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22.09.2018, 09:17

Der T-Roc 2.0 TDI 4Motion im Fahrbericht

T-Roc: Hier wird der Golf zum SUV

Erinnert sich noch jemand an den Country Golf? 1990 war's, als VW den Golf II zu einem robust-hochgesetzten und allradgetriebenen Rustikus umgemodelt hat. Leider erwies sich der Country Golf als Flop, ganz offenkundig ist VW seiner Zeit schlicht voraus gewesen. Fast 30 Jahre später fahren die Wolfsburger wieder ein Golf-Derivat im Offroad-Stil vor, und in Zeiten der SUVs trifft es den Nerv der Kundschaft. Das Kraftfahrt-Bundesamt weist den T-Roc bereits als Spitzenreiter in seinem Segment aus. Wir haben uns den 2.0 TDI mit 150 PS starkem Zweiliter-Diesel näher angesehen.

VW T-Roc
VW T-Roc: Das Kompakt-SUV ist die derzeit trendigste Daseinsform des Golf.
© HerstellerZoomansicht

Wie er aussieht: Zweifellos schick und lifestylig, sachlich-kühl nach Art des Hauses VW, mit einem modischen Touch ins Coupéhafte. Mit 4,23 Metern Länge ist der Fünftürer nur unwesentlich kürzer geraten als der Golf. Wer Mut zur Farbe besitzt, kann sich bei der Konfiguration in den vielerlei Möglichkeiten der Bicolor-Optionen verlieren.

Wie er eingerichtet ist: Auch das Interieur wird auf Wunsch zum bunten Milieu. Die Sitze bieten tadellosen Komfort, der Anblick des volldigitalen Active Info Displays (500 Euro) und die glasklare Bildschirmdarstellung des benachbarten Touchscreens (20,3 Zentimeter Diagonale, "Composition Media" zu 440 Euro) ist ein Genuss, die Arbeit mit dem Infotainment funktioniert auch ohne IT-Vorbildung. Digitaler Radioempfang (DAB+) muss mit 245 Euro extra bezahlt werden, auch Sprachbedienung (220 Euro) wird in der Aufpreisliste als Einzelposten aufgeführt.

Nicht zum Vorteil des T-Roc muss man allerdings konstatieren, dass der Golf letztlich das wertigere Ambiente und die feineren Materialien bietet. Der T-Roc kommt da nicht ran, ersichtlich hat bei der Inneneinrichtung der Rotstift gewaltet. Von VW ist man eigentlich Besseres gewöhnt.

Wie viel Platz er hat: Was die räumlichen Verhältnisse betrifft, so lässt sich der T-Roc nichts vorwerfen. Es gibt durchdachte Ablagen, zu denen auch ein Fach unterm Beifahrersitz gehört, die coupéhafte Schräge der Dachlinie geht nicht zulasten der Kopffreiheit im Fond. Das Umklappen der asymmetrisch teilbaren und mit einer praktischen Durchreiche ausgestatteten Rücksitzlehne ergibt eine ebenen Ladefläche, der Kofferraum wächst so von 392 auf 1.237 Liter. Verschieben lässt sich die Rückbank aber nicht. Dass die Ladekante relativ hoch ausfällt, müssen SUV-Nutzer auch ganz allgemein verschmerzen, entschädigt werden sie durch die hinlänglich bekannten Vorzüge bequemen Einstiegs und guter Übersicht.

VW T-Roc
Lifestylig: Auch das Interieur wird auf Wunsch zum bunten Milieu.
© HerstellerZoomansicht

Was ihn antreibt: An den 2.0 TDI mit 110 kW/150 PS dürfen sich auch Diesel-Skeptiker wagen, SCR-Kat und AdBlue beseitigen hier die bösen Stickoxide. Im Augenblick erfährt er allerdings das Update auf WLTP und Euro 6d-Temp und wird daher erst in einigen Wochen wieder bestellbar sein. Der gleichsam aufgeweckte wie kräftige Selbstzünder steht dem T-Roc bestens, der Kunde erhält hier eine rundweg stimmige Kombination. Hinweghören muss man über eine gewisse akustische Präsenz. Und das 7-G-Doppelkupplungsgetriebe (1.950 Euro) ist an sich eine feine, da komfortable Sache, nur arbeitet es im T-Roc 2.0 TDI etwas nervös und trifft nicht immer den optimalen Schaltzeitpunkt.

Wie er sich fährt: Vorzüglich fällt das Fahrverhalten aus, auf der Langstrecke ebenso wie in der Stadt, wo sich der T-Roc als wendiger Partner gibt. Die verhältnismäßig straffe Abstimmung bietet Vorteile beim Sporteln, ansonsten empfiehlt es sich, die adaptive Fahrwerksregelung (1.045 Euro) auf "Comfort" zu stellen. Grundsätzlich wird der 150-PS-Diesel mit Allradantrieb "4Motion" und dessen Gelände-Modi kombiniert, schade, denn so mancher Kunde dürfte sich lieber ein paar Euro sparen und es bei Frontantrieb belassen.

Wie viel er verbraucht: Nach Norm 5,1, im Test 6,2 l/100 km. Ein ordentlicher Wert, der sich durch den Verzicht auf Allradantrieb aber noch weiter senken ließe.

Was er bietet: Die vielerlei Assistenzsysteme sind in übersichtlichen Optionspaketen zusammengefasst, hier fehlt es an nichts, vom energischen Spurhalteassistenten bis hin zum teilautonomen Fahren im Stau.

VW T-Roc
Helfer an Bord: Für den T-Roc sind vielerlei Assistenzsysteme bis hin zum teilautonomen Fahren im Stau verfügbar.
© Hersteller

Was er kostet: Die Verpflichtung der erwähnten elektronischen Helfer macht den T-Roc endgültig zur preislich ambitionierten Anschaffung. Als TDI SCR 4Motion ist er mindestens an die hochwertige "Style"-Ausstattung gebunden, macht per se und noch ohne DSG 29.875 Euro, schnell hat der Kunde da die 40.000-Euro-Schmerzschwelle geknackt.

Was wir meinen: Der T-Roc ist die wohl trendigste Daseinsform des Golf. Technisch kann er ebenso überzeugen wie in Sachen Fahrverhalten, der 150 PS starke Zweiliter-TDI ist eine stimmige Antriebsquelle. Bleibt als Manko der doch recht hohe Preis - zu Zeiten des seligen Country Golf hätte man sich solche Konditionen nicht träumen lassen.

Ulla Ellmer

Die Daten des VW T-Roc 2.0 TDI

Hubraum 1968 ccm, Zylinder 4, Leistung 110 kW/150 PS bei 3.500 - 4.000/min, max. Drehmoment 340 Nm bei 1.750 - 3.000/min, Spitze 200 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in 8,4 sec, Normverbrauch innerorts 5,6, außerorts 4,8, kombiniert 5,1 l D pro 100 km, Testverbrauch 6,2 l D/100 km, CO2-Emission 133 g/km, Schadstoffklasse Euro 6W, Energie-Effizienzklasse B, Länge 4,23 m, Breite 1,82 m, Höhe 1,57 m, Kofferraum 392 bis 1237 l, Leergewicht 1.530 kg, zulässiges Gesamtgewicht 2.040 kg, Zuladung 585 kg, Anhängelast 750 kg (ungebremst).7-G-Doppelkupplungsgetriebe, Allradantrieb. Versicherungs-Typklassen 16 (HP), 22 (TK), 20 (VK). Preis ab 31.825 Euro, mit manueller Sechsgangschaltung ab 29.875 Euro.

 

kicker

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