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07.12.2006, 18:00

DFL-Mitgliederversammlung in Düsseldorf - Büros in Berlin und Brüssel

Verschärftes Lizenzierungsverfahren

Bereits ab der kommenden Saison wird es strengere Richtlinien beim Lizenzierungsverfahren im deutschen Profifußball geben. Auf der Mitgliederversammlung des Ligaverbandes in Düsseldorf nickten die Vertreter der 36 Erst- und Zweitligaklubs ab, dass es zukünftig auch während der Saison zu stichprobenartigen Überprüfungen der Wirtschaftskraft der Vereine kommen wird.

DFL-Präsident Werner Hackmann und Geschäftsführer Christian Seifert
DFL-Präsident Werner Hackmann und Geschäftsführer Christian Seifert.
© imagoZoomansicht

Die DFL kommt damit den UEFA-Vorgaben weitgehend nach. Bislang waren die Vereine jeweils nur einmal vor Saisonbeginn unter die Lupe genommen worden.

Der neue Strafenkatalog wurde im einzelnen nicht bekanntgegeben.

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Ferner einigten sich die Klubs in Düsseldorf, was mit den rund 18 Millionen Euro geschehen wird, die die Liga für den Verkauf der Forderungen an den im Frühjahr 2002 in Konkurs gegangenen Kirch-Konzern erzielen konnte. Die Hypo Vereinsbank löste die DFL in diesem Punkt ab. Von der genannten Summe erhalten auch die Vereine einen Teil, die in den drei Spielzeiten 2001/02, 2002/03 und 2003/04 auf- bzw. abgestiegen sind. "Dabei erhält der VfL Bochum ausnahmsweie mal mehr Geld als der FC Bayern", sagte Ligaverbands-Präsident Werner Hackmann.

Wie mit dem Liga-Anteil am WM-Überschuss in Höhe von 29 Millionen Euro verfahren wird, soll erst im Februar 2007 entschieden werden. Zuvor müssten noch steuerliche und allgemeinnützige Fragen geklärt werden.

Mit verstärkten Auftritten im Ausland will die Liga sich zudem spätestens ab Ende 2007 weltweit besser positionieren und höhere Einnahmen erzielen - in Form von Turnieren, Trainingslagern oder Freundschaftsspielen z.B. in China, den USA oder Indien will man dieses Ziel erreichen, sagte der Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung, Christian Seifert.

zudem will die DFL näher an die politschen Entscheidungsträger heranrücken und wird in naher Zukunft deshalb Büros in Brüssel und Berlin eröffnen: "So können wir die Interessen der DFL besser vertreten und unsere Vorstellungen einbringen", meinte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert.

Auch ein möglicher Wechsel des Ausrüsters beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) kam in Düsseldorf zur Sprache. Immerhin ist die DFL mit 18 Prozent an den Einnahmen beteiligt. Der DFB hat vom US-Sportartikelgiganten Nike ein Angebot über 50 Millionen Euro pro Jahr vorliegen. Laut DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger ist der DFB in der Frage "ergebnisoffen".

07.12.06
 
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