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08.01.2018, 16:26

Der Micro-Crossover mit Allradantrieb im Fahrbericht

Suzuki hat das SUV geschrumpft

SUVs sind die Fahrzeuggattung der Stunde, und das über alle Klassen hinweg. Es gibt sie im XXL-Format, aber auch in Size Zero. Ein Vertreter dieser Micro-Fraktion ist der Suzuki Ignis, der ganz und gar nicht als Schaf im Wolfspelz agiert. Dank Allradantrieb kommt der Kleine nämlich auch dort klar, wo andere kapitulieren müssen.

Suzuki Ignis
So klein und schon ein SUV: Der 3,70 Meter kurze Suzuki Ignis Allgrip verdient diese Bezeichnung, denn er ist mit Allrad unterwegs.
© Hersteller

Wie er aussieht: Suzuki hat das SUV auf ein SÜVchen geschrumpft: Optisch kehrt der Ignis den Geländewagen raus, ist aber nur 3,70 Meter kurz und mit maximal 945 Kilo ein Federgewicht. "Micro-SUV" nennen die Japaner dieses Konzept, das durchaus sympathisch wirkt, denn mit seinen großen LED-Scheinwerfern, der kleidsamen Dachschräge und den drei Deko-Sicken in der C-Säule ist der Ignis weit eher nettes Kumpelchen als martialischer Offroader.

Wie er eingerichtet ist: Die Farben Schwarz und Weiß prägen die Innenraumgestaltung, aufgelockert von orange- oder titanfarbenen Dekoelementen. Je nach Ausstattung thront ein schicker Touchscreen im Tabletstil auf dem Armaturenträger, die heutzutage unerlässliche Anbindung des Smartphones klappt perfekt und sogar eine Rückfahrkamera ist verfügbar.

Suzuki Ignis Innenraum
Das sieht modern aus: "Wohnzimmer" mit orange- und titanfarbenen Akzenten plus Touchscreen.
© HerstellerZoomansicht

Wie viel Platz er hat: Für einen Kleinstwagen schlägt sich der Ignis gar nicht übel in der Disziplin Raumangebot. Die großzügige Bodenfreiheit von 18 Zentimetern bewirkt eine angenehm hohe Sitzposition, von den kurzen Überhängen profitieren die Passagiere, was ihre Beinfreiheit betrifft. Die Fondbank bietet zwei Sitzgelegenheiten, der Ignis ist also ein Viersitzer. Praktischerweise lässt sich die Rücksitzbank außerdem verschieben, was das Ladevolumen des mit 267 Litern brauchbar dimensionierten Kofferraums (knappe 204 Liter beim Allrad-Ignis) sinnvoll erweitert.

Was er leistet: Der 90 PS starke 1,2-l-Benziner muss sich an dem leichtgewichtigen Japaner nicht abarbeiten, es treibt ihn recht ordentlich an, erreicht sein bescheidenes Drehmoment von 120 Nm aber erst bei hohen 4.400 Touren, was ambitionierten Umgang mit der Fünfgangschaltung erfordert. Zudem gelangen die Insassen zur akustischen Erkenntnis, dass sich auch ein Vierzylinder so kernig wie sonst eher ein "Dreiender" anhören kann. Das Maschinchen lässt sich mit dem SHVS-Mildhybridsystem auf sparsamer trimmen, das über integrierten Startergenerator, Elektromotor und Lithium-Ionen-Akku verfügt, dem Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen unter die Arme greift und rekuperiert. Allerdings gibt es die SHVS-Option nur für den Fronttriebler, nicht aber fürs Allradmodell.

Wie er sich fährt: Anders als andere SUVs respektive Crossover, die ihre robuste Optik nur des Showeffekts wegen zu Markte tragen, beweist der Ignis echte Durchsetzungsfähigkeit auf forderndem Untergrund. Zum einen ist er - wie bereits erwähnt - mit 18 Zentimetern Bodenfreiheit versehen, vor allem aber lässt er sich optional (1.500 Euro) mit Allradantrieb ("Allgrip") und Visko-Kupplung ausstatten, ein Paket, zu dem auch Bergan- und -abfahrhilfe sowie eine zusätzliche Grip-Control-Funktion gehören. Wird's kritisch mit der Traktion, schaltet sich helfend die Hinterachse mit ein. Das kann sonst kaum einer in dieser Klasse. Allerdings ist der Ignis fahrtechnisch auch grundsätzlich ein kerniges Kerlchen. Über Kopfsteinpflaster rattert er recht rüde hinweg, hier würden sich die durchgerüttelten Insassen schon einen gnädigen Tick mehr Komfort wünschen. Über jeden Zweifel erhaben ist aber die Citytauglichkeit, hier erweist sich die wieselflinke Wendigkeit als echter Vorteil.

Suzuki Ignis
Entscheidungssache: Wer Allrad will, bekommt nicht gleichzeitig das SHVS-Mildhybridsystem.
© HerstellerZoomansicht

Was er verbraucht: Unser Allrad-Ignis (ohne SHVS-Mildhybridsystem) genehmigte sich laut Norm 5,0 Liter Super im Mix, in der Praxis stieg der Wert - 5,5 Liter - gar nicht mal um so viel an.

Was er bietet: Als Basismodell "Basic" nur das Allernotwendigste. Klimaanlage, elektrische Fensterheber, farbige Dekoelemente innen und CD-Radio inklusive Blueooth-Freisprechen gibt es erst ab "Club"-Niveau. Die Karte Allradantrieb lässt sich erst ab zweithöchstem Level "Comfort" ziehen, das bereits Sitzheizung, DAB-Audiosystem, Rückfahrkamera und beheizbare Außenspiegel umfasst. Top-Ignis ist der "Comfort+", u.a. mit Tempomat, Navi, Keyless-Start, LED-Scheinwerfern, aktiver Bremsunterstützung, Müdigkeitserkennung und einem etwas penetranten Spurhaltesystem. Das automatisierte 5-G-Schaltgetriebe AGS ist nicht in Kombination mit Hybrid oder Allradantrieb zu haben.

Was er kostet: Als "Basic" ab 12.740 Euro, als "Comfort" mit Allradantrieb ab 16.190 Euro.

Was wir meinen: Als schickes Micro-SUV mit allradbedingtem Gelände-Talent ist der Ignis eine echte Überraschung. Kleine Schwächen verzeiht man ihm gern. Auch der günstige Preis macht Suzukis SÜVchen sympathisch.

Ulla Ellmer

Die Daten des Suzuki Ignis 1.2 Dualjet Allgrip

Hubraum 1242 ccm, Zylinder 4, Leistung 66 kW/90 PS bei 6.000/min, max. Drehmoment 120 Nm bei 4.400/min, Spitze 165 km/h, Beschleunigung 0 auf 100 km/h in ,11,9 sec, Normverbrauch innerorts 5,9, außerorts 4,5, kombiniert 5,0 l S pro 100 km, Testverbrauch 5,5 l S/100 km, CO2-Emission 114 g/km, Schadstoffklasse Euro 6, Energie-Effizienzklasse D, Länge 3,70 m, Breite 1,46 m, Höhe 1,60 m, Kofferraum 204 bis 1.086 l, Leergewicht 945 kg, zulässiges Gesamtgewicht 1.330 kg, Anhängelast gebremst 1.000 kg, ungebremst 400 kg. Manuelles 5-G-Getriebe, Allradantrieb. Versicherungs-Typklassen 15 (HP), 17 (TK), 24 (VK). Preis ab 16.190 Euro

 

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