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01.06.2018, 13:46

Skoda Octavia Combi, Opel Astra Sports Tourer, VW Golf Variant

Kompakte Kombis im Vergleich

Kombis aus dem Kompaktsegment wachsen zunehmend in die Mittelklasse hinein. Nicht nur beim Platzangebot und Stauraum, sondern auch in vielen anderen Disziplinen können sie punkten - insbesondere beim Preis und bei den Kosten. Im Test treten Skoda Octavia Combi, VW Golf Variant und Opel Astra Sports Tourer mit 150 PS starken Turbobenzinern an.

Skoda Octavia Combi, Opel Astra Sports Tourer, VW Golf Variant
Welcher ist der Beste? Skoda Octavia Combi, Opel Astra Sports Tourer, VW Golf Variant
© HerstellerZoomansicht

Was beim Kombi besonders zählt, ist das Raumangebot. In Sachen Gepäckabteil führt der Skoda Octavia Combi mit 610 bis 1.740 Liter bei der Kofferraumgröße knapp vor dem VW Golf Variant. Dessen Maximalwert verpasst der in der Außenlänge um zehn Zentimeter kürzere VW Golf Variant, der außen 4,57 Meter misst, um 120 Liter. Dahinter rangiert im Trio der Opel Astra Sports Tourer, der hinter der Heckklappe 540 Liter, nach Umklappen der (Aufpreis 340 Euro) dreigeteilten Rücksitzlehnen allerdings bis zu 1.630 Kilo unterbringt, das sind dann sogar zehn Liter mehr als beim Golf.

Stauraum ist nicht alles

Doch das Stauvolumen ist nicht alles. Die Zuladung ist beim Astra in der gefahrenen Version etwas höher. Sie liegt bei 560 Kilo, während sich die Kombiversionen von Octavia und Golf mit rund 520 Kilo begnügen. Für den Astra lässt sich eine elektrisch öffnende Heckklappe ordern. Auf eine der bekannt cleveren Skoda-Lösungen verweist der variable Ladeboden (für 190 Euro Aufpreis). Für längere Gegenstände bieten Octavia Combi und Golf Variant eine Durchlade-Luke.

Opel Astra Sports Tourer
Astra Sports Tourer: In Kombination mit dem Turbobenziner gibt es eine Rückfahrkamera serienmäßig.
© HerstellerZoomansicht

Im Innenraum haben Skoda und Astra die luftigsten Platzverhältnisse. Fondpassagiere müssen beim Golf Abstriche hinnehmen, die nicht nur durch die kürzere Außenlänge, sondern eher noch durch den kürzeren Radstand bedingt sind. Vorn gibt es bei allen Dreien keine Klagen, im Gegenteil, die Sitze sind bequem und langstreckentauglich. Für manchen Fahrer irritierend sind die vielen Tasten, auch am Lenkrad. Weniger gut geraten ist (ähnlich wie bei den anderen Kombis) die Übersichtlichkeit nach hinten, doch da schaffen die Opelaner in der Ausstattungsstufe "Innovation" Abhilfe, zumindest beim Rangieren. In Kombination mit dem Turbobenziner gibt es die Rückfahrkamera serienmäßig. Für 26.120 Euro ist der Astra-Kombi bei vergleichbarer Ausstattung immerhin rund 2.500 Euro günstiger als der Golf Variant.

Der Skoda Octavia Combi 1.5 TSI "Style" sortiert sich mit 27.330 Euro bei den Preisen in der Mitte des Trios ein. An Bord ist vieles, was man braucht - bis hin zum serienmäßigen Notbremsassistenten. Extras sind hier meist günstiger als beim Golf Variant 1.5 TSI ACT "Highline", dessen Preis mit 28.550 Euro auch insgesamt höher liegt.

Octavia Combi mit Adaptivfahrwerk

VW Golf Variant
VW Golf Variant: Wie der Octavia profitiert er vom neuen 1,5-Liter-Motor mit Zylinderabschaltung (ACT).
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Wie im Segment üblich, setzen alle drei Kontrahenten auf den Frontantrieb. Bei den Fahreigenschaften gibt sich der Octavia Combi dank Adaptivfahrwerk komfortabel und rollt geschmeidig ab. Wer will, kann ihn flott bewegen: Die Lenkung reagiert präzise und mit guter Rückmeldung, auf die Bremsen kann man sich auch verlassen. Die Antriebseinheit mit Sechsgangschaltung, wie bei den beiden anderen, gefällt durch ihre souveräne Arbeitsweise. Die Unterschiede zwischen den beiden Kombis von Skoda und VW sind hier wegen der gemeinsamen Motor-/ Getriebeeinheit marginal.

Unterschiede finden sich eher bei den Fahrleistungen und Verbrauchswerten. Da beschleunigt der Octavia Combi etwas besser als seine Rivalen bei ebenfalls nur geringfügig höherer Endgeschwindigkeit. Im genormten Mix sind sich die drei einig mit 5,1 l/100 km, entsprechend 116 g/km CO2-Ausstoß. Im Verkehrsalltag gibt es kaum Überraschungen, die Turbobenziner gönnen sich dann allerdings gut sieben Liter, am wenigsten schlucken noch der Golf (obwohl er etwas schwerer ist als die anderen) und der Octavia. Aber bei den Unterschieden der drei handelt es sich nur um Nuancen. Werte rund um neun Liter sind freilich bei sportlicher Fahrweise genauso drin wie knapp unter sechs Liter auf der Distanz. Solche Werte sind allerdings einer sparsamen und vorausschauenden Fahrt vorbehalten. Eine gute Alternative wäre freilich - neben dem Diesel - der Erdgas-Antrieb, der zum Beispiel beim Octavia in einem separaten Test perfekt funktionierte.

Zylinderabschaltung im Golf und Octavia

Golf und Octavia profitieren vom neuen 1,5-Liter-Motor mit Zylinderabschaltung (ACT). Die Technik läuft vom Fahrer unbemerkt ab. Doch lassen sich echte Verbrauchsvorteile nur schwer erkennen. Auffälliger ist da schon die harmonische Kraftentfaltung und der bemerkenswerte Durchzug aus niedrigen Touren. Lobenswert auch das Fahrwerk beim Golf. Ab 150 PS kommt serienmäßig die Mehrlenkerhinterachse (statt Verbundlenkerachse) zum Einbau. Wenn der Kunde dann noch die Adaptivdämpfer für 1.100 Euro dazu ordert, kann er ein besonderes geschmeidiges Abrollen selbst auf gröberen Fahrbahnverwerfungen genießen. Weitere Pluspunkte verzeichnet der Golf durch die ausgezeichnete Verarbeitung und die meisten Assistenzsysteme.

Skoda Octavia Combi
Octavia Combi: Für ihn Für spricht neben dem größten Stauraum und dem besten Fahrwerk das relativ günstige Preis-/Leistungsverhältnis
© HerstellerZoomansicht

Der 150-PS-Astra beschränkt sich auf 1,4 Liter Hubraum. Wegen des im Vergleich zu den beiden Kombis von Skoda und VW geringeren Leergewichts (von knapp über 1.300 Kilo) dürfte das kleine Defizit keine Rolle spielen. Trotzdem empfinden manche Fahrer die Leistungsentfaltung als ein bisschen zurückhaltender. Wer zügig vorankommen will, wird vielleicht bei Überholmanövern auf Landstraßen häufiger schalten müssen.

Der Name Sports Tourer hat die Opel-Leute wohl veranlasst, den Astra etwas straffer abzustimmen. Für die Kundschaft vermutlich kein Problem. Ein adaptives Fahrwerk könnte das ändern, wird aber nicht angeboten, sondern nur ein spezielles Gestänge an der Hinterachse (Aufpreis: 250 Euro). Damit fährt sich der Astra noch dynamischer und zackiger um Kurven. Die Lenkung arbeitet zielgenau, auch die Verzögerungswerte der Bremsen sind tadellos, nur könnten sie sich besser dosieren lassen.

Der Octavia hat die Nase vorn

Unter dem Strich hat der Skoda Octavia Combi 1.5 TSI ACT in diesem Vergleich die Nase knapp vorn. Für ihn spricht neben dem größten Stauraum und dem besten Fahrwerk das relativ günstige Preis-/Leistungsverhältnis - auch wenn auf den ersten Blick der Opel Astra Sports Tourer 1.4 DI Turbo den niedrigeren Preiseinstieg verzeichnet.

Preiswerte Alternativen

Preiswerte Alternativen unter den kompakten Kombis mit starken Benzinern bieten sich schon unter 20.000 Euro. Und dabei müssen noch nicht mal größere Abstriche gemacht werden. Beispiel: Fiat Tipo Kombi. Mit 4,59 Metern Länge rangiert er am oberen Rand der Kompaktklasse; 2,64 Meter Radstand sorgen für Platz im Fond. Ins Gepäckabteil des Lademeisters passen 550 bis 1.650 Liter.

Fiat Tipo Kombi
Günstiger Kombi: Der 4,59 Meter lange Fiat Tipo Kombi ist ein echter Lademeister und schon ab 18.690 Euro zu haben.
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Der Tipo Kombi kostet, angetrieben vom stärksten Turbobenziner, dem 1.4 T-Jet mit 88 kW/120 PS, 18.690 Euro. Im genormten Mix wird er mit 6,0 l/100 km (139 g/km Co2) angegeben. Serienmäßig hat er ein Sechsganggetriebe, optional gibt es eine technisch allerdings in die Jahre gekommene Sechsstufen-Wandler-Automatik. Dank niedrigem Leergewicht sind die Fahrleistungen überraschend gut. Im Test hinterlässt der recht komfortabel ausgelegte Fiat einen positiven Eindruck, nicht zuletzt dank des mit speziellen Dämpfern ausgerüsteten Fahrwerks.

Ingo Reuss

Die Kombis in Kürze:

Skoda Octavia Combi 1.5 TSI ACT "Style", 27.330 Euro, 110 kW/150 PS, Verbrauch im Test: 7,3 l/100 km, 610 bis 1.740 l Gepäckraum, Einstiegsmodell der Baureihe: 18.550 Euro

Opel Astra Sports Tourer 1.4 DI Turbo "Innovation", 26.120 Euro, 110 kW/150 PS, Verbrauch im Test: 7,5 l/100 km, 540 bis 1.630 l Gepäckraum, Einstiegsmodell der Baureihe: 18.550 Euro

Golf Variant 1.5 TSI ACT "Highline", 28.550 Euro, 110 kW/150 PS, Verbrauch im Test: 7,2 l/100 km, 605 bis 1.620 l Gepäckraum, Einstiegsmodell der Baureihe: 21.850 Euro

 

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