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11.12.2006, 23:56

Chaos beim HSV - Eklat auf Mitgliederversammlung

"Sonst säuft der HSV ab"

Aus dem Krisenklub Hamburger SV ist nun auch ein Chaosklub geworden. Die mit Spannung erwartete Mitgliederversammlung am Montagabend begann wegen des Massenandrangs zunächst mit einstündiger Verspätung und dann mit einem Eklat: Bei der obligatorischen Abstimmung über die Zulassung der Presse kam es zur ersten Kampfabstimmung des Abends. 689 Mitglieder stimmten zu, 731 dagegen.

HSV-Klubboss Bernd Hoffmann, hinten Dietmar Beiersdorfer
Erst Pfiffe, dann teilweise Applaus: HSV-Klubboss Bernd Hoffmann, hinten Dietmar Beiersdorfer.
© dpaZoomansicht

Ein einmaliger Vorgang in der Vereinsgeschichte, den Klubboss Bernd Hoffmann konsterniert kommentierte: "Ich weiß, wir sind ein Klub, der eine sportliche Krise hat, aber ich hatte mir eigentlich vorgestellt, dass wir dokumentieren, kein Chaosklub zu sein."

Die Reaktion: Hoffmann erntete mehrheitlich Pfiffe und Raus-Rufe.

Dies schien ein Vorgeschmack auf das, was am Abend noch zu folgen drohte, wie beispielsweise auch die Verweigerung einer Entlastung von Aufsichtsrats-Boss Udo Bandow. Zu dieser kam es zwar nicht mehr - die sich enorm in die Länge ziehende Veranstaltung wurde kurz vor Mitternacht abgebrochen -, doch Bandow erntete zuvor nach seiner Rede überwiegend Applaus.

Den bekam auch teilweise Klubboss Bernd Hoffmann nach seinem Vorstandsbericht. "Jeder von uns übernimmt die Verantwortung. Es gibt noch ein sportliches Ziel für uns: Das heißt Nichtabstieg", so die Kernaussage der ausführlichen Situationsanalyse Hoffmanns. "Dafür müssen alle Kräfte gebündelt werden."

Eklat beim HSV: Die Mitglieder zeigen den Medienvertretern die Rote Karte.
Eklat beim HSV: Die Mitglieder zeigen den Medienvertretern die Rote Karte.
© dpa

Der Klubboss appellierte eindringlich an den Gemeinschaftssinn: "Ohne Geschlossenheit wird der HSV absaufen!"

Die Mitgliederversammlung verlief alles in allem weit weniger brisant als es der Anfangspaukenschlag vermuten ließ. Dazu trug wohl auch bei, dass weder Trainer Thomas Doll noch die Mannschaft am Montagabend anwesend waren. Auf Geheiß des Trainers war das gesamte Team der Veranstaltung ferngeblieben. Der um seinen Job kämpfende Coach hatte seine Entscheidung damit begründet, dass sich die Spieler auf die letzte Partie der Hinserie am Samstag bei Alemannia Aachen konzentrieren sollte.

Während der Mannschaft eine Woche Urlaub gestrichen wurde - bereits am 27. Dezember müssen die Profis aus 14 verschiedenen Nationen wieder zum Trainingsstart am Volkspark antreten - ist eine Entscheidung über die Zukunft von Trainer Thomas Doll noch nicht gefallen. Nach der letzten Hinrunden-Partie will sich der Vorstand zusammensetzen und über die Zukunft des Trainers entscheiden. "In welcher personellen Zusammensetzung wir das Unternehmen Klassenerhalt angehen, werden wir zügig, aber in Ruhe angehen", betonte Hoffmann.

Sebastian Wolff

11.12.06
 

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