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22.10.2012, 10:36

Fahrbericht Optima 1.7 CRDi

Kann Kia auch Mittelklasse?

Dass Kia im Bereich der Kleinen und Kompakten heftig punkten kann, ist hinlänglich bekannt. Mit dem Optima haben sich die Koreaner jetzt aber auch in rauhere Gewässer gewagt: An der Dominanz von VW Passat, Mercedes C-Klasse, Audi A4 und sogar eines Ford Mondeo haben sich in der Mittelklasse schon ganz andere Kandidaten die Zähne ausgebissen. Ob es der aggressiv gestylte Kia besser macht, soll ein Fahrbericht der 136 PS starken Dieselvariante klären.

Kia Optima Front
Kia Optima: Seine starke Seite ist zweifellos die Optik. Aber auch das Preis-Leistungs-Verhältnis geht sehr in Ordnung. Die Basisversion "Attract" kostet in Kombination mit dem 136 PS starken Diesel 26990 Euro.
© Werk

Wie er aussieht: Extrem gut. Für seine Verdienste um das Styling und damit die Ausstrahlung der koreanischen Marke müsste Chefdesigner Peter Schreyer (ja, ein Deutscher, ehedem bei VW beschäftigt) eigentlich den goldenen Kia-Verdienstorden am Bande bekommen. Auch den Optima hat er so gekonnt modelliert - man möcht' ihm hinterherpfeifen! Aggressiv die Front, elegant, aber doch sportlich die Seitenlinie, coupehaft abfallend das Fließheck, imposant die beim Topmodell "Spirit" serienmäßigen 18-Zoll-Räder. An Strahlkraft mangelt es dem Optima wahrlich nicht!

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Wie viel Platz er hat: Raumtechnisch geht es allen gut, die im Optima mitfahren. Für Fahrer und Beifahrer steht reichlich Platz zur Verfügung, hinten beschneidet die abgeflachte Dachlinie zumindest Herrschaften bis zu 1,85 m Größe nicht ungebührlich die Kopffreiheit, auch in der Breite besteht Dehnpotenzial. Der Kofferraum ist mit 505 l wahrhaft opulent geraten - so groß sogar, dass man schon arg hangeln muss, um weiter hinten gelagerte Utensilien herauszufischen. Wer noch mehr Platz braucht, kann die Rücksitzlehnen zwecks Erweiterung des Gepäckabteils umlegen.

Kia Optima Heck
Markant: Auch die Heckpartie ist gelungen.
© WerkZoomansicht

Was er leistet: So "wow" die Optik ausfällt, so lau bleibt der Eindruck vom 1,7-l-Diesel mit seinen 136 PS. Ein anständiger, ordentlicher Arbeiter, das schon; solide, ausreichend kultiviert - letztlich jedoch nicht so recht zum heißen Versprechen passend, das der Optima auf Augenschein hin gibt. Es fehlt an Durchzugskraft, und auch akustisch geht der Selbstzünder ein bisschen zu kernig zur Sache.

Was er braucht: In der Disziplin "Kraftstoffsparen" macht der Koreaner wieder Boden gut. Uns bescherte er einen Testverbrauch von durchschnittlich 6,5 l, eingedenk der Größe und des Gewichts (rund 1,5 Tonnen) des Fahrzeugs verdient das Lob. Hilfreiche Unterstützung leistet die beim Handschalter serienmäßige Start-Stopp-Automatik.

Wie er sich fährt: Ordentlich, aber wiederum nicht so sportlich, wie es der aggressive Anblick erhoffen lässt. Der Optima leistet gute Dienste als unaufgeregt-entspannter Cruiser, die elektromechanische Lenkung hält ihn präzise auf Kurs, das Fahrwerk erweist sich als noch ausreichend komfortabel, insgesamt aber einen Tick zu straff abgestimmt. Vor allem mit kurzen Bodenwellen kommt der Koreaner nicht perfekt klar. Und so gut die 18-Zoll-Räder aussehen, so abträglich sind sie leider dem Abrollkomfort. Rangierarbeiten werden durch die coupehafte Karosserie erschwert, wie bei ähnlich gebauten Konkurrenten hapert's an der Übersicht nach hinten.

Was er bietet: Als Topmodell "Spirit" eine ganze Menge. Alu-Sportpedale beispielsweise, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, einen beheizbaren und belüfteten Fahrersitz, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, ein hochkarätiges Soundsystem, Navi, Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Rückfahrkamera und einen Einparkautomaten.

Kia Optima Innenraum
Cockpit: Nicht ganz so hochwertig wie etwa in einem VW Passat, aber dafür kostet der Koreaner auch weniger.
© WerkZoomansicht

Was er kostet: Viel Luxus fährt der Optima "Spirit" auf, trotzdem werden nicht mehr als 33090 Euro in Rechnung gestellt. Zu diesen Konditionen kommt die feine Premium-Konkurrenz oft gar nicht erst in die Gänge. Wer noch 1290 Euro drauflegt, bekommt ein Premium-Paket geschnürt, das unter anderem Panoramadach, einen elektrisch einstellbaren Beifahrersitz, ein beheizbares Lenkrad und Sitzheizung für die äußeren Fondsitze umfasst. Eine sowieso grundsätzlich vertrauensbildende Maßnahme stellt die 7-Jahre-Herstellergarantie dar.

Was wir meinen: Nicht nur aufgrund der bestechenden Optik hat der Kia Optima einen zweiten Blick verdient. Ein Preis-Leistungs-Verhältnis, wie es der Koreaner bietet, ist nicht an jeder Ecke zu finden. Auch fahrtechnisch ist alles im grünen Bereich - wenn auch bei weitem nicht mit so umwerfend, wie es der aufregende Auftritt verheißt.

Ulla Ellmer

Die Daten des Kia Optima 1.7 CRDi Spirit

Hubraum: 1685 ccm; Leistung: 100 kW/136 P;, max. Drehmoment: 325 Nm bei 2000-2500 U/min; Höchstgeschwindigkeit: 202 km/h; Beschleunigung: 0-100 km/h 10,6 sec; Verbrauch/Norm: 5,1 l/D je 100 km; CO2-Emission: 133 g/km; Verbrauch/Test: 6,5 l je 100 km; Länge: 4,85 m; Kofferraum: 505 l; Leergewicht: 1559 kg; Preis: 33090 Euro.

22.10.12
 
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