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Borussia M'gladbach

 - 

Eintracht Frankfurt

 

1:1 (0:1)

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Borussia M'gladbach
Eintracht Frankfurt
1.
15.
30.
45.


46.
60.
75.
90.

















Insua mit spätem Ausgleichstreffer

Nur ein Punkt für die Borussia

In einer tubulenten Schlussphase verdiente sich die Gladbacher Borussia ein Remis gegen die Eintracht. Lange verteidigten die Hessen die Führung von Kyrgiakos geschickt. Erst als der Grieche im zweiten Abschnitt mit Gelb-Roter Karte vom Platz musste, kam der kämpferisch starke, aber zu ideenlose VfL durch ein Kopfballtor von Insua zum Ausgleich.

Kyrgiakos-Jubel
Der Grieche Kyrgiakos wird von seinen Mitspielern für sein fünftes Saisontor beglückwünscht.
© dpaZoomansicht

VfL-Trainer Jos Luhukay nahm im Vergleich zum 0:1 in Leverkusen drei Änderungen in seinem Team vor. Kirch übernahm die rechte Außenverteidigerposition in der Abwehrkette. Compper agierte im linken Mittelfeld, Bögelund rutschte aus der Startelf, ebenso wie der Schweizer Degen und Delura (Innenbandverletzung im Knie). Während Insua wieder die Spielmacherposition bekleidete, kam der Deutsch-Nigerianer Lamidi im Angriff neben Rafael zu seinem ersten Bundesligaeinsatz. Nach dem 1:0-Erfolg gegen den FC Bayern stellte Friedhelm Funkel seine Anfangsformation nur auf einer Position um. Streit agierte nach überstandener Grippe im Mittelfeld an Stelle von Köhler.

Die Gladbacher begannen druckvoll und hatten durch einen scharfen Schuss von Jansen, der aber nur die Querlatte traf, die erste gute Chance der Partie (7.). Es sollte die beste der Borussen bis zum Pausenpfiff bleiben. Nur einige Sekunden später stand der bei Standardsituationen immer gefährliche Kyrgiakos völlig allein im Strafraum, verzog jedoch deutlich. Anders in der 11. Minute: Wieder stand der Grieche bei einer Standardsituation frei, diesmal nach einem Eckball. Den wuchtigen Kopfball konnte Kluge auf die Torlinie nicht mehr entscheidend entschärfen - die Führung für die Hessen.

In der Folge hatte die Borussia zwar mehr vom Spiel, doch die aggressiven Frankfurter verteidigten sehr solide und erzeugten bei ihren gelegentlichen Vorstößen, die mit viel Tempo vorgetragen wurden, stets Gefahr. Einen Schuss von Thurk konnte Zé Antonio gerade noch zum Eckball abfälschen.

Die Gladbacher verzettelten sich zu oft in Einzelaktionen. Lediglich Nationalspieler Jansen mit zwei weiteren Schussversuchen sowie Rafael mit einem unplatzierten Kopfball zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Dr. Kinhöfer fanden einen Weg durch das Abwehrbollwerk der Gäste. Die Führung der Hessen zur Halbzeit war daher nicht unverdient.

Erneut startete die Borussia nach Wiederbeginn mit viel Zug zum Tor, doch die Eintracht stellte sich nach wenigen Minuten wieder auf das Spiel der "Fohlenelf" ein. Trotz viel Leidenschaft und Laufbereitschaft entstanden aus den Bemühungen des VfL kaum gute Aktionen in Tornähe des Gehäuses von Oka Nikolov. Jos Luhukay schickte dann mit Marko Marin einen weiteren Debütanten für den Offensivbereich auf das Spielfeld. Schließlich kam auch Neuville nach langer Pause wegen einer Adduktorenverletzung unter dem Jubel der VfL-Fans zu seinem ersten Rückrundeneinsatz. Am Spielverlauf änderten diese Einwechslungen kaum etwas.

Fantreue
Fantreue: Trotz Platz 18 stehen die Borussen-Anhänger weiter zu ihrer Mannschaft.
© imago

Die Defensive der Eintracht trotzte den Versuchen der Gladbacher souverän. Bezeichnenderweise hatte der Frankfurter "Joker" Heller mit einem Konter, den Keller gerade noch abwehren konnte, eine weit größere Einschussgelegenheit als die Borussia mit ihren aufwendigen, aber ineffektiven Bemühungen. Unnötigerweise dezimierten sich die Frankfurter dann selbst. Kyrgiakos, der bereits zuvor wegen Zeitspiels "Gelb" gesehen hatte, hielt auf der linken Seite Rafael fest, der sich den Ball am Griechen vorbeigelegt hatte. Referee Kinhöfer schickte den Torschützen daher vom Feld. Ohne den besten Kopfballspieler der Eintracht kam die Borussia dann nach einer Standardsituation doch noch zum Ausgleich.

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Marin brachte einen Freistoß von links angeschnitten Richtung Tor. Insua stieg am höchsten und köpfte mustergültig zum 1:1 ein. In der siebenminütigen Nachspielzeit wurde es turbulent. Trainer Friedhelm Funkel wurde auf die Tribüne verbannt, beide Teams vergaben jeweils noch eine Großchance auf den Siegtreffer (zunächst Kahé, dann Fink auf der Gegenseite). Am Ende blieb es beim Remis, das sich Mönchengladbach aufgrund ihres aufopferungsvollen Kampfes über die vollen 97 Minuten verdient hatte.

Dennoch wird es für Gladbach im Abstiegskampf schwer, nicht zuletzt, weil am Samstag kommender Woche Schalke als Gegner wartet. Die Frankfurter können ihren Aufwärtstrend ebenfalls am Samstag gegen Cottbus fortsetzen.

31.03.07
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Borussia M'gladbach
Aufstellung:
Keller (1,5) - 
Kirch (4,5) , 
Gohouri (5) , 
Zé Antonio (3,5)   
Jansen (3) - 
El Fakiri (4,5)      
Kluge (4)   
Compper (5)   
Insua (3)    
Lamidi (4)   
Rafael (4)   

Einwechslungen:
63. Marin für Compper
68. Neuville für Lamidi
84. Kahe    für El Fakiri

Trainer:
Luhukay
Eintracht Frankfurt
Aufstellung:
Nikolov (2,5)   
Ochs (3,5) , 
Vasoski (2,5) , 
Kyrgiakos (3,5)        
Spycher (2,5) - 
Chris (2,5)   
M. Fink (3,5)   
Preuß (4,5) , 
Streit (4)   
Takahara (4,5)   
Thurk (5)   

Einwechslungen:
61. Heller für Thurk
86. Russ für Streit
89. Rehmer für Takahara

Trainer:
Funkel

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Kyrgiakos (11., Kopfball, Streit)
1:1
Insua (89., Kopfball, Marin)
Gelb-Rote Karten
Gladbach:
-
Frankfurt:
Kyrgiakos
(86.)

Gelbe Karten
Gladbach:
Kluge
(5. Gelbe Karte, gesperrt)
,
Zé Antonio
(3.)
,
El Fakiri
(3.)
,
Rafael
(2.)
,
Kahe
(3.)
Frankfurt:
Chris
(2. Gelbe Karte)
,
Nikolov
(1.)
,
M. Fink
(2.)

Besondere Vorkommnisse
Friedhelm Funkel wurde wegen wiederholten Verlassens der Coaching-Zone auf die Tribüne verwiesen (90./+3).

Spielinfo

Anstoß:
31.03.2007 15:30 Uhr
Stadion:
Stadion im Borussia-Park
Zuschauer:
52177
Spielnote:  4
Chancenverhältnis:
3:4
Eckenverhältnis:
11:6
Schiedsrichter:
Thorsten Kinhöfer (Herne)   Note 2
mit Schwerstarbeit in der hektischen Schlussphase, aber dabei jederzeit Herr der Lage, ohne groben Fehler.
Spieler des Spiels:
Kasey Keller
Gladbachs Keeper wurde wenig geprüft, war dann aber hundertprozentig zur Stelle: Weltklasse-Paraden gegen Heller und Fink.
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