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12.11.2012, 16:44

Fürth: Asamoah kritisiert Schiedsrichterentscheidungen

Kein BVB, aber das Derby: Kleine muss einmal zuschauen

Trotz einer erneut guten Vorstellung der SpVgg Greuther Fürth stand am Ende die fünfte Niederlage im sechsten Heimspiel der Saison. Doch nicht nur das nackte Ergebnis von 2:4 sorgte für Ärger beim Aufsteiger, sondern auch die Art und Weise, wie Gladbach dabei zu den drei Punkten kam. Denn nach Sicht der Franken hatte Schiedsrichter Peter Gagelmann entscheidend eingegriffen.

Patrick Herrmann und Thomas Kleine
Die Szene, die die Gemüter im Ronhof erhitzte: Fürths Kleine (re.) sah nach seinem Foul an Gladbachs Herrmann (li.) Rot.
© Getty ImagesZoomansicht

Es lief die zwölfte Minute in Fürth, seit 120 Sekunden führte die SpVgg durch einen verwandelten Foulelfmeter von Bernd Nehrig mit 1:0. Die Stimmung auf den Rängen war gut, Hoffnung auf den ersten Heimsieg machte sich breit. Doch dann entwischte der pfeilschnelle Patrick Herrmann der Fürther Abwehr, Innenverteidiger Thomas Kleine brachte den jungen Gladbacher kurz vor der Strafraumgrenze zu Fall.

Und nun schritt Peter Gagelmann zur Tat. Der Schiedsrichter zückte nach kurzer Überlegungsphase die Rote Karte. Notbremse, Hinausstellung, Unterzahl - die Aktien Greuther Fürths sausten auf einmal in den Keller. Ungerechtfertigt, wie nicht nur der vermeintliche Übeltäter meinte: "Für mich war das keine Rote Karte. Ohne diese Entscheidung hätten wir das Spiel gewonnen", klagte der Abwehr-Routinier nach der Partie.

Denn Torschütze Nehrig befand sich in Reichweite der Szene, hätte also durchaus noch eingreifen können. Eine Fehlentscheidung also, die Gagelmann die kicker-Note 5 bescherte. Am Monntag fällte das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) das Urteil udnverhängte ein Spiel Sperre gegen den Abwehrspieler. Damit muss der Routinier zwar beim kommenden Highlight-Spiel in Dortmund aussetzen, doch immerhin kann er beim Heimderby gegen den 1. FC Nürnberg einen Spieltag später wieder mitwirken.

"Es ist doch nicht normal, dass Woche für Woche solche Entscheidungen gegen uns gefällt werden. Wir haben mehr Respekt verdient."Gerald Asamoah

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Nicht zum ersten Mal in dieser Saison fühlte sich der Neuling um die Früchte seiner Arbeit gebracht. Und Angreifer Gerald Asamoah beklagt sich gar über eine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" in der Bundesliga: "Wenn ein Badstuber das beim FC Bayern macht, hätte es eine Gelbe Karte getan, aber Thomas Kleine ist halt ein Fürther und spielt nicht beim FC Bayern. Gegen die wird nicht so gepfiffen", echauffierte sich der Ex-Schalker. Will heißen: Wir sind die Kleinen, wir haben keinen Bonus beim Schiedsrichter.

"Es ist doch nicht normal, dass Woche für Woche solche Entscheidungen gegen uns gefällt werden. Wir haben mehr Respekt verdient", sagte Asamoah und spielte damit auf eine Szene zwei Wochen zuvor an: Beim 1:1 gegen Werder Bremen verweigerte Tobias Welz dem dreimaligen deutschen Meister nach einem Foul von Werder-Keeper Sebastian Mielitz an Edgar Prib einen berechtigen Foul-Elfmeter. Asamoah, mit 306 Bundesligaspielen für St. Pauli und Schalke ein "alter Hase", habe so etwas bisher noch nicht erlebt.

Büskens beklagt "zu einfache Tore"

Doch als der Ärger verraucht war, setzte sich auch die Selbstkritik bei der SpVgg wieder durch. Denn Gagelmann als alleinigen Schuldigen für die Niederlage auszumachen, greift zu kurz. Zu viele Fehler leistete sich der Aufsteiger, dessen Lernprozess immer noch nicht abgeschlossen ist.

Keeper Max Grün griff einmal daneben - nicht zum ersten Mal in dieser Saison. Aus einer Ecke durfte Gladbach direkt Kapital schlagen: "Eigentlich einfach zu verteidigen", gestand Abräumer Stephan Fürstner eigene Unzulänglichkeiten ein. "Wir haben zu einfache Tore kassiert", schlug Coach Mike Büskens in die gleiche Kerbe. Auf ihn und seine Mannschaft wartet noch viel Arbeit - unabhängig davon, was der Referee pfeift.

12.11.12
 

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