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25.07.2006, 22:00

Italien: Deutlich mildere Strafen im Berufungsprozess - Juve muss absteigen, bekommt aber weniger Punktabzüge

Lazio und Florenz bleiben erstklassig

Am Dienstagabend wurden im Berufungsverfahren im italienischen Betrugs- und Manipulationsskandal die Urteile gesprochen. Dabei wurden die Strafen aus der ersten Instanz deutlich abgemildert. So bekamen Lazio Rom und der AC Florenz das Startrecht für die Serie A zugesprochen. Der Zwangsabstieg von Juventus Turin wurde bestätigt, allerdings werden dem Rekordmeister weniger Punkte abgezogen.

Ousamne Dabo gegen Marco Donadel
In der nächsten Saison ein Serie-A-Duell: Lazios Dabo (li.) gegen Florenz' Donadel.
© dpaZoomansicht

Am späten Dienstagabend hat das Berufungsgericht des italienischen Verbandes (FIGC) die Urteile im Betrugs- und Manipulationsskandal deutlich reduziert. Am meisten profitieren Lazio Rom und der AC Florenz vom Urteilsspruch des Vorsitzenden Richters Piero Sandulli.

Die Zwangsabstiege für beide Vereine aus der ersten Instanz wurden aufgehoben, so dass sowohl Lazio als auch die "Fiorentina" in der kommenden Saison in der Serie A an den Start gehen können. Allerdings geht Lazio mit der Hypothek von 11 Minuspunkten ins Rennen, Florenz werden gar 19 Punkte abgezogen. Rückwirkend wurden beiden Vereinen auch 30 Punkte aus der Saison 2005/06 abgezogen, so dass sie nicht mehr in den internationalen Startplätzen vertreten sind.

Auch das Urteil des Sportgerichts vom 14. Juli gegen Juventus Turin wurde abgemildert. Zwar bestätigte Sandulli den Zwangsabstieg, doch werden dem Rekordmeister nicht mehr 30 Punkte abgezogen, sondern nur noch 17. Die Aberkennung der letzten beiden Meistertitel bleibt aber auf alle Fälle bestehen.

Aufatmen kann auch der AC Mailand. Da das Berufungsgericht den rückwirkenden Punktabzug für die Saison 2005/06 von ursprünglich 44 auf 30 Punkte reduzierte, wird Milan in der kommenden Saison international vertreten sein. Für die neue Spielzeit wurden die Minuspunkte von 15 auf acht reduziert.

Unterdessen hat die Europäische Fußball-Union (UEFA) die Meldefrist für die europäischen Wettbewerbe auf den 26. Juli verlängert. Damit können die italienischen Vereine nun am Mittwoch ihre Startberechtigungen noch einreichen. Bereits am Freitag werden in Nyon die dritte Qualifikationsrunde in der Champions League und die zweite Qualifikationsrunde im UEFA-Pokal ausgelost.

Auch die persönlichen Strafen wurden reduziert. Lediglich das Urteil gegen den ehemaligen Sportdirektor von Juventus, Luciano Moggi, der als Hauptverdächtiger im Betrugs- und Manipulationsskandal gilt, wurde bestätigt. Moggi darf fünf Jahre lang keine Betätigungen im Fußball ausüben und muss zudem eine Geldstrafe von 50.000 Euro zahlen. Auch das Berufsverbot gegen Ex-Geschäftsführer Antonio Giraudo wurde bestätigt.

Piero Sandulli
Ließ im Berufungsprozess Milde walten: Der Vorsitzende Richter Piero Sandulli.

Dagegen wurde das Berufsverbot für Franco Carraro komplett aufgehoben. In erster Instanz wurde der ehemalige Verbandspräsident zu vier Jahren und sechs Monaten Berufsverbot verurteilt. Diese Strafe wurde in eine Geldbuße von 80.000 Euro umgewandelt. Auch die Betätigungsverbote für Ex-Ligapräsident Adriano Galliani (neuer Schuldspruch: 9 Monate), den Fiorentina-Boss Diego Della Valle (3 Jahre und neun Monate), Lazio-Chef Claudio Lotito (2 Jahre und sechs Monate) und Schiedsrichter Massimo De Santis (4 Jahre) wurden leicht reduziert.

Damit dürfte die juristische Aufarbeitung des Betrugs- und Manipulationsskandal aber noch nicht beendet sein. Denn unmittelbar nach dem Urteilsspruch kündigten Juventus, Florenz und Lazio einen Einspruch gegen das Urteil vor dem regionalen Verwaltungsgericht TAR in Rom an. "Wir werden alle möglichen Wege bestreiten, um dieses Urteil rückgängig zu machen", sagte Juve-Anwalt Cesare Zaccone. Der Präsident des AC Florenz will sich ebenfalls gegen das Urteil wehren. "Wir werden weiterkämpfen, bis wir wieder in der Champions League spielen dürfen", sagte Diego Della Valle.

Sollte es zu einem Prozess in der nächsten Instanz kommen, ist eine Verschiebung des Starts der Saison 2006/07 um mehrere Wochen fast unumgänglich.

 

kicker

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