VfB Chemnitz: Vier wichtige Spieler sind weg
Hickhack um Trainer Rico Schmitt
Reichlich Probleme nach später Rettung. Der VfB Chemnitz hat es wieder einmal geschafft. Sportlich abgestiegen, profitiert das Team von der Insolvenz in Riesa und bleibt in der Oberliga. Wer jetzt Jubelorgien und Euphorie erwartet, wird enttäuscht. Zu groß sind die Probleme in den eigenen Reihen. Trainer Rico Schmitt hatte fristgemäß zu Mitte des Jahres gekündigt. "Ich wollte darauf aufmerksam machen, dass sich einiges ändern müsste", erklärte der 33-Jährige diese Aktion. Das Präsidium verstand die Kündigung falsch und suchte nach einem Nachfolger. Erst vor 14 Tagen kam Schmitt schließlich wieder in Amt und Würden.
Durch die späte Nachricht über den Klassenerhalt und den Hickhack um den Trainer ist der VfB reichlich zwei Wochen vor Saisonbeginn im Hintertreffen. Patrick Papp (FSV Zwickau), Ronny Kretschmer (Erzgebirge Aue II), Alexander Besser (unbekannt) und Torsten Gläser (Germania Chemnitz) sind bereits weg. Bei weiteren Kickern steht das zu befürchten. Ist da überhaupt noch ein schlagkräftiges Team möglich?
"Wir müssen es hinkriegen. Das ist eine Frage der Qualität. Und wenn Qualität nicht drin ist, müssen wir über Quantität gehen", so Coach Schmitt. Er sucht und testet vor allem junge Spieler und weist darauf hin, dass es wohl nirgendwo so einfach ist, in eine Oberligaelf zu rutschen. Eine Kooperation mit Ortsnachbar Chemnitzer FC ist auch angedacht. Allerdings stieg die "Zweite" des Regionalligisten in die Bezirksliga ab und bietet wenig Substanz für den Oberligisten.
Jens Zeidler















