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Energie Cottbus

 - 

FC Schalke 04

 

2:4 (2:2)

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Energie Cottbus
FC Schalke 04
1.
15.
30.
45.





46.
60.
75.
90.









Radus Doppelschlag reicht nicht - Kuranyi als Vorbereiter und Vollstrecker

Schalke an der Spitze

Die Gelsenkirchener erwischten einen klasse Start in der Lausitz und lagen schon nach einer Viertelstunde mit 2:0 in Front. Cottbus gab nicht auf und egalisierte das Ergebnis durch einen Doppelschlag von Radu. Nach der Pause hatte Schalke mehr Reserven in der temporeichen Partie und fuhr den dritten Sieg in Folge ein. Energie wartet indes seit vier Spielen auf einen dreifachen Punktgewinn.

Kuranyi gegen Mitreski
Einen Tick schneller: Torschütze Kuranyi (l.) ist vor Mitreski am Ball.
© dpaZoomansicht

Enerige-Trainer Petrik Sander nahm bei seinem Team nach der Nullnummer in Wolfsburg keine Änderungen vor. Kioyo bildete erneut die einzige Sturmspitze. Der Kameruner wurde durch ein offensives Dreier-Mittelfeld mit Munteanu, Shao und Radu unterstützt.

Der zuletzt überzeugende Varela (Muskelfaserriss) musste bei Schalke im Vergleich zum 4:0 gegen Mainz passen. Für ihn rückte Altintop von der zentralen Defensivposition auf die rechte Seite, die Aufgabe des Türken übernahm Bajramovic, der nach Gelbsperre ins Team zurückkehrte. Kapitän Bordon (Probleme im Hüftbeugemuskel) wurde nicht rechtzeitig fit.

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Die Gelsenkirchener erwischten einen Start nach Maß in der Lausitz. Schon nach drei Minuten sorgte ein Konter für die frühe Führung der Gäste. Kuranyi bediente aus der Zentrale den mitgelaufenen Hamit, dessen 18-Meter-Schuss unhaltbar für Piplica im langen Eck einschlug.

Der 13. Spieltag

Auch nach der Führung waren die Schalker tonangebend. Energie wirkte geschockt und musste in der 15. Minute einen weiteren Gegentreffer hinnehmen. Nach einer Ecke von Lövenkrands köpfte Kioyo in Richtung eigenes Tor. Rost rettete zwar auf der Linie, doch im Nachsetzen überwand Kuranyi Schlussmann Piplica - sein fünfter Saisontreffer.

Erst nach dem 0:2 wachten die Gäste auf und nahmen am Spielgeschehen teil. Radus Treffer (24.) wurde wegen einer Abseitsstellung zurecht nicht anerkannt, doch in der 28. Minute klappte es dann für den Rumänen. Munteanu überraschte S04-Schlussmann Neuer mit einem Heber von der linken Seite. Von der Latte aus sprang das Leder zu Radu, der goldrichtig stand und mühelos den Anschlusstreffer erzielte.

Doch damit nicht genug: Nur drei Minuten später nutzte Radu eine Unsicherheit in der Schalker Hintermannschaft nach einer langen Hereingabe in den Strafraum. Rodriguez fälschte das Leder unglücklich zum Doppeltorschützen ab, der mit einem satten Rechtsschuss in den Winkel den Ausgleich erzielte.

Genauso wie der Spielstand verlief auch die Partie in der Folgezeit - ausgeglichen. Tempo- und chancenreich blieb es bis zur Pause. Nach einem Abwehfehler von Mitreski rettete Piplica mit einer Glanzparade seine Farben vor einem erneuten Rückstand. Hamit hatte von halbrechts aus 13 Metern abgezogen (35.). Auf der anderen Seite zeigte Neuer zweimal sein Können. Munteanus Schuss aus spitzem Winkel (40.) lenke der 20-Jährige genauso zur Ecke wie einen 16-Meter-Schuss von Kioyo. Unmittelbar danach pfiff der sichere Referee Herbert Fandel die attraktive erste Hälfte ab.

Anscheinend hatte Schalkes Trainer Mirko Slomka in der Kabine die richtigen Worte gefunden. Mit Elan begannen die "Königsblauen" den zweiten Spielabschnitt, wirkten wie schon zu Beginn der Partie bissiger und zweikampfstärker. In der 51. Minute dann der Lohn für die Gelsenkirchener: Pander nahm bei einem Freistoß aus 20 Metern Maß und zirkelte das Leder über die Mauer hinweg ins rechte, untere Eck. Piplica war beim Schlenzer des Verteidigers erneut machtlos, der seine lange Leidenszeit nach schwerer Knieverletzung endgültig in Vergessenheit geraten ließ.

Sander und Slomka
Elfmeter oder nicht? Für Sander und Slomka gab es nach dem Spiel Diskussionsstoff.
© dpa

Wenig Erwähnenswertes geschah in der Folgezeit. Beide Teams mussten dem hohen Tempo Tribut zollen, die Kräfte schienen so langsam nachzulassen. Die Lausitzer steckten aber gegen die nun defensiver eingestellten Gäste nicht auf. In der 70. Minute wurde der auffällige Kioyo von Krstajic beim Kopfballduell umgeschubst, die Pfeife von Schiedsrichter Fandel blieb aber stumm.

Geduldig warteten die Schalker in der Schlussphase auf Konterchancen - und das mit Erfolg. In der 82. Minute setzte Kuranyi den mitgelaufenen Kobiashvili in Szene, der an Piplica vorbeimarschierte und keine Mühe hatte, zu vollenden. Damit war der Widerstand der Cottbuser gebrochen. Die letzten Minuten im Stadion der Freundschaft verliefen ohne Höhepunkte.

Schalke kann seine Siegesserie im Revierderby gegen den VfL Bochum am kommenden Freitag fortsetzen. Erst am Sonntag muss Cottbus wieder ran. Die Sander-Truppe reist zur Werkself nach Leverkusen.

18.11.06
 

Aufstellungen, Einwechslungen & Reservebänke

Energie Cottbus
Aufstellung:
Piplica (4) - 
Szelesi (3,5) , 
McKenna (4) , 
Mitreski (5) , 
Ziebig (4) - 
Rost (4)   
Kukielka (4,5)   
Radu (2)        
Shao (4)   
V. Munteanu (3) - 
Kioyo (4)   

Einwechslungen:
66. Baumgart für Shao
76. Gunkel für Kioyo
80. da Silva für Rost

Trainer:
Sander
FC Schalke 04
Aufstellung:
Neuer (4) - 
Rafinha (3,5) , 
Rodriguez (3,5) , 
Krstajic (4) , 
Pander (2,5)       
Bajramovic (3,5) - 
Hamit Altintop (3)    
Kobiashvili (3)    
Halil Altintop (4)   
Lövenkrands (4)   
Kuranyi (2)    

Einwechslungen:
55. F. Ernst (3) für Halil Altintop
78. Boenisch für Pander
90. Heppke für Lövenkrands

Trainer:
Slomka

Tore & Karten

 
Torschützen
0:1
Hamit Altintop (4., Rechtsschuss, Kuranyi)
0:2
Kuranyi (15., Linksschuss)
1:2
Radu (28., Linksschuss, V. Munteanu)
2:2
Radu (31., Rechtsschuss)
2:3
Pander (51., direkter Freistoß, Linksschuss)
2:4
Kobiashvili (83., Linksschuss, Kuranyi)
Gelbe Karten
Cottbus:
Kukielka
(3. Gelbe Karte)
Schalke:
-

Spielinfo

Anstoß:
18.11.2006 15:30 Uhr
Stadion:
Stadion der Freundschaft
Zuschauer:
17210
Spielnote:  3
Chancenverhältnis:
7:6
Eckenverhältnis:
4:5
Schiedsrichter:
Herbert Fandel (Kyllburg)   Note 5
pfiff Energie durch eine unglückliche Auslegung der Vorteilsbestimmung eine klare Torchance ab (23., Radu), verweigerte Cottbus zudem einen Foulelfmeter (70., Krstajic an Kioyo). Hätte Gunkel für sein Einsteigen gegen Ernst verwarnen müssen (80.).
Spieler des Spiels:
Kevin Kuranyi
Ein Tor, zwei Assists, dazu vor allem in Halbzeit eins ein überzeugender Auftritt als Ballverteiler. Ein gutes Spiel des 24-Jährigen.
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