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28.02.2018, 19:13

Crossover mit 1,2-l-Dreizylinder im Fahrbericht

Opel Crossland X: Außen SUV, innen Minivan

Beim Crossland X ist der Name Programm. Cross - das deutet schon darauf hin, was dieser Opel ist - eine Kreuzung, konkret aus einem Minivan und einem Kompakt-SUV. Dabei bedient sich der Crossland X des Erbguts des Peugeot 2008 aus dem Stall der neuen Opel-Mutter PSA.

Opel Crossland X
Opel Crossland X: Der 4,21 Meter lange Crossover tritt die Nachfolge des Meriva an. Allradgetrieben gibt es ihn nicht.
© Hersteller

Wie er aussieht: Vorgänger des Crossland X im Opel-Programm ist der selige Meriva. Daher rührt das Minivan-Vermächtnis. Der neue, 4,21 Meter lange Crossover tritt freilich ganz anders auf. Die Optik weist in Richtung SUV, garniert mit lifestyliger Optik wie der schicken Zweifarblackierung, und wirkt dabei charmanter als die des hausinternen, deutlich bulligeren Konkurrenten Mokka.

Wie er eingerichtet ist: Nichts gemahnt im Fahrgastbereich an das iCockpit des französischen Bruders Peugeot 2008. Das Ambiente atmet unverkennbar Opel, vom unkompliziert zu bedienenden Infotainment mit Onstar-Telematikdiensten und WLAN-Hotspot (der in den besseren Varianten serienmäßig ist und sich ansonsten als Option ordern lässt) bis hin zu den exzellenten, rückenfreundlichen AGR-Sitzen, die je nach Ausstattungslevel 685 oder 735 Euro Aufpreis kosten bzw. im Topmodell "Ultimate" ab Werk installiert sind. Trotzdem taten wir uns etwas schwer, innen gut Freund mit dem Crossland X zu werden und die optimale Sitzposition zu finden, wirklich gelingen wollte das nicht.

Wie viel Platz er hat: Vom Minivan-Erbe kommt der Hang zum Praktischen. Tatsächlich sind auch kleinere Familien gut beraten mit dem Crossland X, es gibt ordentlich Platz und einen mit 410 bis 1255 Litern Fassungsvermögen recht brauchbar dimensionierten Kofferraum. Empfehlenswert ist die Funktions-Ausstattung (ab 400 Euro), die unter anderem verschiebbare Rücksitze mit neigungsverstellbaren Lehnen und einen zweifach höhenverstellbaren Gepäckraumboden vorsieht.

Opel Crossland X
Motorisiert mit dem Top-Benziner: Der Dreizylinder-Turbo mit 1,2 Litern Hubraum leistet 130 PS.
© HerstellerZoomansicht

Was er leistet: Unter der Motorhaube unseres Testwagens war der Top-Benziner für den Crossland X verbaut, ein Turbo-Direkteinspritzer mit 1,2 Litern Hubraum und 130 PS. Er kostet nur rund 450 Euro mehr als das kleinere 110-PS-Triebwerk, eine Mehrinvestition, die sich lohnt, schon allein des Sechsganggetriebes wegen, das hier anstelle der Fünfgangschaltung zum Einsatz gelangt. Automatik ist nicht verfügbar. Sein Tun begleitet der Dreizylinder mit typisch brummelnden, aber nicht unangenehmen Sound. Der Crossland X 1.2 hängt gut am Gas, dreht quirlig hoch und lässt es auch nicht an Durchzugsstärke fehlen, was hyperaktive Betätigung der im Übrigen präzisen Schaltung erspart.

Wie er sich fährt: Bei der Fahrwerksabstimmung haben die Ingenieure ihr Augenmerk nachfühlbar auf Komfort gerichtet, Straßenschäden werden also sanftmütig verarbeitet. Ein Sportler ist der Crossland X nicht, soll er auch nicht sein, und doch empfanden wir ihn als etwas sperrig im Umgang, leichtfüßig fühlt sich jedenfalls anders an. Hinweis für alle, die einen Crossover schon mal im Gelände verorten: Allradantrieb gibt es nicht.

Was er verbraucht: In der Praxis sogar weniger als auf dem Papier. Dort ist ein Norm-Mix von 5,1 Litern Super pro 100 km vermerkt, auf der Straße genehmigte sich der Crossland X im Schnitt 4,7 l/100 km.

Was er bietet: Gegen entsprechendes Salär bringt der Crossland X die üblichen Assistenzsysteme mit, Frontkollisionswarner und Müdigkeitserkennung etwa oder den - etwas nervösen und daher mitunter nervenden - Spurassistenten. Sinnvolle Details aus der Aufpreisliste sind das Head-up-Display (300 Euro) und die 180-Grad-Rückfahrkamera (310 Euro). Der 130-PS-Dreizylinder kann nicht in Verbindung mit der Basisausstattung Selection geordert werden, was aber kein Schaden ist, denn auch wenn Verkehrsschildererkennung, Tempomat und Radio beim Kassenmodell schon zum Lieferumfang gehören, so mag doch kaum ein Kunde auf die Klimaanlage verzichten, die beim Selection mit 1.140 Euro zu bezahlen ist, beim nächsthöheren Level Edition aber bereits mitgeliefert wird.

Opel Crossland X innen
Das Ambiente atmet unverkennbar Opel, vom Infotainment bis hin zu den rückenfreundlichen AGR-Sitzen.
© HerstellerZoomansicht

Was er kostet: Der Einstieg beim 1.2 Injetion Turbo mit 130 PS erfolgt also mit dem Editions-Modell und ab 21.320 Euro. Das ist ein fairer Preis, da IntelliLin-Radio, Klimatisierung, OnStar und Aluräder bereits inbegriffen sind. Ab Innovation (22.300 Euro) gibt es dann schon mehr (z. B. Zweizonen-Klimaautomatik), und das Topmodell Ultimate (ab 27.270 Euro) ist vom farblich kontrastierenden Dach übers Head-up-Display bis hin zu beheizbarem Lenkrad und Navi weitestgehend komplett ausgestattet.

Was wir meinen: Der im verkaufsträchtigen Segment der Mini-Crossover angesiedelte Crossland X ist eine ebenso erfrischende wie wichtige Ergänzung für das Opel-Programm. Weniger gut gefielen uns das etwas sperrige Fahrverhalten und die subjektiv als ungünstig empfundene Sitzposition. Unter den Pluspunkten sind dagegen der faire Preis, der muntere und sparsame Motor sowie die vom Minivan adaptierten praktischen Details zu verbuchen.

Ulla Ellmer

Die Daten des Opel Crossland X 1.2 Direct Injection Turbo

Hubraum 1199 ccm, Zylinder 3, Leistung 96 kW/130 PS bei 5.500/min, max. Drehmoment 400 Nm bei 1.750/min, Spitze 206 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in 9,1 sec, Normverbrauch innerorts 5,9, außerorts 4,7, kombiniert 5,1 l S pro 100 km, Testverbrauch 4,7 l S/100 km, CO2-Emission 116 g/km, Schadstoffklasse Euro 6, Energie-Effizienzklasse B, Länge 4,21 m, Breite 1,77 m ohne, 1,98 m mit Außenspiegeln, Höhe 1,61 m, Kofferraum 410 bis 1255 l, Leergewicht 1.274 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1.790 kg, Zuladung 516 kg, Anhängelast gebremst 840 kg, ungebremst 620 kg. 6-G-Schaltung, Frontantrieb. Versicherungs-Typklassen 17 (HP), 17 (TK), 20 (VK). Preis ab 21.320 Euro

 

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