München: Rummenigge fühlt beim Berater des Stürmers vor
Toni im Visier des FC Bayern
Wie in Italien bekannt wurde, interessiert sich der FC Bayern für Luca Toni (29), den Stürmer des AC Florenz.
Spieler und Management des abstiegsbedrohten Vereins (Platz 18 der Serie A) dementieren zwar, doch habe der des Italienischen mächtige Rummenigge bereits mit Luca Tonis Berater gesprochen.
In München war schon im Sommer über den italienischen Torschützenkönig der Saison 2005/06 (insgesamt 31 Tore) nachgedacht worden. Den WM-Teilnehmer 2006 wollte vor der aktuellen Spielzeit auch Inter Mailand haben, Florenz wies das Angebot von 20 Millionen Euro jedoch zurück. Derzeit beschäftigen sich neben Inter auch der AC Milan sowie spanische Klubs mit dem 1,93 Meter langen Angreifer.
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Luca Tonis Stern ging in der Saison 2004/05 auf, als er für Palermo in 35 Erstliga-Spielen 20 Tore schoss und den sizilianischen Klub in den UEFA-Cup hievte. Im darauffolgenden Jahr wechselte er zum AC Florenz und wurde mit 31 Liga-Toren nicht nur Italiens Torschützenkönig, sondern holte sich mit dieser Marke auch den "Goldenen Schuh" als bester Goalgetter Europas.
Im Sommer wurde der 29-Jährige mit der italienischen Auswahl Weltmeister und absolvierte dabei von insgesamt sieben WM-Spielen der "Squadra Azzurra" sechs Partien. Zum Titel steuerte er zwei Tore bei, im Finale gegen Frankreich (5:3 i. E.) stand er als einzige Spitze der Lippi-Elf in der Startelf.
In der laufenden Runde traf Luca Toni bei bisher acht Spielen vier Mal, wobei ihm gleich zum Auftakt gegen Inter Mailand ein Doppelpack gelang (2:3). Über einen Wechsel von Florenz zu den "Nerazzurri" dachte Luca Toni im Sommer intensiv nach, doch nach einigen Unstimmigkeiten mit seinem Klub musste er schließlich zähneknirschend bleiben.
Dabei wollte der Weltmeister in dieser Saison unbedingt in der Champions League spielen und diese auch gewinnen, denn "Siegen macht süchtig", wie der Stürmer im kicker-Interview Ende September beteuerte.
Allerdings wäre die Karriere des begehrten Angreifers beinahe im Sand verlaufen, ohne dass jemand von ihm Notiz genommen hätte. 1998 spielte er bei Fiorenzuola, Serie C1, 26 Spiele, zwei Tore. "Ich war 21 und dachte eigentlich nur an Marta, die ich gerade in einer Disko kennen gelernt hatte", so Toni im Rückblick, der damals die Fußballschuhe im Profi-Bereich eigentlich an den Nagel hängen wollte und nur noch zum Spaß in seiner Heimatstadt Modena kicken wollte.
Karlheinz Wild
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