Seit Dienstag gibt es die Allianz Arena zweimal in München. Ein originalgetreuer Nachbau des Fröttmaninger Fußballtempels im Maßstab 1:20 ist im Franz-Josef-Strauß Flughafen auf- und vorgestellt worden, wie sein großes Vorbild kann er in Rot und Blau leuchten, innendrin gibt es Infotafeln zu den Vereinen und Fernseher. Die Partner Allianz, FC Bayern und 1860 wollen damit demonstrieren, "dass die Entscheidung, dieses Stadion trotz der anfänglichen Bedenken zu bauen, absolut richtig war", erklärt Uli Hoeneß.
Und weil der Bayern Manager "auf der Welt bis heute nichts Besseres gesehen hat" als das 340-Millionen-Euro-Oval, soll die Mini-Arena in ein paar Monaten auf Tour gehen: Paris, Mailand, Rio, Dubai, Seoul, Tokio. Alle sollen den Prachtbau kennen lernen, den in seinem ersten Jahr in München vier Millionen Menschen besucht haben, eineinhalb allein an Tagen, an denen gar kein Spiel stattfand.
"Die Erwartungen sind übertroffen worden", sagt Arena Geschäftsführer Peter Kerspe, "und die aufgetauchten Kinderkrankheiten (schlechter Rasen, lange Wartezeiten bei der Abfahrt, d. Red.) kriegen wir auch noch in den Griff."
Derweil kann der FC Bayern München den Transfer seines Wunschspielers Lukas Podolski endlich offiziell vermelden. Dies bestätigte DFB-Mediendirektor Harald Stenger am Donnerstag auf der Pressekonferenz des DFB in Düsseldorf nach Rücksprache mit dem FC Bayern. In einem letzten Gespräch einigten sich die Klub-Verantwortlichen am Mittwochabend offenbar auf den Transfer bereits zur neuen Saison. Als Ablösesumme waren zuletzt etwa zehn Millionen Euro im Gespräch.
Über die Vertragdauer wurde zunächst nichts bekannt. Podolski selbst zeigte sich zufrieden: "Ich freue mich auf die neue Aufgabe in München."
Trainer Felix Magath erhält damit seinen Wunschstürmer. Ob er auch Abwehrmann Daniel van Buyten (28, HSV) kriegt, ist dagegen weiterhin offen. Ein weiteres Treffen am Dienstag brachte keine Klarheit, die Münchner tun sich mit den Hamburger Millionenforderungen nach wie vor schwer.
Ein anderer kommt derweil nicht: Sergio Agüero (18), als Wunderstürmer gefeierter Youngster von Independiente Buenos Aires. Der Argentinier, an dem zwischenzeitlich auch der Deutsche Meister dran war, geht für satte 23 Millionen Euro zu Atletico Madrid. Eine solche Summe waren die Bayern nicht bereit, zu zahlen. Rummenigge betonte nochmals: "Wir werden den Pfad der Vernunft niemals verlassen."
Bernd Salamon
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