Zwei grundverschiedene Halbzeiten

Beim zweiten Heimspiel in Folge stellte Koblenz-Trainer Milan Sasic seine Mannschaft nach dem 1:1 gegen Spitzenreiter Karlsruhe nur auf einer Position um: Sahin, der den Ausgleich gegen den KSC erzielt hatte und zu überzeugen wusste, erhielt für Langen im Sturm neben Keita die Bewährungschance von Beginn an. Hachings Trainer Harry Deutinger musste sein Team nach dem 2:1-Sieg gegen Essen ändern: Frühbeis (Fuß-OP) stand nicht zur Verfügung, Page rückte dafür in die Innenverteidigung. Zudem gönnte Deutinger dem jungen Feldhahn eine schöpferische Pause, der wiedergenesene Majstorovic nahm den Platz ein.
Auf dem regennassen Rasen suchten beide Teams in der Anfangsphase nach ihrem Rhythmus. Viele Ballverluste kennzeichneten das Geschehen, Bälle in die Tiefe kamen nicht an. Die TuS fand zuerst ins Spiel, war aktiver und erarbeitete sich ein Chancenplus. Ein Fallrückzieher von Sahin war der erste Aufreger, Dzaka hätte fast einen Patzer von Omodiagbe zur Führung genutzt. Den strammen Schuss lenkte Heerwagen aber zur Ecke.
Der Aufsteiger nahm immer mehr das Heft des Handelns in die Hand, von den Münchner Vorstädtern war nichts zu sehen. Die Akteure der SpVgg kamen zu spät in den Zweikampf und konnten sich in der Offensive auf Grund der aufmerksamen TuS-Defensive überhaupt nicht entfalten. Allerdings versäumte es die TuS aus den durchaus vorhandenen Möglichkeiten ein Tor zu erzielen.
So bugsierte Ziehl das Spielgerät aus spitzem Winkel am Tor vorbei (29.), Keita scheiterte alleine vor Heerwagen am Fuß des Hachinger Keepers (32.). Erst gegen Ende der ersten Hälfte hatte sich Unterhaching etwas stabilisiert, ohne aber eigene Akzente setzen zu können.
Die setzte die SpVgg zu Beginn des zweiten Durchgangs. Harry Deutinger hatte Spizak für Lechleiter gebracht, zudem gingen die SpVgg-Spieler wesentlich aggressiver zu Werke. So ergab sich schon in der 47. Minute durch Thomik die Führungschance, doch, von Teinert bedient, scheiterte der Hachinger am Fuß von TuS-Keeper Gurski. Auch in der Folge hatten die Münchner Vorstädter mehr vom Spiel, vor dem Tor fehlte es aber an der nötigen Präzision und Durchschlagskraft. Von Koblenz kamen keine Impulse, Dzaka und Co. mussten ihrem hohen Tempo aus Durchgang eins anscheindend Tribut zollen.

Spannend wurde es noch einmal in der Schlussphase. Erst schoss N'Diaye aus halbrechter Strafraumposition am linken Pfosten des TuS-Tores vorbei (79.), dann setzte auf der Gegenseite Dzaka, von Sahin frei gespielt, den Ball aus halblinker Strafraumposition an Heerwagen, aber auch Zentimeter am rechten Pfosten vorbei (81.).
Die TuS, die nun seit vier Partien unbesiegt ist (acht Punkte) muss sich am nächsten Wochenende bei 1860 München beweisen. Unterhaching hat nach zuletzt sieben Zählern nun ein Heimspiel-Doppelpack vor Augen. Zuerst ist Spitzenteam Karlsruher SC zu Gast, dann steht das Derby gegen 1860 München an.
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keine
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Gelbe Karten |

