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11.09.2012, 11:24

Jetzt auch mit V6-Diesel und bald als Hybrid

Range Rover: Landadel in vierter Generation

Er ist der Landedelmann unter den SUVs: Der Range Rover strahlt jene selbstverständliche Noblesse aus, die vor den feinsten britischen Clubs gefragt ist. Wenn's aber hart auf hart kommt, dann zieht er sich im übertragenen Sinne auch die profilstarken Gummistiefel an: Seine Geländetechnik ist mindestens ebenso robust wie der Humor von Prinz Philip. Anfang 2013 rollt die komplett neu entwickelte vierte Generation des "Range" zu den Händlern. Um bis zu 420 kg leichter als der Vorgänger, und mit einer Basisversion, der schon sechs statt bislang acht Zylindern genügen.

Range Rover Front
Range Rover: Auch in der vierten Generation ist sich der britische Traditionalist treu geblieben. Markteinführung ist 2013, die Preise beginnen bei 89100 Euro.
© Werk

Land Rover auf Höhenflug: Gemessen am Zeitraum Januar bis August hat der britische Traditionshersteller im Vergleich zum Vorjahr gleich um über neunzig Prozent zugelegt. In erster Linie ist dies dem Design-SUV Evoque zu danken, mit dem die Marke Range Rover kräftig punktet. Jetzt ist der klassische "Range" dran: Der war schon zu einem Zeitpunkt für die finanziell Wohlgestellten da, als SUVs wie Mercedes ML oder GL respektive BMW X5 noch nicht einmal ansatzweise auf der Agenda ihrer Hersteller standen.

Range Rover Heck
Nobel: Der "Range" steckt voller Luxus. Serienmäßig verfügen alle Modelle über eine 8-Stufen-Automatik.
© WerkZoomansicht

370 Millionen Pfund, das sind umgerechnet etwa 467 Millionen Euro, hat Land Rover in die vierte Generation investiert. Die flossen vor allem in eine Modernisierung der Produktionsstätten, vorrangig in ein neu errichtetes Alu-Karosseriewerk in Solihull. Denn der Range sollte kräftig abspecken. Nicht was Sicherheit oder Luxus betrifft: Modernste Assistenzsysteme werden ihre segensreiche Wirkung entfalten, komfortrelevant wirken außerdem Details wie eine elektrische Betätigung des oberen und des unteren Teils der Heckklappe, eine Zuziehhilfe für die Türen, verschiedene Kühlfächer oder die Audioanlage vom Spezialisen Meridian, die in ihrer Topversion 1700 Watt und 29 (!) Lautsprecher inklusive Subwoofer bereitstellt. Auf Diät gesetzt hat sich der Range einzig, was das Gewicht anbelangt. Allein die Monocoque-Karosserie aus Vollaluminium sorgt dafür, dass die Waage 180 kg weniger anzeigt, weitere Sparmaßnahmen haben dafür gesorgt, dass der Luxusliner insgesamt sogar um bis zu 420 kg leichter geworden ist.

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Bescheidenheit ist auch im automobilen Oberhaus angesagt

Weil Bescheidenheit sowieso das Gebot der Stunde und auch im automobilen Oberhaus nachgefragt ist, steigt der neue "Range" jetzt schon mit sechs statt bislang acht Zylindern ein. Die befeuern einen 3,0-l-Diesel mit 258 PS. Weil dessen Sparbemühungen auch via Start-Stopp-System unterstützt werden, bleibt es bei einem Verbrauchsschnitt von 7,5 l und einem CO2-Ausstoß von 196 g/km. Das bärenstarke Drehmoment von 600 Nm lässt schon auf dem Papier erahnen, dass es dem Basis-Range kaum an Durchzug mangeln dürfte. Eher schon dürfte die Puste manchem Kunden angesichts der preislichen Realitäten ausgehen: 89100 Euro wollen erst einmal mobilisiert sein.

Range Rover
Gelände-Einsatz: Dank aufwendigen Allradantriebs und strapazierfähiger Offroad-Technik kommt der Range auch auf wüstem Terrain klar.
© Werk

Es geht aber noch feiner. Und stärker: Als zweite Dieseloption wird ein 4,4-l-Achtzylinder installiert, mit 339 Pferdestärken in der Hinterhand und einem maximalen Drehmoment von 700 Nm, das schon zwischen 1750 und 3000 m auf die Kurbelwelle gestemmt wird. Topspeed? Liegt bei 217 km/h an. Preislich nimmt der 4,4-l-V8 freilich locker die Hürde zum sechsstelligen Bereich - unter 107100 Euro geht gar nichts. Gar 113600 Euro will Range Rover für das Topmodell mit Fünfliter-V8 und enormen 510 PS sehen. Nein, vom Spritsparen soll hier nicht mehr weiter die Rede sein: Selbst außerorts kratzt der Top-Range sanft an der Zehn-Liter-Marke (9,9 l), für innerorts gilt eine Angabe von 20,6 l/100 km.

Diesel-Hybrid in Sichtweite

Mehr "political correctness" dürfte da die Hybridvariante vermitteln. Im Team arbeiten ein 48-PS-Elektromotor und ein Sechszylinder-Diesel zusammen, Verkaufsstart soll voraussichtlich das letzte Quartal 2013 sein.

epr

11.09.12
 
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