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04.08.2012, 13:59

Sondermodell "695 Tributo Ferrari"

Abarth rockt den Fiat 500!

Wenn das nicht abart(h)ig ist: Mit 180 Pferdestärken und in starken Renn-Trimm gewandet wird dieser Winzling zum schnellsten Cinquecento aller Zeiten. Da reiben sich selbst Sportwagen-Fahrer die Augen! Seinem Namenszusatz "Tributo Ferrari" ist der Kleine schließlich ordentlich was schuldig.

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Abarth 695 Tributo Ferrari
Abarth 695 Tributo Ferrari: Rennsemmel mit 180 PS - für, so sagt Fiat, "einen exklusiven Kundenkreis".
© Werk Zoomansicht

Ruckartig drehen sich die Köpfe. Wilder Motorsound wummert in Gehörgang und Magen. Lambo, Porsche - oder was? Nee - Cinquecento! Eine knallrote Rennsemmel feuert da Phonsalven ab, die jeden GTI-Fahrer erbleichen lassen. An Stirn und Flanke prangt der giftige "Abarth"-Skorpion, kombiniert mit einem "Tributo Ferrari"-Logo auf Knallgelb. Beides Reminiszenzen an Enzo Ferrari und Carlo Abarth, die anno 1953 gemeinsam den Ferrari 166/250 für das legendäre Langstreckenrennen Mille Miglia entwickelt haben.

Rennsemmel im Angriffsmodus

Nachdem ihn Abarth in die Mangel genommen hat, entwickelt Fiats putziger Frauenschwarm den Charme eines Yorkshire-Terriers im Angriffsmodus. 180 PS leistet sein 1,4-l-Turbo, das maximale Drehmoment von 230 Nm ist bei 3300 U/min abrufbereit. Gaspedal auf Anschlag getreten, und nach sieben Sekunden ist die Hunderter-Marke geknackt. Aufgegeben wird erst bei Tempo 225. Soundtechnisch hat die Rennsemmel auf ihren 17-Zoll-Alus beim Beschleunigen übrigens noch extra was drauf, ab 3000 Touren stößt die Dual-Mode-Auslegung der speziellen Auspuffanlage "Record Monza" nämlich in die nächststärkere Tonlage vor. Wer Schaltarbeit als lustvoll empfindet, kann das automatisierte Fünfgang-Getriebe auch über Schaltwippen am Lenkrad befehligen. Ein tiefer gelegtes Koni-Fahrwerk sorgt dafür, dass der Super-Cinquecento tunlichst nicht den Abflug macht, Vierkolben-Bremssättel und innenbelüftete Brembo-Scheiben vorn unterfüttern die fahrdynamischen Fähigkeiten sicherheitstechnisch. Im Innenraum sorgen Carbon und Leder für sportliches Ambiente, Fahrer und Beifahrer finden auf speziellen Sportsitzen "Abarth by Sabelt" Halt.

Abarth 695 Tributo Ferrari, Fernando Alonso, Felipe Massa
Männerspielzeug: Ferraris Formel-1-Piloten Massa und Alonso gehören zu den Besitzern des 42000-Euro-Winzlings.
© Werk Zoomansicht

Atemberaubende Preisgestaltung

Atemberaubend die Preisgestaltung: Rund 42000 Euro will Fiat für den Abarth 695 Tributo Ferrari sehen. Oder besser: Wollte sehen. Die schlechte Nachricht nämlich: 1695 Einheiten sind aufgelegt worden, und bereits restlos ausverkauft. An alle, die - wie Fiat-Sprecher Florian Büngener sagt - "schnell genug waren". Das ist durchaus wörtlich zu nehmen, dürfen als prominenteste Besitzer denn auch die Formel-1-Ferraristi Fernando Alonso und Felipe Massa den kleinen Renner als Männerspielzeug nutzen. Die gute Nachricht indes: Es gibt weitere Abarth-Versionen vom Cinquecento. Den "Abarth 500" beispielsweise, dessen 135 PS auch nicht von Pappe sind, und der mit 18800 Euro schon weitaus mehr im Bereich dessen liegt, was man sich leisten kann oder mag. Dann ist da noch der "Abarth 595", 160 PS stark, verfügbar in der modeorientierten "Turismo"-Variante oder als eher rennsportlich aufgebrezelter "Competizione". Beide gibt's als Limousine (welch großes Wort in diesem Fall!) oder Cabrio, die Preise für den "Competizione" beginnen bei 23400 bzw. 25100 Euro. Und schließlich ist auch noch eine Alternative zum "Tributo Ferrari" in Sicht: Am Rande der letzten Mille Miglia ist als Fingerübung der "Edizione Maserati" vorgestellt worden. Der, so tröstet Florian Büngener, habe schließlich "auch 180 PS". Und seinem Beinamen ist in Sachen Renommee nun wahrlich nichts vorzuwerfen.

Ulla Ellmer

Fiat 500 Abarth
Der kommt schon günstiger: Mit 135 PS ist der "500 Abarth" auch kein Schwächling. Er kostet 18800 Euro.
© Werk Zoomansicht
Edizione Maserati
Neuer Kraftzwerg: Am Rande der Mille Miglia wurde der "Edizione Maserati" gezeigt. Auch er leistet 180 PS.
© Werk Zoomansicht
04.08.12
 
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