
Denn seit Fiat beim US-Autobauer den Ton angibt, sind auch die italienischen Sportwagen-Töchter mit im Spiel. Wie sehr, das lässt sich bei der neuen, wieder auferstandenen "Viper" ablesen. Die war eigentlich schon abgeschrieben, taucht aber nun doch wieder auf - und zwar in typisch Ferrari-roter Lackierung. Und nicht nur das: Auch das veränderte Outfit lässt erahnen, dass italienische Sportwagendesigner ein klein wenig den Zeichenstift geführt haben.
Auffallendstes Merkmal des neuen, jetzt zur US-Autoschau in New York vorgestellten Modells: die ultralange Motorhaube. Darunter findet ein Monster-Motor mit zehn Zylindern und 8,4 Litern Hubraum Platz, er entwickelt Leistung satt: 640 PS sind angesagt. Und stellt ein maximales Drehmoment von 840 Nm bereit, das an der Hinterachse anliegt und beim Ampelstart nur mittels Sperrdifferentialen gebändigt werden kann. Vortrieb gibt's ohne Ende - bis weit über 300 km/h dürfte das neue Modell schnell sein. Der Beschleunigungswert hingegen wird im tiefen einstelligen Bereich liegen und, so viel jedenfalls wurde schon verraten, "im absolut konkurrenzfähigen Bereich" liegen.
Und noch eine Novität ist zu vermelden: Das neue Powercar wird einzig und allein unter dem Begriff SRT Viper vermarktet, Dodge oder Chrysler sind als Namen nicht mehr mit im Spiel. Hinzu kommt, dass die Viper mit neuester Technik aufgerüstet wird. Das fängt bei reichlich Elektronik für die Fahrdynamik an und hört bei hochqualitativen Multimedia-Einrichtungen auf. Wem das Grundmodell zu sehr auf Komfort getrimmt ist, kann alsbald zur sportlicheren Variante greifen. Denn es soll auch ein "GTS" mit diversen Extras für Hartgesottene angeboten werden - inklusive eines vermutlich noch härter abgestimmten Fahrwerks.
Rätselraten herrscht indes im Hinblick auf die exakten Daten des neuen Modells. Hersteller Chrysler gibt sich noch geheimnisvoll, will weder Verbrauchswerte (vermutlich sehr hoch!), noch Preis (wahrscheinlich ebenfalls hoch), noch andere Maße und Fahrwerte verraten. Und ob dieses Monster-Modell auch (regulär) nach Europa verschifft wird, ist auch noch nicht so recht klar. Ganz sicher aber werden sich Privat-Importeure um das amerikanische Powercar bemühen, und so werden wohl einige wenige Exemplare auch den Weg nach Deutschland finden.
Gerhard Windpassinger
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