Bayern oder Barça? Nationalstürmer schweigt
Klose: Es wird heftig spekuliert
Die Münchner Bemühungen sollen deshalb verstärkt worden sein, da nur eine geringe Chance bestehe, Luca Toni aus Florenz an die Isar zu locken. "Ich gebe keine Wasserstandsmeldungen ab. Aber Sie glauben doch wohl nicht, dass wir beide holen", wird Manager Uli Hoeneß zitiert. Laut Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge wolle der FCB ab dem Zeitpunkt auf den Plan treten, wenn Klose "sich eine Zukunft beim FC Bayern vorstellen kann".
Allerdings hatte der Ex-Lauterer stets betont, bei einem Wechsel nur zu einem europäischen Top-Klub gehen zu wollen. Ein solcher ist definitiv der FC Barcelona. "Marca" meldet, dass lediglich noch die Einigung zwischen Bremen und Barcelona ausstehe, der Spieler und die Katalanen hätten bereits einen gemeinsamen Nenner gefunden.
Die Hanseaten wollen auf alle Fälle schnell Klarheit, um einen erfolgreichen Saisonendspurt nicht zu gefährden. Klose will sich aber nicht drängen lassen. "Klaus Allofs war doch selber einmal Spieler und weiß, dass eine solche Entscheidung nicht leicht zu treffen ist", sagte er gegenüber der "Süddeutschen Zeitung".
Mediale Auszeit bis Sonntag
zum Thema
Klose hatte nach seiner "Wiedergeburt" am Donnerstag die Journalisten ignoriert und das Weserstadion nach dem Spiel gegen Alkmaar kommentarlos verlassen. Er gönne sich eine mediale Auszeit, hieß es in einer Presseerklärung der Bremer. "Das kann ich sehr gut verstehen", zeigt Trainer Thomas Schaaf Verständnis für seinen Torjäger. "In den letzten Wochen gab es ja kein anderes Thema, obwohl es kaum Neuigkeiten zu diesem Thema zu vermelden gab. Allein ich bin 46-mal nach Miro gefragt wurden und habe bestimmt 43-mal das gleiche erzählen müssen. Wenn ein Spieler sich nach so viel Aufmerksamkeit mal rausnimmt, dann ist das in Ordnung", so Schaaf.
Einen Medien-Boykott indes sieht Klaus Allofs nicht: "Das würde die Situation überhaupt nicht beschreiben. Es hat schon Klubs gegeben, deren Spieler wochenlang nichts gesagt haben", sagte der Werder-Sportdirektor, der damit auf Titelkonkurrent Schalke 04 anspielte. Die Profis der "Knappen" hatten fünf Wochen lang nicht mit Journalisten gesprochen. "Jetzt nimmt sich bei uns mal ein Spieler für zwei Tage eine Auszeit. Diese Freiheit muss jeder Spieler haben dürfen", so Allofs.
WM-Torschützenkönig Klose, der "sich im Endspurt dieser anstrengenden Saison auf die sportlichen Herausforderungen konzentriert", wird nach dem Dortmund-Spiel wieder für Kommentare zur Verfügung stehen, ließen die Bremer verlauten.
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