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07.09.2018, 13:39

Kleiner Crossover als 1.0 T-GDI im Fahrbericht

Kia Stonic: Der kleine Tiger zeigt die Zähne

Kia steckt die Tigernase auch ins breitgefächerte Angebot kleiner SUVs. Tigernase, so nennen die Koreaner die charakteristische Front ihrer Modelle, auch der Stonic fährt sie spazieren. Und er belehrt all jene eines Besseren, die beim Stichwort SUV "Groß! Schwer! Durstig!" aufschreien. Im Falle des Stonic 1.0 T-GDI 120 muss ein Einliter-Dreizylinder genügen. Ob er das tatsächlich tut, klärt ein Fahrbericht.

Kia Stonic
Crossover Kia Stonic: Kühlergrill in "Tigernasen"-Optik, sportive Silhouette, optionale Zweifarblackierung.
© Hersteller

Wie er aussieht: Von der Tigernase ist bereits die Rede gewesen. Überhaupt ist der 4,14 Meter lange Stonic ein sehr fescher Vertreter seiner Zunft. Mit seinen stimmigen Proportionen, der sportiven Silhouette und der optionalen Zweifarblackierung schickt er den konzerninternen Bruder Hyundai Kona in eine eher konservative Ecke.

Wie er eingerichtet ist: Auch das "Wohnzimmer" des Stonic hat Kia mit Hinblick auf das Stilbewusstsein lifestyleorientierter Kunden gestaltet. Okay, die Klopfprobe auf den verbauten Kunststoff erzeugt einen recht harten Ton und das griffige Multifunktionslenkrad ist ein bisschen überfrachtet mit Bedienelementen. Aber die farbigen Dekoelemente sehen ebenso schick aus wie der (serienmäßige) 7-Zoll-Touchscreen im Tablet-Stil. Weitere freundliche Seiten zeigt der Stonic in Gestalt bequemer Sitze und serienmäßiger USB- und AUX-Anschlüsse.

Wie viel Platz er hat: Die räumlichen Verhältnisse fallen erfreulich kommod aus, der Kofferraum erweist sich mit 352 bis 1.155 Litern als brauchbar dimensioniert, zweckmäßigerweise steht ein doppelter Ladeboden zur Verfügung. Eigentlich bleibt nur die verhältnismäßig hohe Ladekante zu bekritteln, wobei andere SUVs in dieser Beziehung aber auch nicht besser dastehen. Die asymmetrisch teilbare Rücksitzlehne ist ein werksseitig gewährtes Mitbringsel, ab zweiter Ausstattungsvariante "Vision" gibt es die praktische verschiebbare Mittelarmlehne mit Staufach.

Kia Stonic
Farbige Akzente: Auch im Innenraum gibt sich der Stonic modischer als sein Bruder Hyundai Kona.
© HerstellerZoomansicht

Was er leistet: Im Tank unseres Testwagens schwappte Benzin, es dient als Futter für den 1.0 T-GDI 120, einen Einliter-Dreizylinder mit 88 kW/120 PS, die allerdings erst bei 6.000 Touren anliegen und insofern durch engagierten Umgang mit der präzisen Sechsgangschaltung wachgekitzelt werden müssen. Ansonsten macht das Motörchen eine gute Figur, sein Dreizylinder-Tonfall hört sich nicht unangenehm an, es macht munter mobil und bleibt dabei schön kultiviert. In der Spitze werden 185 km/h erreicht, der Sprint von 0 auf 100 km/h erfolgt in 10,3 Sekunden.

Wie er sich fährt: Der Stonic teilt sich die Plattform mit dem Kia-Kleinwagen Rio. Die Fahrwerksabstimmung ist gelungen, Kopfsteinpflaster nimmt der kleine Crossover gelassen und ohne unangemessenes Rumpeln unter die Räder. Insgesamt ist der Stonic fahrtechnisch aber eher straff denn komfortabel ausgelegt. Das muss man mögen. Im Gegensatz zum Hyundai-Bruder Kona verzichtet er grundsätzlich auf Allradantrieb, dies spart zusätzliche Kilos und hilft, ein Idealgewicht von rund 1,2 Tonnen zu halten.

Was er verbraucht: Wie so oft wird auch im Falle des Stonic der Normverbrauch (5,0 l/100 km) verfehlt, als Testverbrauch hielten wir 7,1 l fest.

Was er bietet: Wo der Stonic tatsächlich punktet, ist die Disziplin "Ausstattung". Hier könnte sich mancher Premium-Konkurrent ein Scheibchen abschneiden. Schon das Basismodell "Edition 7" wird mit dem 7-Zoll-Display samt Bluetooth-Freisprechen, Smartphone-Integration via Apple CarPlay und Android Auto ausgeliefert, ferner mit RDS- und MPE-Radio, Klimaanlage sowie Leichtmetallfelgen. Beim zweiten Level "Vision" - ab 20.850 Euro - sind dann schon Sitzheizung, beheizbares Lederlenkrad, Klimaautomatik, Parksensoren, Abbiegelicht und 17-Zoll-Alus an Bord. Navi, DAB+-Radio, Rückfahrkamera oder Fahrhelfer wie Spurhalte- und Spurwechselassistent, Toter-Winkel- und Querverkehrswarner, Notbrems- oder Fernlichtassistent sowie Müdigkeitserkennung bündelt Kia in Paketen beziehungsweise stellt sie in den Topversionen serienmäßig bereit.

Kia Stonic
Antrieb über die Vorderräder: Anders als der Hyundai Kona verzichtet der Stonic grundsätzlich auf Allrad.
© HerstellerZoomansicht

Was er kostet: Ab 18.850 Euro, inklusive Siebenjahres-Hersteller- und Mobilitätsgarantie sowie Siebenjahres-Navikarten-Update.

Was wir meinen: SUV mit Dreizylinder? Der Kia Stonic zeigt, dass das prima funktionieren kann. Die ziemlich straffe Fahrwerksabstimmung könnte aber nicht jedermanns Sache sein, und auch die Option Allradantrieb werden vielleicht einige Kunden vermissen. Dafür überzeugen Preis, Ausstattung und nicht zuletzt die Siebenjahres-Garantie. Hier zeigt der Tiger so manchem Konkurrenten die Zähne.

Ulla Ellmer

Die Daten des Kia Stonic 1.0 T-GDI

Hubraum 999 ccm, Zylinder 3, Leistung 88 kW/120 PS bei 5.000 - 5.500/min, max. Drehmoment 172 Nm bei 1.500 - 4.000/min, Spitze 185 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in 10,3 sec, Normverbrauch innerorts 6,0, außerorts 4,5, kombiniert 5,0 l S pro 100 km, Testverbrauch 7,1 l S/100 km, CO2-Emission 115 g/km, Schadstoffklasse Euro 6d-Temp, Energie-Effizienzklasse B, Länge 4,14 m, Breite 1,76, Höhe 1,52 m, Kofferraum 352 bis 1.235 l, Leergewicht 1.185 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1.640 kg, Zuladung 435 kg, Tank 45 l, Anhängelast gebremst 1.110, ungebremst 450 kg. Manuelles Sechsganggetriebe, Frontantrieb. Versicherungs-Typklassen 18 (HP), 22 (TK), 21 (VK). Preis ab 18.850 Euro.

 

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