NOFV-Nord: Berlin Ankaraspor vor dem Spitzenspiel
Herbst will den Anschluss halten
Der ungeschlagene Tabellenzweite, mit 14 erzielten Treffern torgefährlichste Elf der NOFV-Oberligen, fordert den Spitzenreiter heraus. "Nein", sagt Trainer Thomas Herbst, "vor dem Spiel in Babelsberg gibt es keinen Grund zur Aufregung. Selbst wenn wir verlieren sollten, haben wir Zeit, uns wieder oben heranzuarbeiten."
Obwohl der 43-Jährige beispielsweise kein Türkisch spricht, ist der frühere Bundesligaprofi von Borussia Mönchengladbach und Bayern München wohl der richtige Mann für den Multi-Kulti-Klub im Weddinger Kiez. Herbst kennt sich im (West-)Berliner Amateurfußball bestens aus. Wer viele Jahre beim chaotisch-liebenswürdigen Lokalrivalen Türkiyemspor als Spieler und Trainer gearbeitet hat, kann praktisch nicht mehr überrascht werden.
Herbst weiß, dass zwischen den Hauptstadtklubs in jeder Halbserie eine Wechselorgie der Spieler ansteht. Herbst kennt schlechte Trainingsbedingungen und unterdeckte Etats aus dem Effeff. "Bisher kann ich jedoch in Ruhe arbeiten", sagt Herbst. Kleinere Sorgen könnte der Coach am Sonnabend an Ahmet Gökcek herantragen. Der Vereinsvorsitzende und Sohn des Bürgermeisters von Ankara reist eigens für das Schlagerspiel in Babelsberg aus der Türkei an.
Matthias Koch
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