
Keine Frage: Wem würde es nicht Spaß machen, in einem offenen, agilen Auto unterwegs zu sein? In der Regel sind es eher hochkarätige, oft unerschwingliche Sportwagen, die solches Fahr- und Frischluft-Vergnügen bieten. Der auf dem Mini Coupé basierende Roadster ist da auch preislich von anderem Schlag: Ab 22600 Euro wird er angeliefert. Sicherlich kein Schnäppchen, aber immerhin 950 Euro günstiger als das nicht ganz so sportlich-scharf auftretende Mini-Cabrio.
Von Haus aus gibt's den neuen kleinen Offen-Renner nur als "Cooper". In Basisvariante bleibt er freilich ein wenig zahm, wenngleich 122 PS auch recht manierliche Fahrleistungen (0-100 km/h 9,2 sec, max. 199 km/h) versprechen. So richtig zur Sache geht es aber erst ab der Cooper-S-Version. Die gibt sich mit 184 PS deutlich nachgeschärft - und legt beim Fahren so richtig los: In nur sieben Sekunden geht's ungestüm der 100er-Marke zu und erst bei 237 Sachen hält die Tachonadel an. Ein Genuss ohne Reue, denn wer den Cooper-S nicht permanent auspowert, kann mit weniger als sieben Liter Super je 100 km auskommen. Nach Norm sind's übrigens nur 6,0.
Spaß und Sparen lässt sich am besten mit dem Cooper SD, also mit dem Diesel, leicht unter einen Hut bringen. 143 PS Leistung versprechen erstaunlich gute Spurtwerte (beispielsweise 0-100 km/h 8,1 sec.). Und wer partout die Maximalgeschwindigkeit auskosten möchte, kann es immerhin auf Tempo 212 bringen. Ob das Erreichen der Topgeschwindigkeit aber erstrebenswert ist, ist zu hinterfragen. Denn so ab Tempo 140 geht es unter dem Stoffdach des Mini Roadsters dann doch etwas geräuschvoller zu. Zurück zum Roadster Diesel: Mit nur 4,5 Liter je 100 km bescheidet sich der Ölbrenner je 100 km, das macht sehr bescheidene 118 g CO2 je km. Für den Diesel muss man schon gehörig tief in die Tasche greifen, denn mit stolzen 27750 Euro steht diese Variante in der Preisliste.
PS-Fetischisten dürften mit dem Top-Modell, also mit der John-Cooper-Works-Version liebäugeln. Die erfordert zwar eine Investition von 31900 Euro, was reichlich Geld für ein 3,83 m langes, zweisitziges Automobil ist. Dafür gibt's aber den ultimativen Mini-Motor unter der Haube: 211 PS liegen an. Was unterm Strich zu phänomenal guten Fahrleistungen führt. Der 0-100-km/h-Spurt lässt sich in nur 6,5 Sekunden erledigen. Und speedmäßig ist erst bei 250 km/h Schluss.
Bleibt in Sachen Mini Roadster noch festzuhalten, dass man sich mit einem Mini-Gepäckraum (240 l) bescheiden muss, dass die Übersichtlichkeit (vor allem nach hinten) höchst bescheiden ausfällt und das Verdeck manuell betätigt werden muss. Wer es bequemer haben möchte, kann das - Aufpreis 790 Euro - auch teilelektrisch erledigen lassen. Der Mini-Roadster ist die nunmehr sechste Variante dieser BMW-Tochtermarke, die siebte Version steht schon in Aussicht: Beim Genfer Salon Anfang März wird die Serienversion des Paceman enthüllt. Und auch dabei handelt es sich, wie könnte es anders sein, um ein sportliches Modell vom Typ "Männerspielzeug".
Gerhard Windpassinger
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