markiert bereits die dritte Generation. Dass die Mitsubishi-Designer ihm eine gehörige Portion Weichspüler verpasst haben, tut dem 4,66 m langen Crossover nur gut. Im Unterschied zum - nahezu gleich langen - Vorgänger verschreckt er nicht mehr als Scharfmacher mit grimmiger Jetfighter-Front, sondern verschafft sich durch weitaus unauffälligeres Understatement Sympathien.

Mitsubishi Outlander Front
Mitsubishi Outlander: Die dritte Generation sieht deutlich gefälliger aus als der Vorgänger.
© HerstellerZoomansicht

Dass der Outlander das Zeug dazu hat, im Revier der Vans zu wildern, liegt an seinen praktischen Seiten. Wer als elterliches Taxiunternehmen nebst den eigenen auch die Nachbarskinder nicht im Regen stehen lassen möchte, kann den Japaner auch als Siebensitzer ordern. Wie man das von der Konkurrenz kennt, sind die beiden Plätze in dritter Reihe zwar lange nicht so komfortabel wie die Dreierbank davor, und es erfordert schon eine gewisse jugendliche Gelenkigkeit, um ganz nach hinten vorzudringen. Unzumutbar unbequem sind die Hinterbänkler aber keineswegs untergebracht. Ein Umstand, der auch der großzügigeren Verschiebbarkeit der zweiten Sitzreihe zu danken ist: Statt bislang acht lassen sich jetzt 25 Zentimeter Spielraum nutzen.

Es muss auch nicht unbedingt Allrad sein. Kunden, denen's eher auf Qualitäten wie hohe Sitzposition und eine weniger mit vantypischem Gähn-Effekt behaftete Optik ankommt, bekommen den Outlander einfach als Fronttriebler.

Eher überschaubar ist das Motorenarsenal geraten. Zwei Vierzylinder, einmal Benziner, einmal Diesel, beide mit 150 PS - fertig. Was den neu entwickelten Zweiliter-Benziner betrifft, so geht der im Fronttriebler eine Kooperation mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe ein, im Allradmodell arbeitet er mit einer stufenlosen CVT-Automatik zusammen. Letztere knabbert zwar an der Leistung (von null auf hundert in 12,6 statt zehn Sekunden), dafür geht aber der Verbrauch runter: Von durchschnittlich 6,8 auf 6,5 l pro 100 km.

Souverän und gelassen: Die Dieselvariante

Besser steht dem Outlander indes der Diesel, der durch seine Qualitäten als souveräner und gelassener Reisebegleiter Pluspunkte sammelt. Schalten oder schalten lassen, das gilt auch hier, allerdings lauten die Optionen Sechsgang-Handschaltung oder Sechsgang-Wandlerautomatik. Mit einer Spitze von 200 km/h agiert der 2,2-l-Selbstzünder keineswegs behäbig, als Verbrauchsschnitt gibt Mitsubishi für den Fronttriebler 4,8 l/100 km (CO2 126 g/km) an.

Mitsubishi Outlander Heck
Praktische Seite: Der Japaner ist auch als Siebensitzer erhältlich, ins Gepäckabteil passen bis zu 1022 l.
© HerstellerZoomansicht

Die für alle Modelle serienmäßige Start-Stopp-Automatik unterstützt die Sparambitionen, desgleichen die ebenfalls obligatorische Eco-Mode-Funktion, die auf Knopfdruck Motorcharakteristik, Klimatisierung und - bei den Allradlern - auch das 4WD-System auf Sparflamme setzt. Heißt: Der Hinterachsantrieb wird erst dann zugeschaltet, wenn's wirklich nötig ist.

Bei der Fahrwerksabstimmung scheint in Fettdruck "Komfort" über dem Lastenheft gestanden zu haben. Wie die meisten seiner Zunft ist der Outlander kein Kurvenräuber, überzeugt aber durch gelassenen Umgang mit straßenbaulichem Flickwerk und ein vertrauenerweckendes Maß an Fahrsicherheit.

Preise auf Vorgängerniveau

Die Preise, und da agiert Mitsubishi vorsichtshalber bescheiden, entsprechen weitgehend denen des Vorgängers. Der Einstieg erfolgt mit dem frontgetriebenen Benziner in "Inform"-Ausstattung; Klimaautomatik, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Berganfahrhilfe, CD-Radio mit USB-Schnittstelle gehören zum serienmäßigen Lieferumfang, Kostenpunkt 24490 Euro. Ab "Intense"-Niveau (Diesel, 36190 Euro) werden unter anderem Allrad, 18-Zöller, Xenon-Scheinwerfer, Rückfahrkamera und DAB-Radio draufgepackt, ab "Instyle"-Level (39890 Euro) steigt der Luxus-Appeal um Lederausstattung, Glas-Schiebe-/Hubdach, elektrisch öffnende und schließende Heckklappe sowie ein Infotainmentsystem samt Navi. Zusätzlich gibt die Aufpreisliste Assistenzsysteme von der adaptiven Geschwindigkeitsegelung über ein Auffahrwarnsystem bis hin zum Spurhaltewarner her.

Der Hybrid braucht nur 1,7 l pro 100 km

Ab 2014 macht der Outlander zudem an der Steckdose halt. Auf dem Pariser Automobilsalon (29. September bis 14. Oktober) debütiert ein Plug-In-Hybrid, der rund 55 km rein elektrisch fahren soll. Zwei Elektromotoren sorgen in Zusammenarbeit mit dem Zweiliter-Benziner für Verbrauchswerte, die im Idealfall - also unter voller Ausschöpfung des elektrischen Potenzials - im Schnitt bei 1,7 l pro 100 km liegen sollen.

Ulla Ellmer

19.09.12
 
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