Nun muss ein Sieg gegen Tschechien her
Spanien zu stark für Deutschland
Denkbar schlecht begann der Tag beim World Team Cup in Düsseldorf aus deutscher Sicht: Philipp Kohlschreiber verlor das erste Einzel im Duell der Blauen Gruppe gegen Spanien gegen David Ferrer mit 3:6 und 5:7. Die klare Steigerung im zweiten Satz reichte der Nummer eins im deutschen Team nicht, um den Rückstand noch abzuwenden. Der Sandplatzspezialist aus Valencia hatte stets die besseren Antworten - auch als Kohlschreiber mit 5:3 führte und kurz vor dem Satzausgleich stand. "Er ist unglaublich laufstark, er kommt an viele Bälle, er ist auf beiden Seiten sehr stabil, liest das Spiel sehr gut und kann defensiv und offensiv sehr schnell umschalten", nannte Kohlschreiber die Vorzüge des 25-Jährigen.
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So sollte Florian Mayer, der seine Aufgabe beim 3:0-Auftaktsieg gegen Belgien mit Bravour gemeistert hatte, gegen Nicolas Almagro den Ausgleich schaffen. Doch der Bayreuther musste sich mit 4:6, 4:6 geschlagen geben: Besonders im zweiten Satz offenbarte Mayer zu viele Schwächen bei eigenem Service, zahlreiche vermeidbare Fehler machtem ihm das Leben zusätzlich schwer. "Mein Aufschlag hat mich im Stich gelassen. Ich habe alles versucht, aber nichts hat geklappt. Dabei bin ich sicher, wenn ich so aufgeschlagen hätte wie zuletzt, wäre ich der Sieger gewesen", erklärte Mayer seine Niederlage. Außerdem machte sich im Verlaufe der Partie die Frische des Spaniers bemerkbar, schließlich hatte der im Auftaktspiel gegen Tschechien noch gefehlt.
Der Sieg des Doppels Alexander Waske/Michael Kohlmann, das die spanische Kombination Almargo und Bartolome Salva-Vidal mit 7:6 (7:3) und 6:3 besiegte, war am Ende nur Ergebniskosmetik.
Im abschließenden Gruppenspiel gegen die überzeugenden Tschechen braucht die deutsche Truppe nun einen Sieg - und belgische Schützenhilfe: Rochus und Co. müssen Spanien besiegen, um Deutschland den Finaleinzug doch noch zu ermöglichen.
In der zweiten Partie des Tages brauchte Tschechien insgesamt gerade einmal zweieinhalb Stunden, um bereits nach den beiden Einzeln als Sieger im Duell mit Belgien festzustehen. Top-Ten-Spieler Tomas Berdych ließ Olivier Rochus mit 6:3, 6:0 überhaupt keine Chance. Im gesamten Match ließ der Tscheche keinen einzigen Breakball zu. Nicht ganz so überlegen, aber immer noch überlegen genug, war Jan Hajek, der für seine Mannschaft den zweiten Sieg nach dem 2:1 gegen Spanien perfekt machte: Im ersten Satz hatte Hajek schon die besseren Aktionen, musste aber dennoch über den Tiebreak gehen. Den verlor sein Gegenüber Kristof Vliegen knapp mit 7:9. Der Belgier musste schließlich auch den zweiten Durchgang abgeben, in dem Hajek erneut mit einer starken Aufschlagsquote glänzte - 6:4.
ATP Pörtschach: Topduo ganz souverän
Im österreichischen Pörtschach wird auch Tennis gespielt: Problemlos sind am Mittwoch die beiden Topfavoriten ins Viertelfinale eingezogen. Der Russe Nikolay Davydenko, der ausgerechnet in Österreich anderweitig für Schlagzeilen sorgte, bezwang Nicolas Lapentti aus Ecuador in knapp eineinhalb Stunden mit 6:4 und 6:2. Noch schneller erledigte der an Nummer zwei gesetzte US-Boy Andy Roddick seine Aufgabe gegen den Dänen Kristian Pless, 6:4, 6:3 hieß es nach 65 Minuten. In der Runde der letzten Acht trifft Roddick, der Sand sicher nicht als seinen Lieblingsbelag bezeichnen würde, auf den Franzosen Gael Mofils, der den Koreaner Hyung-Taik Lee mit 7:6 (7:5) und 6:4 bezwang.
WTA Straßburg: Malek folgt Mauresmo nicht
Lokalmatadorin und Topfavoritin Amelie Mauresmo ist in Straßburg ins Viertelfinale eingezogen. 6:4, 6:1 hieß es am Ende gegen Varvara Lepchenko aus Usbekistan in einem Match, das sich für Mauresmo als schwieriger als erwartet herausstellte.
Schwer war auch Tatjana Maleks Aufgabe im Achtelfinale - zu schwer: Die an Nummer fünf gesetzte Französin Marion Bartoli erwies sich am Ende als zu stark, mit 3:6, 3:6 musste die Fedcup-Spielerin letztlich die Segel streichen. Beide Kontrahentinnen überzeugten mit einer guten Quote beim Service, doch nur Bartoli wusste mit dem zweiten Aufschlag entscheidend zu punkten. Damit ist die einzige deutsche Starterin in Straßburg ausgeschieden.














