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30.01.2007, 16:41

Geht die isländische Party weiter? - Polen heiß aufs Halbfinale

Balic oder Karabatic?

Neben der Partie der deutschen Mannschaft gegen Spanien steht heute besonders die Begegnung zwischen den beiden Top-Favoriten Kroatien und Frankreich im Mittelpunkt. Dabei kommt es zum Aufeinandertreffen der Superstars Nikola Karabatic (Frankreichs) gegen Kroatiens Ivano Balic. In den weiteren Partien gehen Polen und Dänemark als Favoriten ins Spiel.

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Nikola Karabatic (hi.) gegen Ivano Balic
Duell der Superstars: Frankreichs Nikola Karabatic (hi.) gegen Kroatiens Ivano Balic.
© imago Zoomansicht

Die Zuschauer in Köln können sich am Dienstagabend auf einen wahren Handball-Leckerbissen freuen. Unmittelbar nach dem Viertelfinale zwischen Deutschland und Spanien steigt die Partie zwischen Olympiasieger Kroatien und Europameister Frankreich. Der Sieger dieses Vergleichs würde bei einem deutschen Weiterkommen auf das Team von Bundestrainer Heiner Brand treffen.

Sowohl Kroatien als auch Frankreich zählten im Vorfeld der WM zu den absoluten Topfavoriten auf den Titel. Während die Ballzauberer vom Balkan ihre Vorschusslorbeeren im bisherigen Turnierverlauf eindrucksvoll bestätigten konnten und als einziges Team noch ohne Niederlage sind, wackelte Frankreich. Sowohl gegen Island (24:32) als auch gegen Deutschland (26:29) musste das Team von Coach Claude Onesta Niederlagen hinnehmen. Der 49-Jährige lässt sich davon allerdings nicht aus der Ruhe bringen. "Das Turnier beginnt jetzt neu. Die vergangenen Turniere haben gezeigt, dass man die Qualifikation unbeschadet überstehen, dann aber trotzdem ausscheiden kann. Zuletzt haben wir Kroatien immer besiegt." Kopfzerbrechen bereitet ihm aber Kroatiens Superstar Ivano Balic. "Wenn es ein Rezept geben würde, um ihn auszuschalten, würde ich es für viel Geld an meine Trainerkollegen verkaufen. Es geht aber nicht darum, Balic auszuschalten, sondern Kroatien zu besiegen", erklärte Onesta, der in der Offensive besonders auf die Tore des Kielers Nikola Karabatic hofft.

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Besagter Balic hält sich - ganz anders als auf dem Parkett, wo er regelmäßig Glanztaten vollbringt - öffentlich mit Aussagen zurück. Dagegen lehnen sich seine Teamkollegen ganz weit aus dem Fenster. "Wir sind reif für den Titel, denn wir sind die beste Mannschaft. Wir haben zudem noch nicht unser volles Potenzial gezeigt", sagte der Kroate Blazenko Lackovic vom Bundesligisten SG Flensburg-Handewitt vor der Partie gegen den Weltmeister von 2001.

Neben den beiden Knüllern Deutschland gegen Spanien und Kroatien gegen Frankreich rücken die beiden übrigen Viertelfinalpaarungen etwas in den Hintergrund. Wobei besonders die Polen, deren Stärke auch die deutsche Mannschaft bei der 25:27-Niederlage neidlos anerkennen musste, neues Selbstbewusstsein demonstrieren: "Ich kann versichern, dass wir von Tag zu Tag stärker werden", erklärte Trainer Bogdan Wenta vor dem Viertelfinale in Hamburg gegen den Olympia-Dritten Russland. Dagegen sieht der russische Trainer Wladimir Maximow sein Team eindeutig in der Außenseiterrolle: "Wir müssen uns mehr bei Gott als bei irgendjemand anderem bedanken, dass wir ins Viertelfinale gekommen sind. Unsere Qualität ist einfach nicht so gut. Die Polen haben bisher überzeugt, es wird daher sehr schwer für uns", meinte der 61-Jährige.

Marcin und Krzystof Lijewski
Auf sie bauen die Polen: Die Lijewski-Brüder Marcin (li.) und Krzystof.
© imago

Ähnlich sind die Rollen bei der Paarung zwischen Dänemark und Island verteilt. Der EM-Dritte von 2006 geht als Favorit ins Rennen, Island hat mit dem Erreichen der Runde der letzten Acht sein Soll bereits erfüllt. Allerdings haben die Isländer insbesondere mit ihrem Sieg über Frankreich in der Heimat eine Euphoriewelle ausgelöst. "Wenn wir ins Halbfinale kämen, wäre das eine echte Sensation. In Island ist ohnehin schon die Hölle los, aber dann würden die Leute total ausflippen", erklärte Alfred Gislason. Die Dänen, die seit 1986 bei einer WM nicht mehr unter den letzten Acht standen, wollen die Chance aber beim Schopf packen: "Jetzt ist das Viertelfinale nicht mehr genug. Wir müssen es gegen Island einfach schaffen und ins Halbfinale einziehen. Jetzt gilt es, unsere größere Erfahrung auszuspielen", meinte Bundesligaprofi Michael Knudsen von der SG Flensburg-Handewitt.

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30.01.2007, 16:41
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