Davis-Cup-Auftakt gegen Kroatien: Becker debütiert
Haas: "Lieber gegen Weltklasse-Gegner"
"Wir sind bereit für einen großen Kampf", sagte der Weltranglisten-Zehnte Thomas Haas am Dienstag vor dem Duell mit dem Davis-Cup-Champion von 2005. Dass dabei ein Sprung in die Runde der letzten Acht gegen Kroatien durchaus eine Überraschung wäre, will der "leader" gar nicht bezweifeln. "Es wird sicher eine harte Nummer", so der Australian-Open-Halbfinalist.
Allerdings wurde Haas ziemlich energisch, als er auf die aufkommenden Gerüchte angesprochen wurde, denen zu folge das Kroatien-Spiel sein letztes Nationenduell sein könnte. "Daran ist nichts wahr", so der gebürtige Hamburger, der seit einiger Zeit in den USA lebt, wo er zuletzt im Viertelfinale des ATP-Turniers in Delray Beach/Florida ausschied.
Die körperliche Fitness, die in den Einzelduellen gegen die ATP-Top-Ten-Kollegen Ivan Ljubicic (8.) und Mario Ancic (9.) sicherlich mitentscheidend sein wird, sei für Haas derzeit kein Problem. "Bis zum ersten Match bin ich topfit", so der 27-Jährige, der anfügte, "lieber gegen Weltklasse-Gegner" zu spielen.
Die Einzelspiele werden neben Haas von Davis-Cup-Debütant Benjamin Becker bestritten. Teamchef Patrik Kühnen hatte sich für den 25-jährigen Mettlacher und gegen den Bayreuther Florian Mayer entschieden, weil Becker laut Kühnen " am offensivsten" agiert und "deshalb der Richtige gegen die Kroaten" ist. "Es war ein komisches Gefühl", gestand der in Florida lebende Saarländer, als er den deutschen Team-Anzug überstreifte.
Kühnens Risiko mit Becker
Freilich geht Kühnen mit der Nichtberücksichtigung Mayers, der sich "große Verdienste im Abstiegskampf gegen Thailand" (4:1, Mitte September 2006) erworben hatte, auch ein großes Risiko. Mayer kennt die Mechanismen und die Eigendynamik des Teamwettbewerbs, doch Kühnen lobte ausdrücklich die positive Entwicklung von Becker, der auch dank Halbfinal-Einzugs beim ATP-Turnier in Delray Beach (er scheiterte dort am Weltranglisten-Sechsten James Blake) Florian Mayer in der ATP-Weltrangliste überholte. "Anfang letzten Jahres war ich die Nummer 1400 und jetzt zähle ich zu den besten 50 der Welt. Manchmal muss ich mich kneifen", sagte Becker.
Waske/Kohlmann reisten mit Turniersieg an
"Mit stolz geschwellter Brust" kommen die deutschen Doppel-Spezialisten Alexander Waske und Michael Kohlmann nach ihrem zweiten Turniersieg daher, den sie am vergangenen Wochenende bei den Zagreb Indoors einfuhren. Allerdings plagt sich der Hagener Kohlmann mit einer leichten Erkältung herum, die er aus der kroatischen Hauptstadt mitbrachte. "Er wird geschont; aus Vorsicht. Es ist nichts Dramatisches", sagte Kühnen.
Mit den Bedingungen in der Eishalle der Krefeld Pinguine ist der Teamchef hoch zufrieden, vor allem mit dem Hartplatz, der erst am Montag verlegt worden ist.
Spielbeginn im Krefelder Königpalast ist am Freitag und Samstag jeweils um 13.45 Uhr, am Sonntag um 13 Uhr. Karten sind noch für alle drei Tage erhältlich, am Freitag ist die 4.300 Besucher fassende Halle allerdings bereits nahezu ausverkauft.














