Gruppe I: Deutschland - Slowenien 35:29 (17:14)
Alles wieder offen!
Zu Beginn der Partie konnten die Slowenen die Partie noch ausgeglichen gestalten. Nach knapp neuneinhalb Minuten ging Deutschland aber trotz Unterzahl zum ersten Mal in Führung (4:3) - und die gab das DHB-Team nicht mehr ab.
Nur wenige gute Wurfchancen wurden dem Vize-Europameister von 2004 ermöglicht. Die Abwehr um ihren Organisator Oliver Roggisch stand kompakt. Auch als der Defensivstratege wegen zweier Zwei-Minuten-Strafen lange auf der Bank saß, geriet Deutschland nicht in die Bredouille: Christian Schwarzer vertrat den Magdeburger ausgezeichnet und steuerte auch im Angriff vier Treffer bei.
Wenn einmal ein Wurf auf das Tor der Deutschen abgefeuert wurde, stand da immer noch ein glänzend aufgelegter Henning Fritz im Tor. Der Kieler rückte sich durch zahlreiche Paraden in den Mittelpunkt. Johannes Bitter, der in der Schlussphase zum Einsatz kam, setzte sich ebenfalls positiv in Szene. Lediglich der Starspieler Siarhei Rutenka (11 Treffer) konnte sich und seine Gegenspieler in Szene setzen. Seine Ein-Mann-Schau reichte aber nicht, um eine Wende einzuleiten.
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Im Angriff hatte Deutschland an diesem Abend einen Erfolgsgaranten: Pascal Hens vom HSV Hamburg brachte Sloweniens Keeper schier zur Verzweiflung. Der halblinke Rückraumspieler war insgesamt neun Mal erfolgreich und hatte maßgeblichen Anteil an der 17:14-Halbzeitführung des DHB-Teams. Auch Holger Glandorf präsentierte sich formverbessert. Der Nordhorner steuerte vier Treffer aus dem rechten Rückraum bei.
Doch nicht nur aus der Distanz klappte es bei den Deutschen. Immer wieder gelang das schnelle Umschalten von Abwehr auf Angriff. Zahlreiche Tempogegenstöße wurden erfolgreich abgeschlossen. Nutznießer war ein ums andere Mal Florian Kehrmann, der mit acht Treffern zweitbester deutscher Torschütze war.
Slowenien fand nie zu seinem Spiel und deswegen an diesem Abend nicht die Mittel, um sich für die Niederlage im EM-Finale 2004 zu revanchieren. So resultierten viele Treffer von der Sieben-Meter-Linie. Mit einer 29:23-Führung nach 50 Minuten im Rücken ließ die Brand-Truppe nichts mehr anbrennen und brachte den vielumjubelten Sieg locker über die Zeit.
Nächster Gegner in der Hauptrundengruppe I ist am Donnerstag (16.30 Uhr) in Dortmund der WM-Vierte Tunesien, der den Auftakt gegen Island mit 30:36 verpatzte und weiter ohne Punkte dasteht.
Deutschland – Slowenien 35:29 (17:14)
Deutschland: Fritz (Kiel), Bitter (Magdeburg) – Hens (9/Hamburg), Kehrmann (8/Lemgo), Jansen (5/3/Hamburg), Glandorf (4/Nordhorn), Schwarzer (4/Lemgo), Baur (2/Lemgo), Preiß (2/Lemgo), Zeitz (1/Kiel), Roggisch (Magdeburg), Kaufmann (Wetzlar)
Tore für Slowenien: Rutenka (11/5), Lubej (5), Kozlina (4), Kavas (2), Brumen (2), Ivancic (2), Gajic (1), Spiler (1), Zvizej (1)
Schiedsrichter: Olesen/Pedersen (Dänemark)
Zeitstrafen: 7:3
Siebenmeter: 4/3:10/5
Zuschauer in Halle/Westfalen: 11.000 (ausverkauft)
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