Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
18.07.2017, 16:27

Business-Limousinen im Vergleich

BMW 520d gegen Mercedes E 220 d und Volvo S 90 D4

Mit dem neuen Fünfer meldet sich BMW zurück auf der Überholspur. Die Konkurrenz schläft freilich nicht. Die beiden Gegner in diesem Vergleich heißen Mercedes E-Klasse und Volvo S90. In der neuesten Generation hat man bei ihnen ebenfalls vieles verbessert und an den Qualitäten gefeilt. Unter der Motorhaube arbeiten jeweils 190 PS (vier PS mehr sind es im E 220d) starke Zweiliter-Turbodiesel im Zusammenspiel mit Automatikgetriebe. Die drei Selbstzünder, welche die Abgasnorm Euro 6 erfüllen, stehen trotz der allgemeinen Abgaskritik bei den Vielfahrern hoch im Kurs. Da zählen vor allem geringe Betriebskosten bei gleichzeitig guten Fahrleistungen.

BMW 520d
BMW 520d: Bei der Fahrdynamik macht ihm so schnell keiner was vor.
© HerstellerZoomansicht

Im Segment der Business-Limousinen sind ein großes Platzangebot und guter Fahrkomfort gleichermaßen gefragt. In den jüngsten Generationen kommen noch die dynamischen Talente dazu, die vor allem von BMW schon früh gefördert wurden. Inzwischen haben auch Mercedes & Co gelernt, dass größere Limousinen heute nicht mehr vom Chauffeur, sondern mit viel Fahrspaß immer häufiger vom Besitzer selbst gefahren werden. Umgekehrt haben die Bayern verstanden, an den Schwächen zu arbeiten: Der neue Fünfer bietet mehr Platz im Innenraum, komfortablere Federung und niedrigeres Geräuschniveau. Auf Stärken wie Agilität und Vernetzung plus Infotainment verstanden sie sich schon früher.

Business-Class-Feeling im 5er

Zu den Fakten: Der Volvo S 90 ist mit 4,96 Meter der längste, aber entscheidend für das Raumangebot ist der Radstand. Hier schießt BMW mit 2,98 Meter den Vogel ab. Zwischen den Achsen bringt das vier Zentimeter mehr als bei den Konkurrenten, nicht allzu viel, aber durchaus spürbar. Vorn und im Fond kommt im 5er echtes Business-Class-Feeling auf. Angenehm: Die Vordersitze lassen sich besonders weit verstellen. Zudem sind gegen 2.290 Euro Aufpreis die formidablen Komfortsitze ihr Geld wert. Ins Gepäckabteil passen zwischen 500 Liter (S 90) und 540 Liter (E 220 d); beim Fünfer sind es 530 Liter.

Für den neuen Bayern spricht auch die einfache Bedienung. Gestensteuerung kombiniert mit Touchscreen, Spracheingabe und iDrive "Dreh-Drück-Steller" sind vorbildlich. Getoppt wird das Ganze durch eine logische Menüstruktur. Auch bei der E-Klasse gibt es viele Verbesserungen, zum Beispiel der exzellent scharfe Bildschirm. Doch die Menüstruktur ist auf zwei Eingabeoberflächen unterteilt und es bleiben noch relativ viele Schalter und Tasten. Im S 90 hält ein großer Touchscreen in Tablet-Optik Einzug. Für Neueinsteiger lassen sich aber einzelne Menüpunkte nicht so schnell finden.

Volvo S90 D4
Volvo S90 D4: Unter den drei Vergleichskandidaten bietet er die beste serienmäßige Sicherheitsausstattung.
© HerstellerZoomansicht

Volvo mit viel serienmäßiger Sicherheit

Die beste serienmäßige Sicherheitsausstattung findet sich beim Volvo. An Bord sind immer der "IntelliSafe"-Assistent mit Abstandsregelung, Stauassistent, aktiver Spurhaltung, Befähigung zum teilautonomen Fahren sowie Querverkehr-/Kreuzungsassistent und Verkehrszeichenerkennung inklusive automatischer Tempoanpassung. Alles Features, die auch die beiden anderen bieten, aber einiges davon eben nur gegen Mehrpreis.

In der Antriebswertung liegen BMW und Mercedes vorn. Die Achtstufen-Automatik im 520d passt ausgezeichnet zum Charakter des 190 PS-Turbodiesels. Auch akustisch bleibt der laufruhige Vierzylinder immer im Hintergrund. Nicht ganz so dezent und leise arbeitet der Mercedes in manchen Drehzahlbereichen, die Neunstufenautomatik (einzige im Test) könnte die Gänge manchmal noch treffsicherer sortieren. Neben dem Sechsgangschalter wird der S 90 mit Automatik geliefert. Die Arbeit des Selbstzünders hört man vor allem im Stand vernehmlicher.

Wer gewinnt die Spritwertung?

Was vor allem zählt, ist aber der Umgang mit dem Sprit: Den geringsten Praxisverbrauch zeigt der 520d mit 5,7 l/100 km, nicht zuletzt aufgrund des niedrigsten Leergewichts (1.560 Kilo) der drei Kandidaten. Es folgt der E 220 d mit sechs Litern auf der Distanz und der S 90 D4 mit einem Zehntel mehr. Grundsätzlich lassen sich alle drei sehr sparsam bewegen - knapp über fünf Liter auf 100 Kilometer sind möglich, beim S 90 etwas schwerer zu erreichen.

Mercedes E 220 d
Mercedes E 220 d: Schiebt munter an und bietet ausgezeichneten Komfort.
© HerstellerZoomansicht

Bei der Fahrdynamik macht dem BMW so schnell keiner etwas vor, egal, ob in engen Kehren oder in langgezogenen Kurven. Er lenkt direkt und zielgenau ein. Dem Mercedes spürt man bei aller Fahrsicherheit das höhere Gewicht an. Mehr Kraftaufwand (ähnlich wie beim E 220 d in der Dynamik-Einstellung) verlangt schließlich die Volvo-Lenkung im Sport-Modus. Stichwort Fahrkomfort: Auf kurzen Unebenheiten federt der S 90 nicht ganz so geschmeidig wie der 520d und der E 220 d. Aus sehr niedrigen Touren zieht der Volvo besonders gut durch, so dass der Fahrer (beim Schalter) selten zurückschalten muss.

Nicht zufällig gewinnt der neue Fünfer-BMW viele Vergleichstests. Fern von optimiertem Antrieb und Fahrdynamik, Verarbeitung und Geräuschkomfort hat er zum Beispiel im Test das beste Navigationssystem. Der Fahrer ist immer rechtzeitig und gut "im Bilde", wie er sich auf mehrspurigen Autobahnen (dank zusätzlicher Pfeilinfos) einordnen soll. Sinnvoll auch vor der Zielbestätigung: Mehrere Angebote für die Strecke mit Entfernungs- und Fahrzeitangabe.

Innenräume
Edles Interieur: "Wohnzimmer" in den Limousinen 5er BMW, Mercedes E-Klasse und Volvo S90 (von links nach rechts).
© Hersteller

Mercedes bietet ausgezeichneten Komfort

Für den Mercedes E sprechen die umfangreiche Sicherheitsausstattung und der ausgezeichnete Komfort, wenn das Fahrzeug mit Luftfederung (inklusive adaptiven Dämpfern) für 1.950 Euro ausgerüstet ist. Was aber heute kaum noch zählt: Sein kräftiger Diesel schiebt das Auto bei Bedarf am muntersten an. Der Volvo S90 glänzt serienmäßig mit einer besonders kompletten Sicherheits-ausstattung. Bei Antrieb und Komfort wäre noch etwas Feinschliff schön; dazu beim Rangieren ein kleinerer Wendekreis. In dieser Disziplin macht das ein anderer Fronttriebler, der immer noch aktuelle Audi A6 mit Zweiliter-TDI, auch wenn er diesmal nicht dabei ist, besser.

Zeimlich hoch sind die Grundpreise der Modelle im Premium-Segment: 47.450 Euro beim BMW 520d Steptronic, 47.338 Euro beim Mercedes E 220 d und vergleichsweise günstige 45.850 Euro beim Volvo S 90 D4 Geartronic.

Ingo Reuss

 

kicker-sportmagazin

Lesen Sie die aktuelle kicker-Ausgabe vor allen anderen auf Ihrem Tablet oder Smartphone!
noch vor Verkaufsstart verfügbar: Lesen Sie die Montagsausgabe schon Sonntagabend
mit unserem Abo-Service verpassen Sie garantiert keine Ausgabe
bequeme und sichere Bezahlung über Ihren Appstore-Account
mühelos und in Sekunden-
schnelle geladen!
   

Schlagzeilen

   
google+ Google+ aktivieren
dauerhaft aktivieren

Community

Die aktuellsten Forenbeiträge
Death of a Nailsman von: alemao82 - 23.11.17, 23:18 - 18 mal gelesen
Re (7): Mitgliederversammlung des 1. FC Union von: Udo841 - 23.11.17, 23:12 - 6 mal gelesen
Re (7): Mitgliederversammlung des 1. FC Union von: Udo841 - 23.11.17, 23:08 - 5 mal gelesen

TV Programm

Zeit Sender Sendung
23:00 SP1 Fußball Live - UEFA Europa League Highlights
 
23:00 SKYBU Fußball: 2. Bundesliga
 
23:30 SKYS1 Fußball: UEFA Europa League
 
23:30 SKYS2 Fußball: UEFA Europa League
 
23:55 EURO Eurosport News
 

DIE GANZE WELT DER KICKER APPS!
Informieren Sie sich über unser vielfältiges App Angebot:
Smart TV Tippspiel kicker MeinVerein FußballQuiz eMagazine