Als glücklicher Gewinner des Classic-Managerspiels der Saison 2008/2009 wurde ich vom kicker-Sportmagazin zu dieser außerordentlichen Reise eingeladen. Durch die Reisevorbereitungen wie Beantragung von Reisepass, Auslandskrankenversicherung und Visum rückte der Beginn der Reise schnell näher. Am 06.10.2009 kurz vor Mitternacht war es dann soweit. Zusammen mit meinem Vater ging es mit dem Taxi zum Freiburger Hauptbahnhof und von dort am nächsten Morgen um 00.14 Uhr mit dem ICE nach Frankfurt. Aufgrund unserer frühen Anreise, bedingt durch die schlechte Zugverbindung Freiburg - Frankfurt in den frühen Morgenstunden, mussten wir lange warten, bis wir die ersten Reiseteilnehmer und den Ehrengast Herrn Hans Meyer trafen. Nach dem Check-in wurden wir von der Reiseleiterin Frau Hoffmann vom Lufthansa City Center Nürnberg empfangen. Kurz nach 8.00 Uhr hob der Airbus bei klarer Sicht in Richtung St. Petersburg ab. Nach einem angenehmen, ruhigen Flug setzte der Flieger nach einer recht ruppigen Landung um 12.40 Uhr Ortszeit auf der Landebahn des Flughafens Pulkovo in St. Petersburg auf.
Nachdem alle Teilnehmer Pass- und Zollkontrolle sowie Gepäckausgabe hinter sich gebracht hatten, versammelten sie sich in der Eingangshalle um das kicker-Schild der Reiseleiterin. Hier wurden uns auch die beiden russischen Reiseleiterinnen vorgestellt, die uns in den folgenden drei Tagen die Sehenswürdigkeiten von St. Petersburg näher bringen sollten. Auf dem Parkplatz vor dem Flughafen warteten bereits zwei Reisebusse die uns per Stadtrundfahrt zum 5-Sterne-Hotel Astoria im Zentrum von St. Petersburg brachten. Während der Stadtrundfahrt konnten wir bereits die wichtigsten Sehenswürdigkeiten sehen und Dank unserer russischen Reiseleiterin reichlich Informationen darüber sammeln.
Nach der Zimmervergabe im sehr stilvollen Hotel Astoria mit angenehmer Atmosphäre fuhren wir, nachdem wir uns bei einer nahe gelegenen Wechselstube mit Rubel eingedeckt hatten, zum Abendessen in das Restaurant Academia, wo uns auch offiziell der Ehrengast Hans Meyer vorgestellt wurde. Zum Abschluss des geselligen Abends gab es die in Russland unverzichtbare Wodka-Probe. Nach einem langen, erlebnisreichen und anstrengenden ersten Reisetag waren wir dann doch froh, als wir endlich in unseren Betten lagen.
Am zweiten Tag fuhren wir, nachdem wir uns am reichhaltigen Frühstücksbuffet ordentlich gestärkt hatten, bei kaltem aber herrlich sonnigem Wetter zur Besichtigung der Eremitage, einem der größten Museen der Welt. Die Besichtigung war gleichermaßen beeindruckend wie anstrengend. Überwältigt von den prachtvoll gestalteten Räumen und den vielen Kunstschätzen fuhren wir doch einigermaßen hungrig zum Mittagessen auf die Haseninsel. Leider war das Essen nicht ganz so gehaltvoll wie die zuvor gesehenen Kunstsammlungen. Mehr oder weniger gestärkt fuhren wir dann zur Peter und Paul Festung wo wir unter anderem die Peter-Paul-Kathedrale besichtigten, ein Wahrzeichen von St. Petersburg. Das für den Abend des zweiten Tages vorgesehene Eishockeyspiel viel mangels Interesse aus, worüber wir auch nicht sehr traurig waren, hatten wir doch erstmals etwas "Freizeit", die wir für einen Bummel auf dem Newskij-Prospekt, der sehr belebten Prachtstraße von St. Petersburg nutzten. Unsere Rubel ließen wir aber schön in der Tasche stecken, da es in den Geschäften auch für Westeuropäer extrem teuer war.
Am Tag drei der Reise hieß es früh morgens Koffer packen. Gleich nach dem Frühstück fuhren wir nach Puschkin, dem ehemaligen Zarendorf. Dort angekommen, besichtigten wir den riesige Katharinenpalast mit dem Nachbau des legendären Bernsteinzimmers. Beeindruckend war für uns insbesondere, wie prunkvoll der Palast nach der fast völligen Zerstörung durch deutsche Soldaten im 2. Weltkrieg wieder restauriert wurde. Bei herrlichem Wetter folgte ein ausgedehnter Sparziergang durch den Katharinenpark, vorbei an zahlreichen Marmorstatuen und Pavillons, zurück zu den Reisebussen. Diese brachten uns zu einem im Blockhausstil erbauten, etwas finnisch anmutenden Restaurant, wo uns, umrahmt von russischer Folkloremusik, ein überaus reichhaltiges und köstliches Mittagessen serviert wurde. Nach dem Essen fuhren wir direkt zum Flughafen Pulkowo, wo wir gegen 17.00 Uhr in Richtung Moskau abgeflogen sind.
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