Schalke: Angebot wird nicht nachverhandelt - Wechsel zu Galatasaray?
Hamit Altintop muss sich entscheiden
Seit Sommer 2003 auf Schalke, konnte sich der Mittelfeldspieler trotz einiger Höhen bis heute keinen Stammplatz sichern; in der Hinrunde summierten sich zwar 16 Einsätze (darunter acht Einwechslungen), meist kam er jedoch nur zum Zug, wenn es galt, eine Stammkraft wie Fabian Ernst oder Zlatan Bajramovic zu ersetzen. Dennoch soll der Vertrag des gebürtigen Gelsenkircheners verlängert werden - wenn auch nicht zu überzogenen Konditionen.
Nach zwei Gesprächsrunden liegt dem Türken das Schalker Angebot vor. "Jetzt muss er wissen, ob er das annimmt, oder nicht", sagt Schalkes Manager Andreas Müller, "groß nachverhandelt wird jedenfalls nicht mehr. Wenn er damit nicht zufrieden ist, muss er halt gehen." Die Schalker lassen sich auch nicht von offensichtlich just während des Pokers lancierten Meldungen irritieren, Inter Mailand habe ein Auge auf den Schalker Teilzeit-Arbeiter geworfen - als Nachfolger eines Weltstars wie Luis Figo. Derlei wird in Deutschland, wie auch in Italien, schmunzelnd zur Kenntnis genommen, taugt aber nicht zur Preis-Treiberei. In der Türkei heißt es derweil, dass ein Transfer zum Meister Galatasaray Istanbul kurz bevorsteht. Die Tageszeitung "Sabah" berichtet dies. Zuletzt war schon der 16-malige Titelträger Fenerbahce als Abnehmer Altintops genannt worden.
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Indes forderte Schalke 04 über die DFL die internationale Freigabe für den bis 2009 unter Vertrag genommenen Brasilianer Gustavo (24) an, der aus persönlichen Gründen plötzlich nicht für Schalke spielen will und nicht zum Trainingsauftakt erschien, jedoch ein gültiges Arbeitspapier mit dem Revierklub besitzt. Noch steht die Freigabe durch den brasilianischen Verband aus. "Da sein Vertrag bei Parana Cube auslief, kann die Freigabe normalerweise nicht verweigert werden", sagt S04-Geschäftsführer Peter Peters, "entscheidend ist, dass er keinen zweiten Arbeitsvertrag unterschreiben kann." Zuvor müsste ein neuer Arbeitgeber eine Entschädigung an Schalke zahlen. Peters nennt den Ist-Zustand "für beide Parteien nicht zufriedenstellend". Gegebenfalls wird Schalke den Weltverband FIFA einschalten, um den Fall zu klären.
Die ersten Tage ohne Frank Rost (33) verliefen unspektakulär. Die Nachwuchstorhüter Ralf Fährmann (18) und Dennis Lamczyk (19) dürfen sich in den kommenden Trainingseinheiten für den Posten des Ersatztorhüters hinter der Stammkraft Manuel Neuer (20) empfehlen. Trainer Mirko Slomka will neben dem - im Grunde unbestrittenen - torwartspezifischen Können auch sehen, "wie sie sich in der Profimannschaft bewegen".
Jean-Julien Beer
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