Im Vergleich zur 1:3-Niederlage gegen Gladbach veränderte Coach Klaus Augenthaler seine Mannschaft gleich auf vier Positionen: Alex, Quiroga, Makiadi und Boakye ersetzten Möhrle, Stegmayer, Santana und Hoogendorp.
Für Trainer Armin Veh gab es nach dem 3:0-Erfolg gegen Bayer Leverkusen wenig Grund umzustellen. Verzichten musste er allerdings auf Meira, der immer noch Probleme mit seiner Wade hat. Der genesene Osorio nahm wieder die rechte Position in der Abwehr ein.
Den besseren Start in der Volkswagenarena legten die Hausherren hin. Die Defensive der Schwaben hatte sich noch nicht sortiert und Alex konnte im Fünfmeterraum quer für Hanke auflegen. Der VfL-Stürmer traf jedoch nur die Querlatte (4.). Beide Teams agierten in der Anfangsphase sehr konzentriert. In der Offensive wurde jedoch zu langsam nachgerückt, so dass die meisten Angriffe verpufften, weil die Anspielstationen fehlten.
Wolfsburg erspielte sich nach einer Viertelstunde ein leichtes Übergewicht. Der VfL konnte davon jedoch nicht entscheidend profitieren, weil die Pässe zu ungenau waren und der VfB die Räume geschickt zustellte. Zu oft versuchte es die Augenthaler-Elf zudem durch die Mitte. Erst als sich Krzynowek über links durchsetzen konnte, knackten die "Wölfe" die Defensive der Schwaben. Hanke kam nach der Hereingabe des Polen völlig frei aus vier Metern zum Kopfball und ließ Torhüter Hildebrand keine Chance (26.). Vier Minuten später hatte Boakye nach Vorarbeit von Hanke aus kurzer Distanz die Möglichkeit zu erhöhen. Unbedrängt schlug er am Ball vorbei.
Diese Unkonzentriertheit rächte sich bereits im Gegenzug. Da Silva schickte Gomez steil, der war schneller als Hofland und schoss aus halbrechter Position in die lange Ecke ein (31.). Nach dem Ausgleich war das Spiel offen und beide Seiten hatten ihre Möglichkeiten. Gomez, der aus 20 Metern nur an Jentzsch und dem Pfosten scheiterte, hatte dabei die beste Möglichkeit (38.). Wolfsburg spielte nicht konsequent. Ein ums andere Mal patzte die Veh-Elf in der Defensive, ohne dass die Hausherren jedoch Kapital daraus schlagen konnten.
Beide Trainer vertrauten nach der Pause zunächst noch der Anfangsformation. Auch das Spiel veränderte sich kaum. Beim VfL fehlten aus dem Mittelfeld die Ideen, so dass die teilweise unsichere Abwehr der Gäste kaum in Verlegenheit kam. Mehr Gefahr zeigte der VfB, wenn er in die Offensive ging. So schickte Pardo Hilbert steil, doch der Ex-Fürther schloss überhastet ab und übersah, dass Cacau mitgelaufen war (54.).
Die Partie verflachte zusehends, der VfL weiterhin bemüht aber harmlos. So versuchte es Krzynowek immer wieder über links ohne den VfB in Gefahr zu bringen. Stuttgart stand sehr tief, überließ den Wolfsburgern das Mittelfeld und verlegte sich auf gelegentliche Vorstöße, die aber auch verpufften. Gomez war bei Madlung jetzt meist abgemeldet. Erst gegen Ende der Partie ließ sich Stuttgart wieder etwas aus der Deckung locken. Außer einem Schuss von Wolfsburgs Makiadi, der von Hildebrand pariert wurde, gab es weiter wenig Sehenswertes (83.). Auf der anderen Seite entwischte Gomez. Sein Schuss aus acht Metern wurde von Madlung abgefälscht und Hofland musste auf der Linie retten (84.).

Wolfsburg bleibt durch den mageren Punkt im unteren Teil der Tabelle und trifft nächste Woche im Kellerduell auf den VfL Bochum. Auch für den VfB ist der eine Punkt zu wenig, um die vorderen Tabellenregionen anzugreifen. Mit Schalke kommt ein direkter Gegner im Kampf um die internationalen Plätze.
| VfL Wolfsburg |
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| VfB Stuttgart |
Gelbe Karten |
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