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20.02.2012, 12:45

Neuer Crossover Subaru XV

Der Boxer unter den Offroadern

Zeit wird's: Mit dem trendigen und ausschließlich mit Boxer-Motoren bestückten Kompakt-SUV "XV" will Allrad-Spezialist Subaru endlich der Konkurrenz von VW Tiguan bis Nissan Qashqai Paroli bieten. Das könnte auch über den Preis gelingen.

Subaru XV
Soft-Offroader: der neue Subaru XV.
© WerkZoomansicht

Lifestyle ist bislang nicht unbedingt ein Attribut gewesen, das man mit den Produkten der Marke Subaru assoziiert hat. Allrad, das schon, daraus resultierend auch Geländetauglichkeit und die Fähigkeit, ohne Panikattacken durch winterliche Schneeverwehungen zu pflügen. Qualitäten, die traditionellerweise auch unter Waidmännern geschätzt werden, denen Subaru einst sogar das Sondermodell "Legacy Hubertus" angedient hat, Gewehrhalter und Schweißwanne zum Abtransport der erlegten Jagdbeute inklusive.

Beute im Sinne satter Profite machte in den letzten Jahren aber vor allem Subarus Konkurrenz, mit schicken, kompakten SUVs vom - um im Bild zu bleiben - Platzhirsch Volkswagen Tiguan bis hin zum Hyundai iX35 oder Nissan Qashqai. Jetzt aber geht auch Subaru in diesem Revier auf die Pirsch. Am 17. März lässt man den XV von der Leine, einen 4,45 m langen Soft-Offroader, der das Terrain serienmäßig mit Allradantrieb und um 22 cm erhöhter Bodenfreiheit unter die Räder nimmt.

Optisch spricht der Crossover eher die Sprache eines robusten Spezialisten für Stock und Stein, behält mit seiner dynamisch abgeschrägten Heckpartie aber dennoch jene Klientel im Auge, die - auf angenehm erhöhter Sitzposition - über innerstädtische Boulevards cruisen oder eine Alternative mit Abenteuer-Touch zur klassischen Reiselimousine suchen. Allerdings ist der Platz fürs Gepäck der bis zu fünfköpfigen Passagiergruppe nicht eben überreichlich bemessen; sie muss mit 380 l plus einigen Staufächern unterhalb des Ladebodens auskommen.

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Motoren: Alles Boxer!

Der Einstieg ins Motorenprogramm - übrigens grundsätzlich der Gattung "Boxer" zugehörig - erfolgt mit einem 114 PS starken 1,6-l-Benziner zu 21600 Euro; wem das nicht reicht, kann bei einem Zweiliter-Triebwerk mit 150 PS zugreifen, das kommt dann auf mindestens 23700 Euro. Serienmäßig an Bord der "Active"-Basisversionen sind schon Kopf-, Seiten- und Frontairbags, außerdem Start-Stopp-Automatik, Klimaautomatik, 17-Zöller und eine CD-Audioanlage mit Aux-In-Buchse. Da kann man wahrlich nicht meckern.

Wer jetzt noch weitere 2000 Euro drauflegt, bekommt die stufenlose "Lineartronic"-Automatik, die außerdem dazu beiträgt, den Verbrauch etwas nach unten zu drücken: Statt 6,9 l werden vom Zweiliter-Benziner 6,6 l verfrühstückt, erwartungsgemäß dürfte dieser Wert in der Praxis freilich höher liegen. Unter SUV-Käufern sind Benziner indes ohnehin nicht erste Wahl, und so dürfte sich ein Gutteil der Kunden wohl zur Investition in den Zweiliter-Diesel mit 147 PS entscheiden. Der aufgeladene Common-Rail-Selbstzünder (auch er ein Boxer) stellt sein maximales Drehmoment von 350 Nm zwischen 1600 und 2400/min bereit, kriegt den Spurt auf 100 km/h in 9,3 sec hin, schafft 198 km/h Spitze und bleibt, so verspricht es Subaru, im Schnitt 5,6 l sparsam. Im Gegensatz zu den Benzinern lässt er sich allerdings nicht mit Automatik ordern, und auch die Berganfahrhilfe und Start-Stopp-Automatik gibt's für ihn nicht. Das Untersetzungsgetriebe mit 2x5 Gängen ist sowieso nur dem 1,6-l-Benziner vorbehalten.

Dafür markiert der 2.0D, sofern in der Top-Ausstattung "Exclusive" gewählt, die preisliche Spitze im XV-Programm. 33090 Euro kostet er in diesem Fall, bietet aber eine ganze Menge für sein Geld: Über die bereits ab "Comfort"-Level angelieferten Features wie Multiinformationsdisplay inklusive Rückfahrkamera, Premium-Soundsystem mit iPod- und iPhone-Anbindung, Zweizonen-Klimaautomatik, Sitzheizung sowie Licht- und Regensensor hinaus schmückt sich die Topversion mit einem elektrisch bedienbaren Glasschiebedach, Navi, elektrischer Sitzverstellung und dem schlüssellosen Zugangssystem Keyless-Go. Da sind "Hubertus", der Gewehrhalter und die Schweißwanne schon ganz, ganz weit weg.

Ulla Ellmer

Crossover Subaru XV in Bildern
Der Boxer unter den Offroadern
Subaru XV
Mehr als ein Salonlöwe

Der neue, lifestylige Crossover Subaru macht auf und abseits befestigter Straßen eine gute Figur. Permanenter Allradantrieb ist serienmäßig.
© Werk

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