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24.07.2018, 18:33

Minivan als 1.5 i-VTEC im Fahrbericht

Wieviel Musik steckt im Honda Jazz?

Wenn es einen legitimen Nachfolger der ersten Mercedes A-Klasse gibt, dann heißt er Jazz und kommt von Honda. Der Jazz hat genau das zu bieten, weswegen die Urform der A-Klasse bei ihrem Abschied so betrauert wurde: Großzügiges Platzangebot und Variabilität bei kompakten Außenabmessungen - Minivan-Habitus mithin. Im Fahrbericht: Der 1.5 i-VTEC mit 130 PS starkem Benziner.

Honda Jazz
Honda Jazz: Der fünftürige Japaner ist ein kleiner Kompakter im Kleid eines Minivans.
© Hersteller

Wie er aussieht: Vor allem die Front mutet etwas arg kantig-wild an, das hat schon beinahe etwas toyota-eskes. Ansonsten pflegt der rund vier Meter lange, fünftürige Japaner nicht das übliche Kleinwagen-Design, sondern präsentiert sich eher als Minivan.

Wie er eingerichtet ist: Fahrer und Beifahrer blicken auf eine zwar aufgeräumte, aber recht hartplastikverbrämte Armaturentafel. Im Mittelpunkt steht ein Sieben-Zoll-Touchscreen, für In-/Umluft gibt es tatsächlich noch einen Schieberegler, und auch der Motorstart erfolgt klassisch via Zündschlüssel. Der Tacho liegt in einem tiefen Tubus, flankiert von zwei weiteren Rundinstrumenten. Speziell das "Dynamic"-Modell schmückt sich mit sportlich-orangefarbenen Akzenten auf Sitzpolstern, Lenkrad und Schaltknauf.

Honda Jazz Cockpit
Interieur: Der Armaturenträger ist nicht frei von Hartplastik. Die Rückfahrkamera gibt es serienmäßig.
© HerstellerZoomansicht

Wie viel Platz er hat: Der Jazz sieht nicht nur aus wie ein Minivan, er ist auch konzeptionell einer. Die geöffnete Heckklappe gibt den Blick auf eine angenehm niedrige Ladekante und einen schon per se großen Kofferraum frei. 354 Liter fasst er, das ist sogar mehr, als der neue und eine Fahrzeugklasse höher angesiedelte Ford Focus IV zu bieten hat. Aber es kommt noch besser: Ein System namens "Magic Seats" gestattet es, die Rücksitze wie Kinostühle nach vorne zu klappen. Auf diese Weise tut sich eine ungeahnte Transportkapazität auf, die sich durch Umlegen der Beifahrersitzlehne noch erweitern lässt und obendrein mit einer nahezu ebenen Ladefläche kombiniert wird. Lässig lädt der Jazz-Fahrer also vorm SB-Möbelhaus seine Beute ein, während der Kunde auf dem Parkplatz nebenan an den beschränkten Möglichkeiten seines schicken SUV-Coupes scheitert. Insgesamt tun sich im Honda bis zu 1.314 Liter Stauvolumen auf.

Die Variabilität des Jazz ist im Konkurrenzumfeld tatsächlich einzigartig. Und auch die Passagiere können nicht über Mangel an Platz klagen. Man steigt bequem ein, sitzt gleichermaßen gut wie hoch und hat selbst als Erwachsener im Fond erstaunlich viel Platz.

Honda Jazz Kofferraum
Einladend: Der Jazz ist eine gute Wahl für Kunden, die öfter was zu transportieren haben.
© HerstellerZoomansicht

Was ihn antreibt: Honda bietet für den Jazz zwei Benzinmotoren an. Die stärkere Lösung markiert der 130 PS leistende 1,5-l-Vierzylinder-Sauger im 1,5 i-VTEC. Wunderdinge sollte man sich von diesem Triebwerk nicht erwarten, das sich eines recht kernigen Arbeitsgeräusches befleißigt. Ja, es beschleunigt das 1,1-Tonnen-Leichtgewicht in ordentlichen 8,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h und verhilft ihm zu einer völlig ausreichenden Reisegeschwindigkeit von 190 km/h. Dass das schmale Drehmoment von 155 Nm erst bei 4.600 Touren anliegt, merkt man aber - im Drehzahlkeller tut sich nicht viel, man muss also eifrig schalten. Immerhin aber flutschen die sechs Gänge mühelos durch die Schaltkulisse und rasten präzise ein. Alternativ und gegen Aufpreis (1.300 Euro) gibt es ein CVT-Automatikgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad.

Wie er sich fährt: Unspektakulär, was in diesem Fall heißt, dass sich der Jazz ruhig und sicher bewegen lässt. Luft nach oben lässt der Japaner indes beim Fahrkomfort, da gibt es Mitbewerber, die holprigen Asphalt deutlich besser wegstecken.

Was er verbraucht: Das Datenblatt weist einen Verbrauchsschnitt von 5,9 l/100 km aus, im wirklichen Leben darf man durchaus mit etwas weniger rechnen, und bei besonders verhaltener Fahrweise ist der Jazz sogar unter vier Liter zu bringen.

Honda Jazz
Gut ausgestattet: Als 1,5 i-VTEC ist der Jazz nur in Verbindung mit dem Top-Level "Dynamic" zu haben.
© HerstellerZoomansicht

Was er bietet: Der Jazz 1,5 i-VTEC ist ausschließlich ans Toplevel "Dynamic" gebunden. Ihm fehlt es nicht an Ausstattung: Neben Klimaanlage, Tempomat, Sitzheizung, Verkehrszeichenerkennung, Bluetooth-Freisprechen und LED-Scheinwerfern ist sogar eine Rückfahrkamera serienmäßig. Außerdem das 7-Zoll-Touchscreen-Infotainment mit CD-Player und Internetradio.

Was er kostet: Ab 19.990 Euro.

Was wir meinen: Mit seinem Minivan-Konzept nimmt der Honda Jazz eine Sonderrolle im Segment der kleinen Kompakten ein. Seine räumliche Variabilität, zurückzuführen vor allem auf das flexible Sitzsystem, ist nahezu unschlagbar. Dass der Motor kein Aufreger ist und auch beim Fahrkomfort Abstriche zu machen sind, muss der Kunde verschmerzen. Der Preis erscheint auf den ersten Blick hoch, geht aber angesichts der umfangreichen Ausstattung in Ordnung. Es ist also durchaus Musik drin im Honda Jazz.

Ulla Ellmer

Die Daten des Honda Jazz 1.5 i-VTEC Dynamic

Hubraum 1498 ccm, Zylinder 4, Leistung 96 kW/130 PS bei 6.600/min, max. Drehmoment 155 Nm bei 4.600/min, Spitze 190 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in 8,7 sec, Normverbrauch innerorts 7,2, außerorts 5,1, kombiniert 5,9 l S pro 100 km, Testverbrauch 5,8 l S/100 km, CO2-Emission 133 g/km, Schadstoffklasse Euro 6, Energie-Effizienzklasse D, Länge 4,05 m, Breite 1,69 m ohne, 1,98 m mit Außenspiegeln, Höhe 1,55 m, Kofferraum 354 bis 1.314 l, Leergewicht 1.104 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1.605 kg, Zuladung 489 kg, Anhängelast gebremst 1.000, ungebremst 450 kg, Tank 40 l. Manuelles Sechsganggetriebe, Frontantrieb. Versicherungs-Typklassen 14 (HP), 22 (TK), 22 (VK). Preis ab 19.990 Euro.

 

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