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10.05.2016, 13:15

HSV: Sportchef sieht sich als Dauerlösung

Beiersdorfer - Big Boss als Dauerlösung

Präsentationen von neuen Führungskräften sind seit Jahren Programm in Hamburg. Dienstag nahm ein neuer alter Sportchef Platz auf dem Podium im Presseraum des Volksparkstadions. Dietmar Beiersdorfer gab einen Tag nach dem Aus für Peter Knäbel seinen Einstand als Big Boss und stellte klar - er sieht sich nicht als Übergangs- sondern eine Dauerlösung. Abgesehen davon, dass es diese in Hamburg schon seit Jahren nicht gibt, ist sein Statement auch eine Absage an den gehandelten Horst Heldt.

Dietmar Beiersdorfer
Gab am Dienstag seinen Einstand als Big Boss beim Hamburger SV: Dietmar Beiersdorfer.
© picture allianceZoomansicht

Der Noch-Schalker wird - zumindest zeitnah - kein Hamburger. "Horst und ich", sagt Beiersdorfer, "kennen uns und mögen uns. Aber das hat mit der aktuellen Situation nichts zu tun. Ich habe mit keinem einzigen potenziellen Sportdirektor gesprochen." Beiersdorfer macht es selbst und versichert: "Ich bin sicher, dass es die richtige Entscheidung ist, sie ist in mir gereift und fiel nicht von heute auf morgen."

Seinem von ihm aus der Schweiz geholten Vorgänger gab er zum Abschied zwischen den Zeilen durchaus noch vereinzelte Breitseiten mit. "Ich habe Dinge mehrfach moniert. Die Situation hatte sich nicht verbessert und ich hatte auch nicht das Gefühl, dass es sich in Zukunft bessert." Wenig warme Worte für Knäbel zum Abschied, obwohl Beiersdorfer betont: "Ich möchte mich bei Peter bedanken." Deutlich machte der 52-Jährige, dass seine Entscheidung nicht mit der Rucksack-Affäre aus dem vergangenen Sommer zusammenhänge. "Damit hat es nichts zu tun. Das war vor einem Jahr, und da haben wir als Verein zusammengestanden."

"Müssen immer auch an die Zukunft denken"

Gemeinsam mit Bruno Labbadia verabschiedete der Boss den Ex-Sportchef am Dienstag vor der Mannschaft, nun greift er mit dem Trainer die anstehenden Themen an: Nach den bereits feststehenden Abgängen von Ivo Ilicevic und Gojko Kacar, die der Nordklub am Dienstag offiziell bestätigt hat, wird Darmstadts Christian Mathenia (24) für festgeschriebene 800.000 Euro der erste Neuling und neue zweite Mann anstelle von Jaroslav Drobny. Der 36-jährige Fanliebling bekommt keinen neuen Vertrag, aber immerhin warme Worte. "Er ist ein toller Charakter, hat hervorragende Dienste geleistet. Aber wir müssen immer auch an die Zukunft denken." Beiersdorfer will diese vorantreiben. "Unsere Mittel sind begrenzt, aber wir sind überzeugt, eine gute Mannschaft auf den Platz zu bringen." Worte, an denen er sich messen lassen muss.

Sebastian Wolff

Video zum Thema
kicker.tv Hintergrund- 10.05., 15:15 Uhr
HSV sorgt erneut für Schlagzeilen
Ganz wohl in seiner Haut ist Dietmar Beiersdorfer, dem Vorstandsvorsitzenden des Hamburger SV, offensichtlich nicht, als er am Dienstag die Trennung von Sportdirektor Peter Knäbel begründet: "Solche Entscheidungen sind nicht einfach. Das ist nicht einfach willkürlich und beliebig. Da lege ich Wert drauf!" Beiersdorfer sah keine Weiterentwicklung im sportlichen Bereich, daher habe er handeln müssen. Nun steht er selbst in der Verantwortung.
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