Schäfers Berater Steffen Schneekloth hat sich mit den Schwaben über die Rahmenbedingungen eines langfristigen Vertrags geeinigt; der 27-Jährige wird sein bislang auf eine halbe Million Euro geschätztes Jahreseinkommen fast vervierfachen können. "Jetzt sind die Vereine am Zug", sagt Schäfer.
Noch herrscht keine Einigkeit über die Ablöse, die fällig wird, weil der Club Schäfers im Juni auslaufenden Vertrag per Option um ein Jahr verlängern wird. Mehr als eine Million Euro liegt zwischen dem Angebot des VfB (etwa eine Million) und der Forderung der Nürnberger. Gegen die juristisch umstrittene einseitige Option werden im Übrigen weder Schäfer selbst noch der VfB vorgehen. "Ich werde den Spieler doch nicht verbrennen", sagt Schneekloth, und VfB-Manager Horst Heldt erklärte gestern dem kicker: "Wir lassen keine Verträge von Spielern prüfen, die bei anderen Vereinen spielen." Am Mittwoch rief Heldt erneut bei Bader an, um die Verhandlungen voranzutreiben. "Irgendwann müssen die das Thema ja beerdigen", sagt der Sportdirek- tor des FCN. Und wertet alle Stuttgarter Aussagen über andere Torhüter, wohl zurecht, als "reine Verhandlungstaktik".
Bis zum ersten Rückrundenspiel am 27. Januar ausgerechnet gegen den VfB sollte das Thema vom Tisch sein - schon in Schäfers Interesse. Kaum vorstellbar, das Hans Meyer einen Mann ins Tor stellen wird, um den sich die beiden beteiligten Klubs auch dann noch einen heftigen Ablösestreit liefern.
Im Fall einer Einigung wird Schäfer auch in der Rückrunde die Nummer eins im Club-Tor bleiben. Wer ihn nach dieser Saison beerbt, ist offen. Möglich, dass Daniel Klewer, die bisherige Nummer zwei, seine Chance erhält. Dann würde der Club "nur" einen jungen deutschen Torhüter verpflichten, mit dem sich Klewer ein Rennen auf Augenhöhe liefern könnte. Ganz oben auf dieser Liste: Der Kaiserslauterer Florian Fromlowitz (20). Der von Wolfgang Wolf als Nummer zwei hinter Jürgen Macho eingestufte U-20-Nationalspieler besitzt einen Vertrag bis 2008, sagt aber: "Im Sommer muss etwas passieren."
Möglich sei aber auch, "dass wir eine klare Nummer eins holen", erklärt Bader. Auch für diesen Fall gibt es einen Favoriten: Den Tschechen Jaromir Blazek; der 34-Jährige von Sparta Prag, 12-maliger Nationaltorhüter und bei der WM die Nummer zwei hinter Petr Cech, müsste ebenfalls aus einem laufenden Vertrag herausgekauft werden. Für den Sonntag, wenn Sparta im Testspiel auf Hertha trifft, hat sich eine Delegation aus Nürnberg zu Gesprächen angesagt. Blazeks Alter bildet für den Club kein Hindernis. Bader: "Warum soll ein 34-jähriger Torhüter nicht noch zwei Jahre auf höchstem Niveau spielen können?"
Wo in Sachen Torhüter also noch Unklarheit herrscht, ist eine andere Entscheidung gefallen: Der Brasilianer Claudinho (23) wird vorerst nicht verpflichtet werden, obwohl er am Dienstag die sportmedizinische Untersuchung bestand. "Er soll in Brasilien erst mal Spielpraxis sammeln", so Bader. "Wir beobachten ihn weiter."
Harald Kaiser
| BVB oder FC Bayern - wer holt den Pott? | |
| Zum Ergebnis |
| Verein | Name | Datum | Position |
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16.05.12
Mittelfeld
Nürnberg: Dreijahres-Vertrag für den Japaner |
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Flückiger, Franco 16.05.12
Torwart
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Carlitos 16.05.12
Mittelfeld
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Boka, Arthur 16.05.12
Abwehr
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Ndjeng, Dominique 16.05.12
Mittelfeld
Augsburg: Royer und Stieber im Blickfeld |
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