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29.01.2018, 09:13

Kia Rio gegen Ford Fiesta und Seat Ibiza

Drei Kleine mit Dreizylinder im Vergleich

Bei den Kleinwagen mit Benzinmotoren läuft es weiter rund. Unbeeindruckt von der Dieseldiskussion können sie sogar Verkaufszuwächse verzeichnen, nicht zuletzt durch neue Modelle. Der Kia Rio 1.0 T-GDI trifft, auch noch recht frisch auf dem Markt, auf die Mitte letzten Jahres komplett erneuerte Generation des Ford Fiesta, in dieser Gegenüberstellung mit dem 1.0 Ecoboost motorisiert, und dem Seat Ibiza mit 1.0 ECO TSI. Alle drei setzen auf Dreizylinder-Turbobenziner.

Kia Rio
Kia Rio: Wie seine beiden Kontrahenten ist auch der Koreaner mit einem aufgeladenen Einliter-Dreizylinder ausgerüstet.
© HerstellerZoomansicht

Kia macht mit seinen jüngsten Schöpfungen einen Sprung nach vorn, so auch mit dem Rio, da sind sich nicht nur die Fachleute einig, sondern auch die Käufer. Jetzt fragt sich, ob die Gegner mit den ganz neuen Modellen Fiesta und Ibiza dagegenhalten oder sogar überholen können.

Der Rio ist, wie seine Kontrahenten im Test, mit einem aufgeladenen Einliter-Dreizylinder ausgerüstet. Er leistet - gleich stark oder sehr dicht an den beiden anderen - 74 kW/100 PS und 172 Newtonmeter Drehmoment. Damit beschleunigt der Koreaner in 10,5 Sekunden von Null auf Tempo 100 und läuft in der Spitze 186 km/h. Im Sprint liegt er knapp vor dem Fiesta (11,5 s) und gleichauf mit dem Ibiza. In der Höchstgeschwindigkeit sind die Unterschiede marginal. An Sprit konsumiert der Rio laut genormtem Mix 4,5 l/100 km Super, womit er mit geringem Abstand die mittlere Position zwischen den Testkandidaten belegt. In der Praxis waren es 6,3 Liter, bei sehr zurückhaltender Fahrweise darf es auch mal ein Liter weniger auf der Distanz sein.

Der Rio, mit 4,07 Meter um ein Haar längster des Trios, erweist sich im Alltag als erstaunlich agil, sogar mit einem Sportlichkeit. Vor allem bei schnellen Richtungswechseln ist er in seinem Element, lenkt sich präzise und auch die Bremsen packen anständig zu. Im Gesamteindruck schneidet der Kia richtig gut ab, wirkt etwas solider als der Ford, zeigt kaum Schwächen. Okay, bei Rangier-manövern würde sich mancher über einen kleineren Wendekreis (11,3 m) freuen. Und für den Fahrkomfort sind offenbar die 17-Zoll-Räder, mit denen der Rio im Test ausgerüstet war, nicht ideal. So vermag er beladen Unebenheiten nicht so gut wegzustecken wie es Fiesta und Ibiza tun. Zu stärkeren Abrollgeräuschen tragen die breiten Reifen bei. Das fällt wohl eher auf, weil der Dreizylinder akustisch kaum wahrnehmbar arbeitet.

Kia Rio Innenraum
Kia Rio im Innenraum: Mit der Bedienung findet sich der Fahrer sofort zurecht.
© HerstellerZoomansicht

Gediegener Eindruck und viele Staufächer

Innen bietet der Rio auf allen Plätzen genug Platz. Mit der Bedienung findet sich der Fahrer sofort zurecht, die Instrumente sind klar ablesbar. Auch Tasten und Drehknöpfe, darunter die beiden am sieben Zoll großen, scharfen Touchscreen, sind stimmig angeordnet. Die Armaturentafel vermittelt einen gediegenen Eindruck, zumal für dieses Segment. Staufächer kommen auch nicht zu kurz. Ins Gepäckabteil passen 325 Liter bis 980 Liter, das ist mehr als im Fiesta (292 bis 1.093 l) und weniger als beim Ibiza (355 bis 1.165 l).

Nicht zuletzt bei der serienmäßigen Ausstattung und bei der Sieben-Jahres-Garantie kann der Rio punkten. In der von uns gefahrenen Stufe "Spirit" für 18.590 Euro sind zum Beispiel neben beheizbaren Sitzen Rückfahrkamera und City-Notbremsassistent an Bord. Und fast feudal, weil sonst häufig nur für die Reichen in den gehobenen Fahrzeugklassen zu bekommen: Das Lenkrad wärmt an kalten Tagen die Hände.

Ford, die tun was

Deutlich reifer präsentiert sich auch der Ford Fiesta in seiner neuesten Auflage. Erwachsener wird er außerdem in seinen Abmessungen, in der Länge sind es sieben Zentimeter mehr gegenüber seinem Vorgänger. Dadurch wächst vor allem das Platzangebot im Fond. Die Heckpartie ist kantiger und auch übersichtlicher gezeichnet, aber der Kofferraum fällt im Verhältnis zu seinen Gegnern noch immer bescheiden aus.

Ford Fiesta
Ford Fiesta: Als einziger des Trios verfügt er über ein Sechsgang- statt eines Fünfganggetriebes.
© HerstellerZoomansicht

Das Cockpit ist kaum wiederzuerkennen: wertiger, übersichtlicher, solider. Optisch fällt das Infotainment-System Sync3 (für 450 Euro) mit Acht-Zoll-Touchscreen ins Auge. Zu den Vorzügen zählen scharfe Abbildungen, einfache Smartphone-Anbindung, funktionierende Sprachsteuerung und Notrufassistent. Viele Wünsche können bei den Fahrerassistenten erfüllt werden, darunter der Totwinkelwarner, Notbrems-Assistent und selbst das eigenständige Ein- und Ausparken geht. Serienmäßig ist zum Beispiel immer die aktive Spurhaltung, zudem Parkpiepser und Rückfahrkamera wie bei den beiden Wettbewerbern.

Nur der Fiesta kommt mit Sechsganggetriebe

Der Dreizylinder macht seine Sache gut, insbesondere hinsichtlich Laufkultur und günstigen Verbrauchswerten (knapp sechs Liter im Test). Als einziger im Trio verfügt der Fiesta über ein Sechsganggetriebe (sonst: Fünfgang), das lang übersetzt ist. Das ist wohl auch der Grund dafür, dass er im Durchzug etwas müde wirkt und deshalb über das präzise Getriebe öfters geschaltet werden muss.

Ford Fiesta Cockpit
Im Vergleich zum Vorgänger kaum wiederzuerkennen: Das Fiesta-Cockpit wirkt solide und hochwertig.
© HerstellerZoomansicht

Mehr Dynamik als der Einlitermotor (1.0 Ecoboost, den es alternativ mit 125 und 140 PS gibt) vermittelt das bestens abgestimmte Fahrwerk. Praktisch alle üblichen Straßenschäden filtert der Fiesta gekonnt weg und verschont seine Insassen vor Belästigungen. Vom Sänftencharakter ist er weit entfernt, den Komfort erkauft sich der Ford nicht mit zu weicher Abstimmung. Tatsächlich steckt in ihm ein kleiner Kurvenkünstler mit präziser und direkt reagierender Lenkung. Auch Spurwechsel- und Bremsprüfungen können ihm nichts anhaben. Für den Fiesta 1.0 Ecoboost mit 100 PS verlangt Ford in der gut ausgestatteten Titanium-Ausführung 18.950 Euro.

Souveräner Seat Ibiza

Seat Ibiza
Seat Ibiza: Im Rahmen der Gegenüberstellung erwies er sich als der ausgewogenste der Drei.
© HerstellerZoomansicht

Bei allen Qualitäten von Fiesta und Rio in manchen Disziplinen - der Ibiza ist der ausgewogenste der dDei. In Sachen Agilität und Fahrspaß steht er mit dem Fiesta auf einer Stufe. Der Dreizylinder mit 70 kW/95 PS (fünf PS weniger als die Konkurrenz, aber im Drehmoment der beste) zieht ordentlich durch und ist sparsam, speziell im Fahralltag mit 6,2 l/100 km. Er arbeitet leise, nur bei vollem Leistungsabruf etwas kernig. Die Schaltung ebenfalls tadellos. Auffällig das insgesamt niedrige Geräuschniveau des Autos. Zu den weiteren Pluspunkten gehören die gut geformten Sitze, aber auch das Platzangebot, besonders im Fond, und der im Vergleich größte Gepäckraum (355 bis 1.165 l). Man ahnt es schon: Das alles sind Vorteile, die neue Polo basiert.

Richtig gut sind Fahrwerk und Lenkung. Geschmeidig steckt der Ibiza alle Unebenheiten weg. Besser kann man einen Kleinwagen kaum abstimmen. Kurven durcheilt er nicht nur schnell, sondern auch komfortabel und sicher. Zum guten Gesamteindruck trägt nicht zuletzt die feinfühlige Lenkung bei. Mit nur wenig über 1.100 Kilo Leergewicht ist er auch der leichteste im Trio.

Ibiza: Punktet mit günstigem Preis

Seat Ibiza Cockpit
Seat Ibiza innen: Das übersichtliche Cockpit wird vom 8,5-Zoll-Touchscreen geprägt.
© HerstellerZoomansicht

Das übersichtliche Cockpit wird geprägt vom 8,5 Zoll großen Touchscreen. Da und dort könnte das Material hochwertiger sein. Aber irgendwo muss man das in Relation zum günstigen Preis sehen. Seat ruft für den Ibiza 1.0 Eco TSI "Style" günstige 17.190 Euro auf; in der besseren Ausstattung "Xcellence" 18.790 Euro. Die üblichen Assistenzsysteme sind beim Ibiza immer an Bord, darunter die aktive Notbremse und - Alleinstellungsmerkmal im Trio - Voll-LED-Scheinwerfer, zudem gibt es optional einen Adaptivtempomat.

Ingo Reuss

 

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